Social Media

Facebook: Gerichtsunterlagen liefern Hinweise auf Reichweiten-Lüge

c (Bild: Peter Kirchhoff/pixelio.de)
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23.02.2021 - Facebooks Chefetage, namentlich COO Sheryl Sandberg , soll jahrelang gewusst haben, dass Facebook die Reichweite seiner Anzeigen überschätzt. Das soll aus Unterlagen hervorgehen, die in einem Prozess vor einem US-Gericht eingereicht wurden.

von Sebastian Halm

Darüber berichtet TechCrunch   . Demnach habe der Produktmanager für die Reichweitenmessung bei Facebook   explizit darauf hingewiesen, dass die Firma Gefahr laufe, Werbetreibenden betrügerische Darstellungen zu liefern. 2017 soll Sandberg in einer internen E-Mail zugegeben haben, dass sie seit Jahren über das Problem der Reichweitenmessung informiert gewesen ist. Außerdem soll sich die Führung von Facebook geweigert haben, von Mitarbeitern vorgeschlagene Korrekturen umzusetzen. Grund: Die Behebung des Problems hätte die 'geschätzte Reichweite' um rund zehn Prozent verringert und damit erhebliche Auswirkungen auf den Umsatz gehabt.

Als Beispiel, wie weit die Reichweitenschere zwischen Facebooks Schätzungen und der anzunehmenden Realität klafft, dient eine Zahl aus Deutschland. Hier leben 9,2 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 29 Jahren, Facebook soll aber angegeben haben, 12 Millionen Menschen in diesem Alter zu erreichen - 30 Prozent mehr also, als überhaupt existieren.

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