Minus 6,6 Prozent

30.04.2007 - Karstadt Quelle: Versandhandel rutscht ab

Die Versandhandelssparte des Karstadt-Quelle-Konzerns kommt nicht aus den roten Zahlen. Die beiden großen Versandmarken Quelle und Neckermann.de sowie die 17 Spezialversender haben 2006 einen Umsatz von 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, 6,6 Prozent weniger als 2005. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei minus 32 Millionen Euro (2005: 4 Millionen Euro). Besonders schlecht muss es im Universalversand laufen, da der Konzern dem Spezialversand immerhin eine "stabile Entwicklung" beschei nigt. Detaillierte Angaben machte das Unternehmen allerdings nicht.

Um in der Versandhandelssparte wieder schwarze Zahlen schreiben zu können, sollen Neckermann.de an die Börse gebracht sowie die Service-Group und fünf Spezialversender verkauft werden.

Zukunftschancen sieht Konzernchef Dr. Thomas Middelhoff - wie andere Versender auch - im E-Commerce. "Wir haben ein Nachfragevolumen von drei Milliarden Euro und sind mit Quelle.de bereits der drittgrößte E-Commerce-Anbieter in Deutschland - vor Otto und vor Tchibo", sagt Middelhoff. Zudem will Karstadt Quelle in Russland und Frank reich investieren.

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