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Deutsche Internetnutzer wollen mehr Kontrolle über die eigenen Daten

18.03.2021 - Fast drei Viertel (71 Prozent) der Deutschen haben das Gefühl, die Kontrolle darüber verloren zu haben, wie die eigenen Daten im Internet genutzt werden. Die Informationen über deren Verwendung sind für sie nur schwer zu verstehen, was das Misstrauen fördert. Dies hat Folgen für Online-Publisher, die von datengesteuerter Werbung abhängig sind. Punkten können Marken, die klar und verständlich über die Verwendung von Daten informieren.

von Frauke Schobelt

Die Mehrheit (73 Prozent) der deutschen erwachsenen Internetnutzer und Internetnutzerinnen zeigt sich besorgt darüber, wie ihre Daten gesammelt und verwendet werden. 71 Prozent sind der Meinung, dass die Informationen, die sie über die Verwendung ihrer Daten im Internet erhalten, nur schwer zu verstehen sind. Die Deutschen misstrauen deshalb dem Datenschutz, trotz der gesetzlichen Änderungen, die vor fast drei Jahren in Kraft traten, um die Kontrolle und das Verständnis der Verbraucher in Bezug auf Daten zu verbessern. Dieses Stimmungsbild zeichnet eine neue repräsentative YouGov   -Studie im Auftrag des Technologie-Unternehmens The Trade Desk   , für die 2.065 Verbraucher im Alter ab 18 Jahren in Deutschland befragt wurden.

Deutsche möchte verstehen, was mit ihren Daten passiert

Dieser Mangel an Verständnis für die Verwendung der eigenen Daten hat Folgen: Internetnutzer sind weniger bereit, diese Daten für die kostenlose Nutzung von Services anzugeben. Das wiederum gefährdet laut The Trade Desk die Zukunft von Online-Publishern, die von den Einnahmen aus datengesteuerter Werbung abhängig sind. Gleichzeitig sind die befragten deutschen Nutzer sehr wissbegierig: 80 Prozent gaben an, dass sie gerne besser verstehen würden, welche Daten beim Surfen im Internet gesammelt werden. Zudem wären fast drei Viertel (73 Prozent) damit einverstanden, dass ihre Daten für Werbung genutzt werden, wenn sie mehr Kontrolle über deren Verwendung hätten.

Die Studie zeigt auch, dass Paywalls und anderweitige Eingaben von Informationen die Verbraucher frustrieren und sie dazu bringen, Inhalte auf anderen Websites zu suchen. Während die Mehrheit der Deutschen Erwachsenen (58 Prozent) versteht, dass Werbung eine wichtige Rolle dabei spielt, Apps und Websites weiterhin frei verfügbar zu halten, ärgern sich 84 Prozent der deutschen Online-Nutzer, wenn sie aufgefordert werden, für ein Abonnement zu zahlen, um Inhalte freizuschalten. 80 Prozent ärgern sich, wenn sie aufgefordert werden, einen Account zu erstellen, um auf die Websiteinhalte zugreifen zu können. Fast acht von zehn (79 Prozent) würden es vorziehen, auf Websites zuzugreifen, ohne für jede Seite ein eigenes Konto erstellen zu müssen - je weniger Zeit mit der Eingabe von Daten verbracht wird, desto besser.

First-Party-Daten nur für vertrauenswürdige Marken

Allerdings sind 72 Prozent der Deutschen eher bereit, ein Konto bei einer Marke zu erstellen, wenn diese klare Informationen über die Verwendung ihrer Daten liefert. Weitere 71 Prozent werden nur dann ein Konto bei einer Marke erstellen, wenn sie darauf vertrauen, dass diese ihre persönlichen Daten schützt. Dies macht noch einmal deutlich, dass es für die Branche von entscheidender Bedeutung ist, offen darüber zu sprechen, wie Daten verwendet werden und den Nutzern mehr Kontrolle zu geben.

Lukas Fassbender , General Manager DACH bei The Trade Desk, sieht "einen besorgniserregenden Mangel an Vertrauen in die Online-Datenerfassung", allerdings auch ein starkes Bedürfnis der Deutschen, besser zu verstehen, wie das System funktioniert. "Als Branche haben wir die Möglichkeit den Verbrauchern das zu geben, was sie eindeutig wollen: mehr Transparenz, bessere Kontrolle und eine klare Kommunikation. Wenn wir den Nutzern mehr Informationen zur Verfügung stellen, schafft das Vertrauen und es beflügelt den Datenaustausch. Das wiederum ist entscheidend, damit Inhalte, die wir alle jeden Tag genießen, weiterhin kostenlos verfügbar sind."

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