Mobile Wirtschaft

Smartphone-Wirtschaft: Deutscher Mobilmarkt ist über 30 Milliarden Euro schwer

23.02.2018 - Rund um das Smartphone hat sich ein Multi-Milliarden-Markt entwickelt. 2018 summiert sich das Geschäft mit Endgeräten, Daten- und Sprachdiensten, Anwendungen und Infrastruktur in Deutschland auf 33,3 Milliarden Euro.

von Joachim Graf

Knapp 60 Prozent der Umsätze (19,7 Milliarden Euro) entfallen demnach auf Daten- und Sprachdienste. Mit Smartphone-Endgeräten werden 10,1 Milliarden Euro umgesetzt. In die Netzinfrastruktur für mobiles Internet fließen zwei Milliarden Euro, der App-Markt beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro. Während der Smartphone-Absatz 2018 voraussichtlich konstant bei 23,6 Milliarden Geräten liegen wird, steigt der Umsatz um 1,9 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro. Hintergrund ist eine steigende Bereitschaft der Verbraucher, besonders leistungsfähige und damit höherpreisige Geräte anzuschaffen. In diesem Jahr wurden für ein Smartphone im Durchschnitt 426 Euro ausgegeben, 2017 waren es 419 und vor zwei Jahren noch 386 Euro.

Acht von zehn Menschen ab 14 Jahren in Deutschland (81 Prozent) nutzen ein Smartphone. Das entspricht 57 Millionen Nutzern. Wachstumspotenzial gibt es vor allem noch in der Gruppe der Senioren. Vier von zehn Menschen im Alter ab 65 Jahren (41 Prozent) nutzen ein Smartphone. Vor einem Jahr waren es 39 Prozent, vor zwei Jahren 28 Prozent.
Für die überwiegende Mehrheit sind Smartphones aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken, wie eine aktuelle repräsentative Befragung ergab. Neun von zehn Nutzern (88 Prozent) sehen in den mobilen Geräten eine große Erleichterung im Alltag. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) fühlt sich durch Smartphones anderen Menschen näher. Allerdings sind auch sieben von zehn Nutzern (69 Prozent) der Meinung, dass die zunehmende Smartphone-Nutzung dazu führt, dass die Menschen immer weniger miteinander reden.

In der zunehmend vernetzten Welt kommt dem Smartphone eine zentrale Rolle zu. Immer mehr Nutzer verbinden es mit anderen Geräten. Vier von zehn haben ihr Smartphone schon einmal mit dem Auto (38 Prozent; plus zwei Prozentpunkte im Vergleich zu 2017) und jeder Siebte mit dem Smart-TV (17 Prozent, plus sieben Punkte) verbunden. Auch bei Audio-Geräten (16 Prozent, plus einen Punkt), Fitnessarmband (15 Prozent, plus drei Punkte), Spielekonsole (14 Prozent, plus vier Punkte) und Haushaltsgeräten (12 Prozent, plus vier Punkte) geht der Trend klar nach oben.

Im Markt für mobile Daten gibt es auch in Zukunft großes Wachstumspotenzial. Für 2018 prognostiziert Bitkom, dass der Datenverkehr in Deutschland auf 2.100 Millionen Gigabyte ansteigt. 2017 legte das Volumen um 61 Prozent von 913 auf 1.470 Millionen Gigabyte zu. Viele mobile Internetnutzer haben Bedarf an mehr Datenvolumen. Vier von zehn (43 Prozent) sagen, dass ihr monatliches Inklusivvolumen nicht ausreiche. Das ergeben aktuelle Berechnungen des Digitalverbands Bitkom   .

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