23.10.2025 - Im Online-Handel haben B2B-Kunden heute genauso hohe Erwartungen wie B2C-Kunden. Geschwindigkeit, Personalisierung und vollständige Datenintegration sind längst kein Luxus mehr, sondern Standard. Viele Unternehmen tun sich allerdings schwer damit, diese Anforderungen zu erfüllen und die notwendigen organisatorischen und technologischen Maßnahmen umzusetzen.
von Susan Rönisch
Je mehr ein Unternehmen wächst, desto älter und komplexer werden seine IT-Systeme. Die Daten der Studie zeigen deutliche Zusammenhänge zwischen Unternehmensgröße, Alter der genutzten Kernplattformen und der Wahrscheinlichkeit, dass separate ERP-Systeme eingesetzt werden. Das führt zu einer Art "technologischer Altlast" - einem komplexen, veralteten Technologie-Stack.
Diese technologische Altlast wirkt wie eine stille Steuer auf jede neue Maßnahme. So wird ein einfaches Anliegen des Sales-Teams - etwa ein neues Preismodell - schnell zu einem sechsmonatigen IT-Projekt. Auf diese Weise stirbt Innovation: nicht durch einen einzigen großen Fehlschlag, sondern durch tausend kleine Verzögerungen. Langsame Produkteinführungen, schlechte Datenauswertung, sperrige Benutzeroberflächen, fehlende intelligente Suchfunktionen und schwierige System-Integrationen betreffen Unternehmen jeder Größe und in allen Branchen.
Mit veralteten Systemen zu arbeiten, ist nicht nur frustrierend, sondern auch teuer. Die produzierende Industrie ist davon am stärksten betroffen - einzelne Unternehmen schätzen ihre Umsatzeinbußen aufgrund von Systemausfällen auf bis zu eine Million Euro pro Jahr. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie von Cloudflight
, die unter 150 europäischen Entscheiderinnen und Entscheidern im B2B-ECommerce die zentralen Bremsfaktoren der digitalen Transformation untersucht hat.
B2B-Marketingchefs geben weniger Geld für externe Dienstleister aus.
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