Werbe-Spendings: Online überholt Radio

04.12.2006 - Die weltweiten Ausgaben für Online-Werbung werden im nächsten Jahr um 28,2 Prozent steigen.

Das prognostiziert die Media-Agenturgruppe Zenith Optimedia in ihrer Publikation "Advertising Expenditure Forecasts". Demnach wird sich der Anteil der Online-Spendings an den gesamten Werbeausgaben bis 2009 von derzeit 5,8 Prozent auf 8,6 Prozent erhöhen. Damit überholt die Online-Werbung nach der Kino- und der Außenwerbung auch die Hörfunkwerbung, die 2009 voraussichtlich einen Anteil von 8 Prozent erreicht. Für Deutschland erwartet Zenith im nächsten Jahr ein Wachstum der Online-Netto-Werbeinvestitionen von 23 Prozent nach 29,8 Prozent in diesem Jahr. Bis 2009 werden die jährlichen Wachstumsraten bei über 20 Prozent liegen. Die übrigen Medien werden dagegen nur um durchschnittlich 3,9 Prozent zulegen.

"Um das Internet kommt heutzutage niemand mehr herum", sagt Michael Bohn, CEO von Zenith Optimedia. Auch große Markenartikler merkten immer öfter, dass die Online-Komponente ihrer Kampagnen nicht mehr wegzudenken ist."

Unterdessen hat European Interactive Advertising Bureau (EIAA) ermittelt, dass 88 Prozent der Marketingentscheider in Deutschland mehr als fünf Prozent ihres Media-Budgets für Online-Werbung ausgeben. Damit liegt Deutschland weit über dem europäischen Durchschnittswert von 42 Prozent. Das größte Wachstum erwartet das EIAA europaweit in den Segmenten Fast Moving Consumer Goods (FMCG) und Unterhaltung. Im FMCG-Bereich werde sich der Anteil der Online-Werbung am gesamten Media-Etat bis 2008 auf 10 Prozent erhöhen. 2005 lag der Wert noch bei 5,6 Prozent. Bei der Unterhaltungsindustrie geht das EIAA davon aus, dass der Prozentsatz von 6,5 auf 11,2 Prozent steigt.

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