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Mobiles Arbeiten: Jeder Zweite würde dafür den Job wechseln

29.11.2021 - Für Arbeitnehmer hat das Thema "Mobiles Arbeiten" im Rekord-Tempo an Bedeutung gewonnen. Die IT-Abteilungen in Unternehmen geraten dadurch unter Druck.

von Dominik Grollmann

Einer aktuellen bevölkerungsrepräsentativen Studie (n=1.020) zufolge, macht sich über ein Viertel der Befragten wenig bis gar keine Gedanken um die IT-Sicherheit beim mobilen Arbeiten. Die Erhebung wurde vom IT-Sicherheits-Spezialisten Provectus Technologies   in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Splendid Research   durchgeführt. Dabei wird das Sicherheits-Bewusstsein auf Arbeitnehmerseite immer wichtiger. Denn ArbeitnehmerInnen sind häufig der erste Angriffspunkt für Cyberkriminelle - vor allem seitdem immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten und dort weniger sichere Verbindungen nutzen.

Aus dem Lagebericht 2021 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik   (BSI) geht hervor, dass in diesem Jahr 22 Prozent mehr Schadprogrammvarianten entwickelt wurden als noch 2020. Die Anforderung an Unternehmen liegt also auf der Hand: Auch aus der Ferne müssen optimale und sichere Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Dass sich über 25 Prozent der Befragten beim mobilen Arbeiten wenig bis gar keine Gedanken um die IT-Sicherheit machen, zeigt, dass ArbeitnehmerInnen für dieses Thema noch deutlich mehr sensibilisiert werden sollten.



Die entsprechenden Technologien der Unternehmen müssen sich sowohl an den üblichen Prozessen sowie den IT-Kenntnissen der AnwenderInnen orientieren. Ziel muss sein, technologisch absolute Sicherheit zu gewährleisten, ohne die ArbeitnehmerInnen in ihrer Produktivität einzuschränken.

ArbeitnehmerInnen fordern größeren digitalen Fortschritt und flexible Arbeitskonzepte

Über die Hälfte der StudienteilnehmerInnen wünscht sich von ihrem Unternehmen mehr Fortschritt hinsichtlich Digitaler Transformation. Um diese Einschätzung genauer zu untersuchen, hat Provectus aus den Studienergebnissen Indizes gebildet: Auf der Skala von 1 bis 7 konnten thematisch ein Kollaborations-Index, ein IT-Sicherheits-Index und ein Bedarfs-Index gebildet werden. Letzterer gibt beispielsweise Auskunft darüber, wie wichtig orts- und zeitunabhängiges Arbeiten ist. Er ist mit 5,35 sehr hoch, was die Relevanz dieser Thematik widerspiegelt. Die Entwicklung der Indizes kann über kommende Befragungen nachvollzogen und verglichen werden. Gleichzeitig können Unternehmen sich an den Indizes messen und eigene Konsequenzen daraus ziehen.



Über die Hälfte würde den Job für Aussicht auf mobiles Arbeiten wechseln

Ausbleibender digitaler Fortschritt kann sich auch auf das Recruiting auswirken. 65 Prozent der Studienteilnehmer*innen geben an, dass ihnen die Möglichkeit von Homeoffice bzw. mobilen Arbeitskonzepten bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber wichtig bis sehr wichtig ist. Mehr als die Hälfte würde sogar den Arbeitgeber wechseln, wenn dieser zukünftig keine flexiblen Arbeitsmodelle anbietet. Vor allem für die erfahrenen und leistungsstärksten Mitarbeitenden, die bereits viel Know-how mitbringen und gleichzeitig noch einige Berufsjahre vor sich haben, wird flexibles Arbeiten immer attraktiver. In der Altersgruppe ab 30 Jahren liegt der Anteil derer, denen es wichtig bis sehr wichtig ist, orts- und zeitunabhängig zu arbeiten, bei knapp 80 Prozent. Wer diese halten oder gar für sich gewinnen möchte, hat ohne entsprechende Konzepte geringe Erfolgsaussichten.

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