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Wie Corona weltweit das Medien-Nutzungsverhalten verändert

11.05.2020 - Während der Corona-Pandemie schauen die Menschen wieder mehr Nachrichten und klassisches TV. Aber auch die Social-Media- und Messenger-Nutzung ist stark angestiegen. Der Online-Handel boomt - wenn auch nur partiell.

von Christina Rose

Die Corona-Krise hat vieles verändert, so auch das Medien-Nutzungsverhalten der Menschen weltweit: 35 Prozent nutzen diese Zeit und informieren sich verstärkt über aktuelle Geschehnisse in den Nachrichten. Während 29 Prozent häufiger Serien und Filme über gängige Streaming-Dienste sehen, konsumieren 19 Prozent mehr klassisches TV. Weitere 23 Prozent sind verstärkt in den sozialen Netzwerken aktiv, 24 Prozent chatten länger mit ihren Freunden über diverse Messenger-Dienste. Viele Befragte planen sogar, diese Gewohnheiten für die Zeit nach der Corona-Krise beizubehalten. Filme, Memes, DIY-Anleitungen, klassische TV-Shows und Livestreams der Lieblingsmusiker sind dabei die Top 5 des Contents, von dem sich die Befragten gerne mehr wünschen.

 (Grafik: Hootsuite/We are Social)

Das sind Ergebnisse des April-Updates ihres 'Digital 2020'-Jahresberichts von Hootsuite   , Anbieter für Social-Media-Management und der Social-Media-Kreativagentur We Are Social   . Sie und zeigen, wie sich die Nutzung der sozialen Medien und digitale Trends weltweit in Zeiten der Corona-Pandemie verändern.

Social-Media- und Messenger-Nutzung steigt in allen Altersgruppen


Die Nutzungsdauer von Social Media steigt weltweit in Zeiten von Corona in allen Altersklassen. Facebook, YouTube, WhatsApp und Facebook Messenger gehören dabei zu den beliebtesten Plattformen. Die Gruppe der 16- bis 24-Jährigen ist mit einem Plus von 58 Prozent der Spitzenreiter bei der Nutzung sozialer Netzwerke. Die 25- bis 34-Jährigen sind doppelt so lang aktiv. Das Schlusslicht bilden mit einem Plus von 33 Prozent die 55- bis 64-Jährigen. Im Durchschnitt sind in allen Altersgruppen hier die Frauen am aktivsten.

Bei der Nutzungsdauer von Messengern wie WhatsApp oder Facebook Messenger zeichnet sich ein ähnliches Bild. Die Gruppe der 16- bis 24-Jährigen verbringt auch hier mit 56 Prozent mehr als doppelt so viel Zeit beim Chatten mit Freunden und Familie. Je älter die User werden, desto deutlicher sinkt diese Zahl. Betrachtet man diese Zahlen, ist es nicht verwunderlich, dass die Apps TikTok, WhatsApp, Facebook, Facebook Messenger und Instagram im März 2020 am häufigsten heruntergeladen wurden. Das Kommunikationstool Zoom liegt auf Platz Sechs und ist damit bei der Arbeit im Homeoffice besonders beliebt.
 (Grafik: Hootsuite/We are Social)

E-Commerce: Lebensmittel und Haushaltswaren hoch im Kurs, die Tourismusbranche verliert


Internet- Nutzer weltweit verbringen mehr Zeit mit Online-Shopping. Im weltweiten Durchschnitt lässt sich hier ein Plus von 47 Prozent verzeichnen. Spitzenreiter ist China mit 67 Prozent. Die USA liegen bei 41 Prozent, Großbritannien und Deutschland jeweils bei 37 Prozent. Dabei wandern am häufigsten Lebensmittel und Haushaltswaren mit einem Plus von 33 und 29 Prozent in die Einkaufskörbe, dicht gefolgt von Pflegeprodukten (27 Prozent), Kleidung (19 Prozent) und Entertainment-Artikeln (17 Prozent). Auch der Bedarf an Nervennahrung scheint weltweit zu steigen, Schokolade verzeichnet ein Plus von 12 Prozent.

Viele Brands und Marketer stellen sich trotzdem die Frage, ob sie in Zeiten der Corona-Pandemie ihre Advertising-Maßnahmen wie gehabt weiterführen sollten. Im weltweiten Durchschnitt sprechen sich 51 Prozent der Internet-Nutzer ganz klar dafür aus. Deutschland liegt mit 56 Prozent sogar deutlich darüber.
 (Grafik: Hootsuite/We are Social)

Das immer beliebter werdende Online-Shopping schlägt sich auch in den Traffic-Zahlen nieder. Vergleicht man den Traffic der ersten sechs Wochen dieses Jahres mit der Woche vom 15. April, verzeichnen die Websites von Supermärkten einen Traffic-Anstieg von 251 Prozent, Retail Tech von 78 Prozent und Media von 20 Prozent. Luxusgegenstände und Schmuck sind mit einem Minus von 28 Prozent und 7 Prozent weniger gefragt. Verlierer des Rankings sind mit einem Minus von 72 Prozent Tourismus-Websites.

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