E-Commerce

Neun von zehn Deutschen kaufen online

20.08.2018 - Laut einer neuen Studie kaufen inzwischen fast alle Deutschen online ein. Über neun von zehn (92 Prozent) der deutschen Internetnutzer haben in den vergangenen 12 Monaten einen Online-Kauf getätigt. Doch es sind nicht nur die jüngeren Generationen, denen es der Einkauf im Internet angetan hat: 89 Prozent der über 65-jährigen Internetnutzer haben im vergangenen Jahr online eingekauft.

von Susanne C. Steiger

Fast zwei Drittel der deutschen Verbraucher (64 Prozent) haben im vergangenen Jahr Kleidung, Schuhe oder Accessoires online gekauft - was damit mit Abstand die beliebteste Produktkategorie für Online-Shopping ist. In der Tat ist es fast doppelt so groß wie Unterhaltung (Bücher, CDs, DVDs und Videospiele) (36 Prozent) und persönliche Elektronikgeräte (33 Prozent), die nächstgrößeren Kategorien. Die ist das Ergebnis einer Studie des Marketing Intelligence-Anbieters Mintel.

Obwohl die Idee, Lebensmittel übers Internet zu bestellen immer wieder für Schlagzeilen sorgt, kaufen nur 22 Prozent der deutschen Verbraucher Lebensmittel und Getränke online. Trotz eines weiterhin geringen Anteils am Online-Umsatz (1,9 Prozent) stieg der Umsatz des Online-Lebensmittelhandels von 0,9 Milliarden Euro im Jahr 2016 deutlich um 21,2 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro im Jahr 2017.

Kostenlose Rücksendungen scheinen für deutsche Online-Shopper von großer Bedeutung zu sein, da mehr als die Hälfte (52 Prozent) dies als "extrem wichtig" einstufen, mehr als jedes andere Merkmal. Während alle Deutschen gratis Retouren schätzen, gibt es bei anderen Faktoren größere Generationsunterschiede. Jüngeren Onlinekäufern ist zum Beispiel Geschwindigkeit deutlich wichtiger, da Expressversand von 20 Prozent der 16- bis 24-Jährigen als "extrem wichtig" bezeichnet wird, deutlich mehr als durchschnittlich 11 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Jüngere Verbraucher schätzen ebenso eine große Zahl an Abholstellen mehr als ältere Generationen. Fast ein Viertel (23 Prozent) der 16- bis 24-Jährigen stuft dies als äußerst wichtig ein, verglichen mit nur 15 Prozent der Gesamtbevölkerung und nur 11 Prozent der über 65-Jährigen. Eine leicht zu navigierende mobile Website ist für junge Verbraucher noch wichtiger: Fast die Hälfte der 16- bis 24-Jährigen (49 Prozent) hält dies für äußerst wichtig, verglichen mit weniger als einem Drittel (30 Prozent) der Verbraucher insgesamt.

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Vorträge zum Thema:

  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
    (EHI Retail Institute)

    Wenn der Agent mitentscheidet - Warum Vertrauen zum Erfolgsfaktor im Agentic Commerce wird

    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 21.10.26, 09:00 Uhr

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