Digitale Transformation

Digitale Umbrüche lassen Manager am Nutzen zweifeln

28.11.2019 - Drei von vier Führungskräften betrachten die Digitalisierung hauptsächlich als Segen für Unternehmen. 84 Prozent sagen, dass die Digitalisierung die gesamte Wertschöpfung gesteigert habe. In zwei von drei Fällen herrscht allerdings auch Unsicherheit darüber, ob weiterer digitaler Fortschritt für das Unternehmen sinnvoll ist.

von Frauke Schobelt

Dies sind Ergebnisse der Studie 'Digital Value 2019', für die im Auftrag der Managementberatung Horváth & Partners   300 Führungskräfte befragt wurden. Eine Mehrheit der Manager rechnet demnach mit erheblichen Umwälzungen durch den digitalen Fortschritt: 82 Prozent stellen sich darauf ein, dass klassische Geschäftsfelder wegbrechen, 84 Prozent erwarten weitere Marktkonsolidierungen, 76 Prozent disruptive Veränderungen.

Eher ausgeliefert als aktiv

78 Prozent der Entscheidungsträger finden, dass die Digitalisierung ihr Geschäft komplexer gemacht habe. Dabei fühlen sich viele Manager der Entwicklung eher ausgeliefert, als selbst proaktiv zu handeln. Entsprechend sehen sich 67 Prozent der Entscheider gezwungen, Veränderungen umzusetzen, von denen das eigene Unternehmen insgesamt gar nicht profitiert. 73 Prozent wollen daher lieber abwarten, bis Technologien und Vorgehensweisen reif und vom Markt erprobt sind, bevor sie selbst sie adaptieren. Die größten Vorbehalte dieser Art bestehen in der Automobilbranche sowie in den Wirtschaftszweigen Logistik, Transport und Reise. Neun von zehn Manager der Industriegüter- und Hightech- sowie der Finanzbranche sehen die Wertschöpfung in ihrem Unternehmen dank der Digitalisierung gesteigert. Vor allem Geschäftsführer und Vorstände betonen den wirtschaftlichen Nutzen.

Wenig Selbstzweifel im Top-Management

An ihrer eigenen Digitalkompetenz hegen die Führungskräfte selbst wenig Zweifel: 88 Prozent wähnen sich hier mindestens gut aufgestellt. Besonders optimistisch sieht das die höchste Führungsebene. Im mittleren Management bestehen dagegen eher Zweifel an den Kompetenzen der Unternehmensleitung.

Um einen Anreiz zu schaffen, gibt es in knapp jedem zweiten Unternehmen Zielvereinbarungen mit Führungskräften, die mit Digitalisierungsfortschritten verknüpft sind. Jedes fünfte Unternehmen vereinbart solche Ziele für alle Mitarbeiter. Verbreitet sind solche Vereinbarungen vor allem in der Medien- und Telekommunikationsbranche, Nachholbedarf haben Industriegüter- und Hightechunternehmen.

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  • Bild: Michael Böhle
    Michael Böhle
    (Emrich Business Consulting)

    Handel neu vernetzt: Vom eigenen Server in die Cloud - mit Kasse, Shop und Dokumenten

    Viele Handelsunternehmen arbeiten noch mit einer Warenwirtschaft auf dem eigenen Server - häufig ergänzt durch getrennte Lösungen für Kasse, Onlineshop und Dokumentenablage. Diese gewachsene Struktur erschwert neue Verkaufskanäle, verursacht doppelte Eingaben und liefert wichtige Informationen oft zu spät. Der Vortrag zeigt, wie der Wechsel von einer On-Premises-Lösung in die Cloud genutzt werden kann, um den Handel grundlegend neu zu vernetzen. Anhand eines vollständigen Verkaufsprozesses erklären wir, wie Microsoft Dynamics 365 Business Central, Kassensystem, Shopsysteme und digitales Dokumentenmanagement zusammenspielen: vom Verkauf über Zahlung, Lagerbestand und Versand bis zur automatischen Ablage des Belegs. Die Teilnehmenden erfahren, wie sich der Umstieg vorbereiten lässt, welche Prozesse zuerst vereinheitlicht werden sollten und wie die Transformation schrittweise gelingt, ohne das laufende Geschäft auszubremsen.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 14:30 Uhr

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