Künstliche Intelligenz

Kaum ein Deutscher weiß, was KI ist - will aber, dass sie kontrolliert wird

25.06.2020 - Deutsche haben wenig Wissen über Künstliche Intelligenz.

von Sebastian Halm

Das zeigt eine Befragung des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation (bidt)   .

Das Institut hat in einer Onlinebefragung im November 2019 Wissen über und Einschätzungen der Potenziale von KI erhoben. An der Befragung nahmen mehr als 1.000 erwachsene Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland teil. Die Ergebnisse sind in der Publikation "KI verstehen und gestalten" veröffentlicht.

  • Darum gebeten, ihr Wissen über KI einzuschätzen, gaben rund drei Viertel der Befragten zu, nur in etwa oder gar nicht darüber Bescheid zu wissen oder erklären zu können, was KI ist.
  • Bei der Frage, welche Nation bei Künstlicher Intelligenz weltweit führend ist, geht die Unwissenheit weiter: Ein Viertel traut sich ein Urteil nicht zu.
  • Dennoch ist unter den Befragten die Angst weit verbreitet, Deutschland könne im weltweiten Wettlauf um KI abgehängt werden: 53 Prozent stimmten dieser Befürchtung zu.
  • Zugleich bejahten jedoch auch knapp die Hälfte die Aussage, dass es mehr staatlicher Kontrolle bedarf, um unerwünschte Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz zu verhindern.
  • Bei der Frage, ob KI eher Chance oder Risiko sei, zeigten sich 30 Prozent unentschlossen, während sich 28 Prozent für die optimistische Sicht entschieden. Knapp 20 Prozent sehen KI als Gefahr.
"Die Umfrage des bidt zeigt, dass das Wissen über KI in der deutschen Gesellschaft ausbaufähig ist. Dabei sind alle gefragt, wenn es darum geht, zu entscheiden, wie wir als Gesellschaft mit KI leben wollen. ", sagt Professorin Ute Schmid , Mitglied im bidt-Direktorium.

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