"Es ändert sich eigentlich für die Mitglieder nichts"

24.08.2001 - Raimund Petersen von der Deutschen Post zur Auflösung des Business Clubs

vh ONEtoONE hat in der vergangenen Ausgabe exklusiv über die Auflösung des 1998 gegründeten Business Clubs der Deutschen Post berichtet. Club-Spezialist Raimund Petersen ist bei der Post mit dem Projekt "1305" betraut - hinter diesem Zahlenkürzel verbirgt sich nichts anderes als die Abwicklung des Clubs. ONEtoONE hat mit Raimund Petersen über die Gründe dieser Auflösung und die weitere Betreuung der Ex-Club-Mitglieder gesprochen.

ONEtoONE: Warum hat die Deutsche Post den Business Club aufgelöst?
Raimund Petersen: Fakt ist, dass wir die zentrale Organisation des Business Clubs auflösen, um ihn regional stärker leben zu lassen. Das heißt, dass nun das aufwändige Mitgliedsprocedere von der Erhebung der Mitgliedsgebühren bis hin zur Verwaltung des Punktesystems wegfällt. Dadurch wird die Organisation viel einfacher und viel regionaler.
OtO: Die ehemaligen Club-Mitglieder werden also weiterhin betreut?
Petersen: Ja! Wir brauchen nicht mehr den zentralen Overhead mit einer Verwaltung, sondern wir betreuen unsere Kunden jetzt ganz direkt in den Geschäftsbereichen. Damit sind wir schneller, aktueller und noch näher am Kunden. Und das ist das eigentliche Ziel. Wir lösen den Club also auf, um noch näher am Kunden zu sein, sodass das Netzwerk, das entstanden ist, noch besser gepflegt werden kann.
OtO: Mussten Sie den Club dafür denn gleich auflösen?
Petersen: Das war der einfachste Weg, die Kundenbetreuung konsequent zu regionalisieren. Sonst hätte man fünf kleinere Clubs gründen müssen - das hat aber keinen Sinn, weil dann wieder der Verwaltungsaufwand anfällt. Das, was nun wegfällt, sind die Gebühren, das Leistung-Gegenleistung-Prinzip und die zentrale Organisation. Das Geld für die Mitgliedsverwaltung kann man besser investieren - in den Kunden.
OtO: In den vergangenen vier Wochen haben die Mitglieder Abschiedsbriefe und ein Give-away erhalten. Dieses Give-away fiel vom Wert her höchst unterschiedlich aus. Warum?
Petersen: Die Abschiedsgeschenke richten sich nach den angesammelten Clubpunkten. Auch der komplette Jahresbeitrag wird zurzeit erstattet, denn wir wollen eine korrekte Auflösung.
OtO: Der Business Club hatte circa 2.500 Mitglieder, darunter rund 500 Post-Mitarbeiter und viele Dienstleister. Wird die Post nun nur noch die Prämienkunden betreuen und die anderen fallen hinten runter?
Petersen: Nein, die Zielgruppe wird nicht kleiner, sondern eher größer. Es ändert sich eigentlich nicht so viel. Die Aktivitäten wie etwa der Porsche Carrera Cup oder Seminare und Vortragsreihen laufen weiter, nur eben auf die Regionen bezogen, sodass die Kunden nicht mehr so weit reisen müssen. Das Angebot ist nach wie vor ein Mix aus Know-How und Entertainment.
OtO: Also werden die ehemaligen Clubmitglieder jetzt genauso behandelt wie die Kunden der Direktmarketing-Center?
Petersen: Sie machen es sich so schwierig. Es ändert sich nichts. Die DM-Center-Kunden werden weiterhin über die DM-Center betreut. Und die ehemaligen Business-Club-Mitglieder werden praktisch ohne das Club-Logo genauso weiter informiert. Es ändert sich eigentlich für die Mitglieder nichts - außer, dass es preiswerter wird.
OtO: Für wen?
Petersen: Na, für die Mitglieder natürlich. Für uns bleibt es genauso teuer, weil wir ja genauso viele Veranstaltungen machen. Da wird genauso viel Geld investiert.
OtO: Wie sieht es denn künftig mit den Leistungen aus?
Petersen: Entsprechend werden wir auch das Leistungsangebot für unsere Kunden den regionalen Bedürfnissen und Wünschen anpassen. Denn die Tatsache, dass wir eine gute Beziehung zu unseren Kunden brauchen, bleibt. Das Netzwerk untereinander und zu uns als Deutsche Post soll dadurch weiter intensiviert werden.

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