Purpose

GenZ sucht nach sinnstiftender, eigenverantwortlicher und flexibler Arbeit

10.03.2023 - Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten können sich vorstellen, in Zukunft freiberuflich zu arbeiten, über die Hälfte (53 Prozent) von ihnen sogar in Vollzeit.

von Dominik Grollmann

Mit der Generation Z betreten momentan junge Menschen den Arbeitsmarkt, die ganz andere Werte und Erwartungen haben als ihre Vorgänger. Personaler beschäftigen sich bereits seit geraumer Zeit damit, wie sie BewerberInnen dieser Generation am besten ansprechen, sie als MitarbeiterInnen motivieren und langfristig halten können.

Wie die GenZ tickt, ihre generelle Einstellung zur Arbeitswelt, welche Ansprüche sie konkret an ihren Arbeitsplatz stellen und was sie motiviert, hat der Freelancer-Marktplatz Fiverr   zusammen mit dem unabhängigen Marktforschungsunternehmen Censuswide   unter die Lupe genommen. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • 40 Prozent betrachten eine erfüllende Tätigkeit als wichtigen Start für die Karriere
  • 34 Prozent engagieren sich sehr im Job, wenn dieser sie erfüllt - aber nur 13 Prozent würden für den Job über die eigenen Grenzen gehen
  • 75 Prozent der Befragten können sich vorstellen, in Zukunft freiberuflich zu arbeiten
  • 39 Prozent nennen finanzielle Stabilität als relevanten Faktor
  • 35 Prozent ist die Flexibilität im Job besonders wichtig

Erfüllung im Job ist das A&O

Ein möglicher Abschluss und das Arbeitsverhältnis (angestellt/freiberuflich) spielen für die Befragten eine untergeordnete Rolle, wobei ein Uni-Abschluss für Männer wichtiger ist als für Frauen. 40 Prozent der Befragten betrachten eine erfüllende Tätigkeit als wichtigen Start für eine erfolgreiche Karriere. Dabei engagiert sich über ein Drittel (34 Prozent) sehr im Job, wenn dieser sie erfüllt - diese Einstellung teilen auch die international Befragten. In Deutschland arbeitet die GenZ, um zu leben - und nicht umgekehrt. So gaben lediglich 13 Prozent der Befragten an, für den Job über die eigenen Grenzen hinauszugehen. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich hinter Frankreich (19 Prozent), den Niederlanden (18 Prozent) und Großbritannien (16 Prozent).

Von Bequemlichkeit kann bei der GenZ laut der Umfrage jedoch keine Rede sein. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der 16-/17-Jährigen arbeitet bereits und verdient sich so etwas dazu. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich weit vorne und wird nur von den Niederlanden (65 Prozent) getoppt. Vor dem Karrierestart erstmal reisen - das möchte ein Drittel (33 Prozent) der 16-/17-Jährigen.

Flexibel, unabhängig und freundlich

Die Parameter einer erfolgreichen Karriere sowie die Ambitionen der jungen Generation sind von Selbstbestimmung geprägt. In einem renommierten Unternehmen oder Konzern zu arbeiten, galt lange Zeit als Beleg für eine steile berufliche Laufbahn. Laut Umfrage ist die Bekanntheit des Arbeitgebers heute jedoch nur noch für ein Achtel (12 Prozent) der Befragten wichtig.

Relevante Faktoren für die GenZ:
  • Finanzielle Stabilität (39 Prozent)
  • Flexibilität im Job (35 Prozent) - Frauen (42 Prozent) und Männer (27 Prozent)
  • Eigenverantwortliche Handlungsfreiheit (30 Prozent)
  • Positive und freundliche Arbeitskultur (29 Prozent)
  • Ortsunabhängiges Arbeiten (26 Prozent)

Knapp ein Viertel (23 Prozent) kann sich vorstellen, als UnternehmerIn selbständig zu sein. Daneben ist auch das Freelancing für diese Generation attraktiv. Drei Viertel (75 Prozent) der Befragten können sich in Zukunft eine Tätigkeit als FreelancerIn vorstellen. Die Gründe, warum Freiberuflichkeit ein attraktives Modell ist, sind vielfältig. Es geht der GenZ dabei nicht nur darum, mehr Geld zu verdienen (34 Prozent), sondern auch darum, dass das Modell gut zum eigenen Lifestyle passt (31 Prozent) und neue Expertisen gewonnen werden kann (30 Prozent). Die Bereiche, in denen sie ihre Services anbieten möchten, sind vielfältig und reichen von Datenanalyse und Programmierung über Grafikdesign und Übersetzungen bis hin zu Digitalem Marketing und Social Media Content Kreation.

Über die Hälfte der Befragten (53 Prozent) kann sich eine freiberufliche Tätigkeit sogar in Vollzeit vorstellen. Männer liegen hier mit 57 Prozent vor den Frauen (48 Prozent). Hier ist Deutschland zusammen mit den Niederlanden (53 Prozent) internationaler Spitzenreiter. Die Vorteile von Freelancing in der aktuellen wirtschaftlichen Lage und angesichts der steigenden Inflation liegen für die GenZ auf der Hand:
  • Flexible Anpassung der Stundensätze (32 Prozent)
  • Zusätzliche Einkommensquelle (31 Prozent)
  • Gute Alternative bei Jobverlust (27 Prozent)

"Als jüngste Generation, die ins Berufsleben eintritt, setzt die GenZ Trends, die die Arbeitswelt verändern. Inmitten eines wirtschaftlichen Abschwungs und eines sich schnell verändernden Arbeitsmarktes bevorzugt die GenZ weiterhin Flexibilität und sinnstiftendes Arbeiten. Das macht freiberufliche Karrieren zu einer immer attraktiven Option", erklärt Gali Arnon , CMO von Fiverr. "Für die Freelancer:innen der GenZ ist die Autonomie, die die Freiberuflichkeit bietet, ein großer Anreiz. Diese Generation möchte ihren Leidenschaften nachgehen, ihre Fähigkeiten verbessern und mehr Selbstbestimmung über ihr Einkommen und ihre berufliche Laufbahn haben."

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