Endlich: Transparenz bei 0190-Rufnummern

20.06.2000 - Gute Zeiten für alle, die das Telefon als Marketing-Tool einsetzen.

Waren bei den bisherigen 0190-Mehrwertdiensten nur festgeschriebene Tarife von 0,81 Mark (T1), 1,21 Mark (T2), 2,42 Mark (T3) oder 3,63 Mark (T4) pro Minute einsetzbar, können neuerdings frei tarifierbare 0190-0-Rufnummern eingesetzt werden.

Die neuen 0190-0-Nummern sind die Vorläufer der künftigen 0900er-Rufnummern, die voraussichtlich Ende des Jahres eingeführt werden. Die Unternehmen wählen dabei zwischen einem Minutentarif, einem Blocktarif oder einem Mix aus beiden. Damit können Telefonservices zu einem vorher klar kommunizierten festen Betrag angeboten werden. Dieser Betrag ist maximal bis zu 4,99 Mark vom Service-Anbieter frei wählbar. Teurere Dienste müssen vom Anrufer durch Eingabe einer Tastenkombination über die Telefontastatur bestätigt werden. Ein Betrag von 50 Mark sollte jedoch nicht überschritten werden.
Der Verbraucher weiß nun endlich vor der Anwahl einer entsprechenden Rufnummer, was ihn der Telefonservice wirklich kostet. Preisangaben lauten nun nicht mehr "1,21 Mark pro Minute", sondern zum Beispiel "0,99 Mark pro Anruf". Der Rechnungsbetrag wird nicht mehr vom Girokonto oder der Kreditkarte, sondern mit der Telefonrechnung abgebucht. Das Bezahlen von geringen Geldbeträgen über die Telefonrechnung wird zu einer einfachen und sicheren Angelegenheit.

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