"Polen hat eine große Dialogmarketing-Zukunft"

29.04.2002 - Im April fand im Warschauer Sheraton Hotel zum vierten Mal das polnische Dialogmarketing-Event "Boo merang - The International Direct Marketing Festival" statt.

Rund 40 Aussteller zeigten ihre Produkte und Dienstleistungen, etwa 100 Kongressteilnehmer füllten die Vortragsräume. Highlight war die Prämierung der besten Direktmarketing-Kampagnen des Jahres 2001 in verschiedenen Kategorien. Der internationalen Jury stand DDV-Geschäftsführer und FEDMA-Präsident Holger Albers vor.

Obgleich der Boomerang ein international ausgeschriebener Wettbewerb ist, bestanden die 72 Einreichungen fast ausschließlich aus polnischen Kampagnen. Das Publikum und die Aussteller bestachen dagegen durch Internationalität - deutsche Größen wie meiller oder die Deutsche Post zählten zu den Ausstellern. Deutsche Agenturen waren dagegen Mangelware, ist der polnische Agenturenmarkt doch von einheimischen Unternehmen und amerikanischen Networks geprägt. So gehörten zu den Preisträgern beispielsweise Euro RSCG, OgilvyOne, Leo Burnett sowie zahlreiche polnische Agenturen.

Albers lobt die polnische Dialogmarketing-Branche: In Polen sei die Nutzung von elektronischen Dialogmedien weit fortgeschritten. Auch begünstige das polnische Recht den Einsatz von Dialogmarketing-Methoden, etwa beim Outbound-Telemarketing. In Polen werde ein breiter Mix von Dialog-Instrumenten angewandt. Nur an der Integration von On- und Offline-Medien hapere es noch: "In Deutschland gibt es im Vergleich zu Polen kaum noch singuläre Kampagnen."

Polen hat laut Albers eine große Dialogmarketing-Zukunft vor sich. "Der polnische Direktmarketing-Verband hat bereits 100 Mitglieder, Tendenz steigend." Der Boomerang habe sich für alle Beteiligten gelohnt. Die konjunkturell schwierige Lage wirke sich zwar in Polen wie überall auf die Investitionen der werbungtreibenden Unternehmen aus, aber die Dialogmarketing-Dienstleister seien davon kaum betroffen. "Gerade in schlechten Zeiten", so DDV-Geschäftsführer Albers, "greift man eben auf Dialogmarketing-Strategien zurück." go

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