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Warum Lush Social Media den Rücken kehrt

26.11.2021 - Ab sofort stoppt die globale Kosmetikmarke Lush alle Unternehmensaktivitäten auf den Social-Media-Plattformen Facebook, Instagram, Snapchat, und TikTok. Zu den Hintergründen:

von Christina Rose

Lush wird "anti-social" und schließt alle Marken-, Shop- und Personenkonten weltweit auf Facebook, Instagram, Snapchat, und TikTok - "so lange, bis diese ein sicheres Umfeld für ihre NutzerInnen bieten", heißt es von Unternehmensseite. Man habe "endgültig genug, angesichts der Facebook-Whistleblower".

"So wie die Beweise gegen den Klimawandel jahrzehntelang ignoriert und heruntergespielt wurden, werden auch die bedenklichen Auswirkungen der sozialen Medien bisher leider kaum beachtet. Lush ändert seine Social-Media-Richtlinien und wartet nicht länger, dass andere realisieren, welche realen Probleme im Social-Media-Bereich liegen", teilt das Unternehmen mit.

Wie so viele Menschen hinterfrage auch Lush   den Nutzen von Social Media und habe bereits versucht, sich von den sozialen Medien zu lösen. "Aber unsere eigene FOMO, die Angst, etwas zu verpassen und der Drang, die verschiedenen Plattformen zu nutzen, führten trotz der besten Absichten dazu, dass wir immer wieder auf diesen Plattformen zurückkehrten." Nun sei man wieder bereit, "einen kalten Entzug" zu machen.

Nachdem man in UK 2019 einen ersten Versuch   gewagt hatte, sich von Facebook und Instagram zu verabschieden, wurde die Entscheidung, diesen Schritt jetzt zu gehen, durch aktuelle Informationen "von mutigen WhistleblowerInnen" gestärkt: "Diese zeigen klar auf, welchen Schädigungen NutzerInnen durch aktuelle Algorithmen und die nachlässige Regulierung dieses neuen Lebensbereichs ausgesetzt sind."

"Keine Geschäfte in dunklen Straßenecken"

Als Erfinder von Badebomben setze man alles daran, Produkte zu entwickeln, die den Menschen helfen, abzuschalten, sich zu entspannen und auf ihr Wohlbefinden zu achten. "Social Media-Plattformen sind zum Gegenteil dieses Ziels geworden. Sie nutzen Algorithmen, die darauf abzielen, Menschen scrollend ans Smartphone zu fesseln und sie vom Abschalten und Entspannen abzuhalten", sagt Jack Constantine , CDO & Produkt-Erfinder. "Da wir mit unseren KundInnen immer in einem sicheren Umfeld in Kontakt treten möchten, machen wir ja auch keine Geschäfte in dunklen Straßenecken. Leider entwickeln sich mehrere Social-Media-Plattformen immer mehr zu Plätzen, zu deren Besuch wir unser KundInnen niemals ermutigen würden. Es muss sich etwas ändern!", fordert er.

Man hoffe "inständig, dass die Plattformen strenge Richtlinien einführen und internationale Regulierungen gesetzlich verankert werden". Man könne aber nicht warten, bis es soweit ist, so das Unternehmen: "Wir fühlen uns in der Pflicht unsere KundInnen vor den Folgen und Manipulationen sozialer Medien zu schützen, denen sie ausgesetzt sind, wenn sie über diese Plattformen mit uns kommunizieren." Daher werde sich Lush ab dem 26. November von Facebook   , Instagram   , TikTok   und Snapchat   zurückziehen, bis diese Plattformen ein sicheres Umfeld für ihre NutzerInnen bieten.

Lush hält sich jedoch einige Social-Media-Türen offen: "Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um neue Wege zu finden, mit unseren KundInnen in Kontakt zu bleiben und bessere Kommunikationskanäle zu schaffen, aber auch die alten, bewährten Kanäle zu nutzen." Ab sofort ist das Unternehmen noch auf Twitter, YouTube oder LinkedIn zu finden -, "ohne dass auf "Gefällt mir", "Abonnieren" oder "Benachrichtigungen erhalten" geklickt werden muss, sind KundInnen eingeladen, bei Interesse vorbeizuschauen".

Die deutschsprachigen Instagram-Kanäle von Lush verzeichnen rund 100.000 Follower, der Rückzug des Unternehmens betrifft aber 48 Märkte weltweit, in denen Lush 400 Geschäfte betreibt.

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