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Globale Werbeausgaben für Facebook und Instagram steigen um 43 Prozent

17.11.2021 - Markenanbieter müssen einen größeren Teil ihrer Werbegelder investieren, um Verbraucher über Social-Media-Plattformen zu erreichen. Mit Live-Videos erreichen sie dafür ein dreifach höheres Engagement sowie deutliche Verbesserungen bei den Reaktionszeiten.

von Frauke Schobelt

Die Investitionen in soziale Medien steigen schneller denn je. Laut dem Bericht 'State of Social Media and CX'   der Customer-Experience-Plattform Emplifi   sind die weltweiten Werbeausgaben auf Facebook   und Instagram   im dritten Quartal 2021 um 43,4 Prozent im Vorjahresvergleich gestiegen - ein Wachstum von 10,5 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2021. Damit einher ging eine Verteuerung der Werbekosten, wobei die Cost-Per-Clicks (CPCs) den höchsten Stand seit Ende 2020 erreichten.

Emplifi führt die steigenden Investitionen in Facebook-Werbung auf die Lockerungen in der Corona-Pandemie zurück. In Verbindung mit dem Gastgewerbe nahmen die Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 94 Prozent zu, da Grenzen wieder öffnen und weltweit mehr gereist wird. Die Click-Through-Rates (CTRs) der Werbetreibenden sind stabil geblieben, mit geringen Schwankungen im Vergleich zum letzten Jahr. Zudem zeigen die Daten von Emplifi, dass die Reichweite von Facebook-Anzeigen wieder zunimmt: Das Plus von 3,7 Prozent im Jahresvergleich ist zwar nur ein kleiner Anstieg, aber eine deutliche Verbesserung gegenüber dem im letzten Quartal gemeldeten Rückgang von 12,4 Prozent.

Ein weiteres Ergebnis: Facebook-Instream-Live-Videos erzeugen im Vergleich zu anderen Arten von Posts ein dreimal so hohes Engagement bei Fans und Followern. "Markenanbieter müssen heute zwar einen größeren Teil ihrer Werbegelder investieren, um Verbraucher über Social Media-Plattformen zu erreichen. Dafür haben B2C-Werbetreibende aber auch enorme Möglichkeiten, was die Nutzung von Live-Videos im Rahmen des Social Media-Marketing und Social Commerce betrifft", sagt Zarnaz Arlia , CMO von Emplifi. "Sie können über Live-Video-Erlebnisse auf Facebook und Instagram mit ihrem Publikum in Kontakt treten und Konversationsmöglichkeiten in Echtzeit bieten, die zu messbaren E-Commerce-Gewinnen führen. Allerdings gibt es hier auch noch viel Raum für Verbesserungen. Viele Markenanbieter haben die Social-Video-Taktiken noch nicht vollständig angenommen."

Facebook Instream Video und Facebook News Feed stehen bei der CTR sowohl für Facebook- als auch für Instagram-Anzeigen an erster Stelle. Laut Emplifi ist dies besonders interessant für Marken, die ihre Social Commerce-Bemühungen verstärken möchten. Von den Unternehmen, die Facebook live nutzen, generieren Firmen der Beauty-, Glücksspiel- und der E-Commerce-Branche die meisten Kommentare und Interaktionen.

Social Commerce gewinnt an Bedeutung

Social Commerce wird für Marken immer wichtiger. So prognostizieren die Analysten von Marketer, dass der Social Commerce-Markt in den USA bis Ende dieses Jahres 36 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Bis 2025 soll sich diese Zahl verdoppeln. Die wichtigsten Social Commerce-Plattformen sind Facebook und Instagram. Laut eMarketer werden 22,3 Prozent der US-Verbraucher in diesem Jahr mindestens einen Artikel auf Facebook gekauft haben. Auch in Deutschland gewinnt Social Commerce an Bedeutung. Einer YouGov-Umfrage zufolge hat ein Drittel der Deutschen bereits über Social Media-Kanäle eingekauft, die Corona-Krise hat diesen Trend noch verstärkt. Facebook liegt bei den Shopping-Plattformen auf dem ersten Platz, dicht gefolgt von WhatsApp und Instagram.

Insgesamt hat sich das organische Engagement in den sozialen Medien laut Emplifi verändert. So nutzen die Verbraucher soziale Plattformen immer häufiger für den Kundensupport. In der Folge versuchen die Unternehmen, schneller auf Kundenanfragen zu antworten, die über soziale Plattformen eingehen. Laut Bericht konnten mehrere Branchen ihre Reaktionszeiten auf Facebook im dritten Quartal verbessern. Ein wichtiger Schritt im Hinblick darauf, dass immer mehr Verbraucher bei der Kundenbetreuung auf ihre Social-Media-Konten setzen.

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