Social Media

TikTok-Fans in Deutschland haben weniger Probleme mit Werbung

24.03.2023 - Eine Auswertung von Statista zeigt, dass die deutschen NutzerInnen der Kurzvideoplattform weniger Bedenken als die Allgemeinheit haben, wenn es um die Nutzung ihrer Daten für Werbezwecke geht.

von Frauke Schobelt

In den USA ist die beliebte TikTok   -App höchst umstritten, wegen Datenschutzbedenken und den engen Verbindungen des Mutterkonzerns Bytedance nach China. Auch in Europa wird die am stärksten wachsende Social-Media-Plattformen kritisch beäugt, Bundesinnenministerin Nancy Faeser warnte jüngst vor einem potenziellen Datenabfluss an den chinesischen Staat. Schon länger wird in den USA deshalb über ein Verbot debattiert. Vor dem US-Kongress musste sich am Donnerstag TikTok-Chef Shou Zi Chew kritischen Fragen stellen   . Dabei sicherte er unter anderem absolute Datensicherheit zu.

Daten im Austausch für Gratis-Dienste

Wie Daten aus den Statista Consumer Insights   zeigen, haben deutsche NutzerInnen der Kurzvideoplattform weniger Bedenken als die Allgemeinheit, wenn es um die Nutzung ihrer Daten geht. Demnach dulden 43 Prozent der TikTok-UserInnen Werbung im Internet, wenn sie dafür gratis auf bestimmte Dienste zugreifen können, vier Prozent mehr als die Gesamtheit. Die Unterscheidung zwischen Werbung und redaktionellen sowie anderen organischen Inhalten fällt knapp 11 Prozent der TikTok-NutzerInnen schwer.

Sorgloser sind TikTok-NutzerInnen auch, wenn es um die Verwendung ihrer Daten für Werbezwecke geht. Während 19 Prozent der Gesamtheit der relevanten Befragten keine Probleme mit einer entsprechenden Datenauswertung haben, sind es unter den TikTok-Nutzenden knapp ein Viertel (24 Prozent).

Laut Auswertungen von DataReportal   hatte TikTok zu Ende 2022 in Deutschland rund 21 Millionen NutzerInnen, die älter als 18 Jahre alt waren. Die Plattform ist allerdings ab einem Alter von 13 Jahren nutzbar, die tatsächliche Zahl der NutzerInnen dürfte daher deutlich höher sein.

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