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Hybride und flexible Arbeitsmodelle stark gefragt

15.06.2021 - Über 600.000 Stellen sind laut Bundesagentur für Arbeit derzeit unbesetzt. Daher müssen Arbeitgeber - trotz Pandemie - attraktive Arbeitsbedingungen schaffen, um Bewerberinnen und Bewerber für sich zu gewinnen. Eine einfache Maßnahme steht dabei auf der Wunschliste der Mehrheit ganz oben: So würde fast die Hälfte der potenziellen Jobsuchenden (45 Prozent) einen längeren Arbeitsweg in Kauf nehmen, wenn der neue Arbeitgeber neben Präsenzarbeit auch die regelmäßige Arbeit im Homeoffice ermöglicht.

von Susan Rönisch

Die Bereitschaft, für einen neuen Job umzuziehen, ist unter den Arbeitnehmern in Deutschland weiter gering. Aktuell sucht jeder Fünfte (20 Prozent) Berufstätige ausschließlich direkt im eigenen Wohnort nach einer Arbeitsstelle, wobei Frauen darauf im Schnitt mehr Wert legen als Männer. Mehr als ein Drittel (34 Prozent) der Befragten ist bereit, zur Arbeit zu pendeln, wobei zwischen Arbeitsplatz und Wohnort maximal 20 Kilometer liegen sollten. Und mehr als jeder Zweite (52 Prozent) kann sich nicht vorstellen, dauerhaft für eine neue Beschäftigung den Wohnort zu wechseln - so die Ergebnisse einer aktuellen Xing   Umfrage unter 1.000 Beschäftigten in Deutschland.

Sorge vor dem Jobwechsel: Ein Drittel der Befragten fürchtet nach einem Umzug soziale Isolation

Die Gründe hierfür sind vielfältig, vor allem, wenn Familie und Freunde im derzeitigen Wohnort ansässig sind. So fürchtet sich etwa ein Drittel der Befragten (32 Prozent) nach einem Umzug vor sozialer Isolation. Gefragt nach der eigenen Erfahrung, berichtet zudem jeder Dritte (36 Prozent) vom Fehlen passender beruflicher Kontakte nach einem Wohnortwechsel und der Notwendigkeit, sich ein neues soziales und berufliches Netzwerk aufbauen zu müssen. Laut der Umfrage spielen daher für jeden Vierten (27 Prozent) auch soziale Netzwerke gerade nach einem Umzug eine besondere Rolle.

Berufliche Netzwerke gewinnen während Corona-Pandemie an Relevanz

Fast die Hälfte der Befragten (44 Prozent) gibt an, dass ein berufliches soziales Netzwerk auch außerhalb ihres eigenen Unternehmens sehr wichtig für sie ist. Etwa ein Drittel (32 Prozent) stimmt zu, dass das eigene Netzwerk sie während der Corona-Krise sehr unterstützt hat. Und ähnlich viele Berufstätige (33 Prozent) sind seit Beginn der Krise aktiver bei der Vernetzung in sozialen Netzwerken geworden. Auch wenn knapp zwei Drittel (62 Prozent) dabei nach wie vor den persönlichen Kontakt bevorzugen - sei es am neuen Arbeitsplatz oder in ortsansässigen (Sport-)Vereinen - pflegen 37 Prozent der Befragten ihre beruflichen Kontakte am liebsten online.

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