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B2B-Marketer klagen: KI bringt uns gegenwärtig nichts

15.01.2026 - GEO wird die Produktion von Unternehmensinhalten prägen und auch im Verkauf wie im Marketing wird es ohne KI schon bald nicht mehr gehen, prognostizieren viele B2B-Marketer. Gegenwärtige KI-Erfahrungen bewerten die meisten dagegen als enttäuschend.

von Christian Gehl

Künstliche Intelligenz prägt alle zentralen Zukunftstrends im B2B-Marketing des deutschen Mittelstands. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle bvik   -Studie, für die 282 Marketer aus der verbandseigenen Community zu zehn Thesen befragt wurden. Erstellt wurden sie vom bvik zusammen mit 32 CMOs aus der Industrie und CEOs aus Agenturen.

Unzufrieden zeigen sich die meisten befragten Marketer damit, was KI ihnen bisher gebracht hat - jedenfalls weder geringere Kosten noch optimierte Prozesse, sagen zwei Drittel der Teilnehmenden im "Trendbarometer Industriekommunikation 2026"   .

Für die nahe Zukunft geht die weit überwiegende Mehrzahl der B2B-Marketer davon aus, dass Generative Engine Optimization (GEO) unabdingbar für die Sichtbarkeit ihrer Website-Inhalte wird, ebenso KI-gestützter Content für personalisierte Verkaufsangebote. Auch Leadgenerierung steht ganz oben auf der Agenda. So setzen viele Unternehmen auf validierte B2B-Firmenadressen von MailCom   , um ihre Zielgruppe direkt zu erreichen."

Die zehn Thesen und die zentralen Ergebnisse der Umfrage im Einzelnen:

  1. "Generative Engine Optimization (GEO) wird in den nächsten zwei Jahren für die Content-Erstellung und Webseitenoptimierung unseres Unternehmens ein Must-Have, da NutzerInnen ihre Recherchen zunehmend über KI-Assistenten durchführen."
    Zustimmungsrate: 86 Prozent

  2. "KI-gestützter personalisierter Content wird in den nächsten zwei Jahren zum wesentlichen Erfolgsfaktor bei der Entwicklung von Verkaufsoptionen (z. B. Neukundengewinnung, Upselling, Crossselling)."
    Zustimmungsrate: 75 Prozent

  3. "Im Rahmen hybrider Teams werden 'künstliche Mitarbeiter' (KI-Assistenten) das B2B-Marketing in den nächsten zwei Jahren standardmäßig als zusätzliche Ressource unterstützen."
    Zustimmungsrate: 69 Prozent

  4. "In unserem Unternehmen wird die Entwicklung der Marke im digitalen Raum (z.B. soziale Netzwerke, Plattformen, KI-Applikationen) strategisch vorangetrieben, um ihre Stringenz und Klarheit zu sichern."
    Zustimmungsrate: 67 Prozent

  5. "Social-MediaPlattformen werden in Zukunft trotz der Vielzahl an KI-generierten Inhalten, Fake-News, zunehmender Werbung, etc. weiterhin an Relevanz für das B2B-Marketing gewinnen."
    Zustimmungsrate: 66 Prozent

  6. "Die wichtigste Zukunftskompetenz im B2B-Marketing ist es, mithilfe von KI die Kundenbedürfnisse ganzheitlich zu erkennen und zu bedienen - im Sinne eines echten Business-to-Human-Ansatzes (B2H)."
    Zustimmungsrate: 64 Prozent

  7. "In unserem Unternehmen ist das Marketing ein zentraler Treiber für die Digitalisierung der Vertriebsprozesse, insbesondere in Bezug auf Leadgenerierung und Erschließung von Marktchancen."
    Zustimmungsrate: 53 Prozent

  8. "Die Nutzung von KI-Unterstützung bei Messen (Events) wird in zwei Jahren zum entscheidenden Erfolgsfaktor (Matchmaking, Besucher-Analyse, Leadsteuerung, Optimierung des Kundenerlebnisses)."
    Zustimmungsrate: 49 Prozent

  9. "In unserem Unternehmen werden die Marketing-Maßnahmen auf Basis klar definierter Performance-Daten / Erfolgskennzahlen zielgerichtet gesteuert."
    Zustimmungsrate: 38 Prozent

  10. "Der Einsatz von KI führt in unserem Unternehmen bereits zu signifikanten Kosteneinsparungen und Prozessoptimierungen."
    Zustimmungsrate: 34 Prozent
Ramona Kaden , Geschäftsführerin des bvik, resümiert: "Künstliche Intelligenz ist für uns längst kein Nice-to-have mehr, sondern ein entscheidender Hebel, um Wertschöpfung zu erhöhen. Jeder Effizienzgewinn, den KI heute liefert, fließt unmittelbar in neue Aufgaben, bessere Inhalte und ein höheres Qualitätsniveau zurück. Von echten Kosteneinsparungen sind viele Unternehmen noch entfernt. Aber ohne KI wäre das notwendige Pensum schlicht nicht mehr zu schaffen. Sie ist damit weniger ein Sparinstrument als vielmehr die Voraussetzung dafür, dass moderne B2B-Marketingarbeit überhaupt möglich bleibt."

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