Studie

Künstliche Intelligenz schafft neue Arbeitsplätze im Kundenservice

25.07.2024 - Künstliche Intelligenz ist im Kundenservice keine Gefahr für Jobs. Im Gegenteil: Wegen ihr entstehen sogar neue Arbeitsplätze.

von Susan Rönisch

Das ist ein zentrales Ergebnis der HubSpot-Studie "Die Revolution des Kundenservice"   , für die insgesamt 1.401 Mitarbeitende im Kundenservice weltweit befragt wurden.

Demnach sagen 67 Prozent der Befragten, dass sich der Personalbestand in ihrer Abteilung durch Künstliche Intelligenz erhöht hätte. In Deutschland lag der Wert sogar bei 82 Prozent. Auf der anderen Seite sagen hierzulande lediglich sechs Prozent, dass Stellen im Kundenservice aufgrund der Implementierung von KI abgebaut wurden, weltweit liegt der Wert bei acht Prozent.

Kundschaft ist zufriedener

Laut der Studie hat sich der Einsatz von Künstlicher Intelligenz auch positiv auf andere Bereiche im Kundenservice ausgewirkt. So bestätigen 77 Prozent der Befragten, dass sie dank KI mehr Zeit für die Bearbeitung von Kundenanfragen hätten (in Deutschland: 86 Prozent). Ebenfalls 77 Prozent sagen, dass sich die Werte für die Kundenzufriedenheit verbessert hätten. In Deutschland liegt der Wert bei 86 Prozent.
93 Prozent der Kundenservice-Mitarbeitenden in Deutschland geben an, dass sich ihre Produktivität durch den Einsatz von KI verbessert hätte. Das ist nach Singapur (97 Prozent) der zweithöchste Wert von allen befragten Märkten. Weltweit liegt der Wert bei 77 Prozent.

15 Stunden mehr Zeit dank KI

Im Schnitt spart Künstliche Intelligenz Mitarbeitenden im Kundenservice weltweit 15 Stunden pro Woche (in Deutschland: 16 Stunden). In Deutschland wird diese Zeit vorrangig dazu genutzt, zusätzliche Schulungen und Weiterbildungen für die Mitarbeitenden durchzuführen. 51 Prozent der Befragten bestätigen das.

Weltweit liegt der Schwerpunkt für die Nutzung der frei gewordenen Zeit vor allem auf der Verbesserung der Team-Zusammenarbeit und des Wissensaustauschs (47 Prozent; in Deutschland: 43 Prozent). 46 Prozent nutzen die gewonnene Zeit zur Fokussierung auf komplexere Kundenanfragen und Problemlösungen, in Deutschland liegt der Wert bei 40 Prozent.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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