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Jobangebote in der Werbebranche steigen um fast 60 Prozent

27.08.2021 - Laut der Stellenmarktanalyse des ZAW erholt sich der Jobmarkt im ersten Halbjahr 2021 deutlich und kehrt auf Vorkrisenniveau zurück.

von Frauke Schobelt

Der Nachholbedarf nach der Corona-Pandemie ist groß, die Arbeitslosenzahlen in der Werbebranche sinken überdurchschnittlich. Das zeigt die Stellenangebotsanalyse des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft ZAW   für das erste Halbjahr 2021. Laut ZAW-Präsident Andreas F. Schubert sind die Unsicherheiten für die Branche jedoch noch nicht überwunden.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weist die Zahl der Stellenangebote in den ersten sechs Monaten 2021 ein Plus von 57 Prozent aus. Bereits die ersten Monate 2021 zeigen ein zweistelliges Plus mit Werten wie plus 26 Prozent für Januar, plus 15 Prozent für Februar sowie plus 10 Prozent für März. Diese positive Entwicklung setzte sich im 2. Quartal weiter fort. Besonders gefragt waren:

  • Marktforscher (plus 317 Prozent)
  • Texter (plus 125 Prozent)
  • Art Directoren (plus 93 Prozent)
  • Marketingspezialisten (plus 92 Prozent)
  • Mediaexperten (plus 77 Prozent)
  • Grafiker und Mediendesigner (plus 74 Prozent)

Insgesamt wurden laut ZAW-Trendanalyse 4.041 neue Mitarbeiter im 1. Halbjahr 2021 zu 2.582 im Vorjahreszeitraum gesucht. Damit erreicht die Nachfrage in 2021 fast wieder das Vorkrisenniveau wie die Daten von 2019 zeigen: 4.168 Jobangebote wurden im 1. Halbjahr 2019 veröffentlicht.

Der Anteil der Agenturen an den Stellenofferten der Werbung erreichte im 1. Halbjahr 2021 mit 55 Prozent den Anteil des Vorjahreszeitraums, der Anteil der werbenden Unternehmen stieg um einen Prozentpunkt auf 35 Prozent - Handel und Personal-Dienstleister suchten bei den werbenden Unternehmen die meisten neuen Mitarbeiter - während der Medienanteil leicht um einen Prozentpunkt auf zehn sank.

"Der Fachkräftemangel war auch zu Pandemie-Zeiten eines der größten Wachstumshemmnisse der Agenturbranche. Er verstärkt sich nun weiter, da die Auftragslage wieder anzieht. Gefragt sind derzeit Talente für fast alle Agenturbereiche sowie Experten für digitale Transformation und Online-Kommunikation", kommentiert GWA-Präsident Benjamin Minack die Situation.

Arbeitslosenzahlen der Werbebranche sinken deutlich

Die Daten der Bundesagentur für Arbeit für den Bereich 'Werbung und Marketing' bestätigen die Ergebnisse der ZAW-Stellenangebotsanalyse. Wies der Juni 2020 pandemiebedingt noch eine zweistellige Zunahme der Arbeitslosendaten von plus 39,6 Prozent aus, sanken die Zahlen im Juni 2021 deutlich um 12,4 Prozent. Damit ging die Arbeitslosenquote der Werbebranche stärker zurück als die durchschnittlichen Arbeitslosenzahlen insgesamt: Letztere sanken im Vorjahresvergleich nur um 0,5 Prozentpunkte.

"Die positive Entwicklung des 1. Halbjahres auf dem Arbeitsmarkt der Werbung ist erfreulich", sagt ZAW-Präsident Andreas F. Schubert. Angesichts der Impfraten und steigenden Inzidenzen sei jedoch Vorsicht geboten. "Wir sind noch nicht über den Berg. Bereits die Juli-Daten für Konsumklima- und Konjunkturentwicklung, die schlechter ausgefallen sind als die Juni-Daten, deuten darauf hin, dass die verbesserte wirtschaftliche Entwicklung, von der der Arbeitsmarkt abhängt, noch kein Selbstläufer ist." Auch könnten nach der Bundestagswahl nachfolgende Koalitionsverhandlungen einen längeren politischen Stillstand bedeuten. Schubert verweist außerdem auf weitere Pläne zur Werberegulierung. "Dennoch bleiben wir optimistisch und halten weiter an unserer Mai-Prognose von 5-10 Prozent Wachstum für den Werbemarkt in 2021 fest und hoffen in der Folge auf weiterhin positive Arbeitsmarktzahlen", so der ZAW-Präsident.

Auch die Markt- und Sozialforschungsbranche litt stark unter der Corona-Pandemie. Von den Auswirkungen erzählt Bettina Klumpe, Geschäftsführerin des ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute: "Im April 2020 berichteten 84 Prozent der ADM-Mitglieder, dass der Umsatz im zweiten Quartal um durchschnittlich 41 Prozent eingebrochen war. 19 Prozent glaubten, dass ihre Bargeldreserven nicht länger als acht Wochen reichen würden, während weitere 11 Prozent davon ausgingen, noch bis zu drei Monate über die Runden zu kommen. Im Klartext: Im April 2020 befürchtete die Branche eine Insolvenzwelle." Inzwischen blicke die Branche jedoch wieder zuversichtlicher in die Zukunft, was sich auch in steigenden Stellenausschreibungen widerspiegele.

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