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Deutsche Post DHL stellt Produktion von StreetScootern ein

Erst im Oktober hatte StreetScooter neue Versionen der Modelle Work und Work L vorgestellt. Auch Amazon erwarb Transporter für den Vertrieb in München. (Bild: StreetScooter / Deutsche Post DHL)
Erst im Oktober hatte StreetScooter neue Versionen der Modelle Work und Work L vorgestellt. Auch Amazon erwarb Transporter für den Vertrieb in München.

02.03.2020 - Ende eines Prestige-Projekts: Die Deutsche Post DHL will weiter in Elektromobilität investieren, aber nicht mehr in das Geschäft mit seinen elektrisch betriebenen Transportern StreetScooter. Und: Die Corona-Krise hat das Logistikunternehmen bereits Millionen gekostet.

von Frauke Schobelt

Die Deutsche Post DHL Group   will nicht weiter in das Geschäft mit seiner Tochter StreetScooter investieren und stellt auch die Suche nach Partnern für das Prestige-Projekt ein. Die Produktion der elektrisch betriebenen Transporter soll noch 2020 eingestellt werden, stattdessen wolle sich der Konzern nur noch auf den Betrieb seiner aktuellen Bestandsflotte konzentrieren. "Dank StreetScooter haben wir eine der größten elektrisch betriebenen Lieferflotten der Welt und bedeutende Impulse in Sachen Elektromobilität gesetzt. Wir haben immer gesagt, dass wir kein Autohersteller sein wollen. Eine weitere Skalierung ohne den richtigen Partner entspricht nicht unserer langfristigen strategischen Zielsetzung", erklärte CEO Frank Appel bei einer Pressekonferenz am Freitag. Die Umstellung der Flotte auf E-Mobilität solle jedoch weiter vorangetrieben werden.

Hintergrund der Entscheidung seien die "aktuellen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten", zu denen der Konzern auch die möglichen Auswirkungen des Corona-Virus zählt. Das angepeilte Ergebnis für 2020 in Höhe von mehr als 5 Milliarden Euro stellt die Deutsche Post DHL Group daher unter Vorbehalt. Zu schwer abzuschätzen sei es, wie sich die Krise wirtschaftlich auswirkt. In den vergangenen Wochen habe sich der Güter- und Warenverkehr von und nach China sowie andere Länder Asiens bereits abgeschwächt. Auch mit Produktionseinschränkungen außerhalb Chinas sei in wachsendem Maße zu rechnen.

Das Geschäft des Unternehmensbereichs Post & Paket in Deutschland sowie das der Unternehmensbereiche DHL Supply Chain und DHL eCommerce Solutions sei von der Corona-Krise nur "marginal betroffen". Deutlichere Effekte spüren dagegen die Bereiche DHL Global Forwarding und DHL Express im grenzüberschreitenden Güterverkehr. Konzernweit liege das Ergebnis im Monat Februar aufgrund der Corona-Krise etwa 60 bis 70 Millionen Euro unter Plan.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 ist der Konzern weiter gewachsen. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,9 Prozent auf 63,3 Milliarden Euro. Das Konzern-Ergebnis (EBIT) beträgt 4,13 Milliarden Euro. Der Unternehmensbereich Post & Paket Deutschland hat zu diesem Ergebnis 1,23 Milliarden Euro beigetragen.

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