Marken im Netz: Tops und Flops

03.04.2002 - Marken präsentieren sich nicht immer vorteilhaft im Netz. Das gilt besonders für T-Online. Die Homepage von McKinsey kann sich dagegen sehen lassen.

Das geht aus einer aktuellen Studie der Universität Mannheim hervor, die unter dem Titel "Ein umfassender Kriterienkatalog zur Bewertung von Internet-Auftritten nach markenpolitischen Zielen" hundert Homepages untersucht hat.

Kriterien der Untersuchung waren "die fünf Cs" Content, Communication, Commerce, Challenge und Configuration. Beim Content geht es etwa um die Qualität des Informationsangebotes, die Verständlichkeit, Strukturiertheit und Individualisierbarkeit der Information sowie die Verlinkung zu Partnerunternehmen. Communication umfasst unter anderen Chat-Rooms, Newsletter, Kontaktformulare oder Rückruf-Buttons, während sich Commerce auf die Produktpalette, die Individualisierbarkeit der Produkte oder verschiedene Zahlungsmöglichkeiten bezieht. Challenge nimmt die Fähigkeit der Homepage unter die Lupe, zu fesseln und Vergnügen zu bereiten, Configuration schließlich testet zum Beispiel die Übersichtlichkeit des Layouts, das Design und die Suchfunktionalität. Auch die Markenführung wurde untersucht, also Wiedererkennung, Glaubwürdigkeit und Ästhetik.

Die Homepages wurden unabhängig von drei Experten bewertet, jeder Experte beurteilte sie anhand von 68 Merkmalen. Ergebnisse: Gleich nach McKinsey kommt BBDO mit einer überzeugenden Homepage, gefolgt von Bayer. Fast ebenso enttäuschend wie T-Online sind dagegen die Homepages von Joop und Netscape.

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    Benedikt Merl
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