KI-Sichtbarkeit

GEO-Ranking: Diese Digitalagenturen werden von KI-Systemen am besten gefunden

Symbolbild: Agenturen und Sichtbarkeit (Bild: ChatGPT/ Susan Rönisch)
Symbolbild: Agenturen und Sichtbarkeit

04.11.2026 - Wer nach den besten Digitalagenturen fragt, erhält von KI-Assistenten andere Namen als bei der Suche nach Unterstützung für einen Onlineshop oder einen Website-Relaunch. Eine exklusive Auswertung von 1.395 Antworten von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews zeigt, welche Digitaldienstleister bei welchen Aufgaben genannt werden. Für die Agenturen zählt deshalb mehr als die Häufigkeit ihrer Nennungen: Entscheidend ist, ob sie bei Fragen zu ihren Leistungen auftauchen.

von Susan Rönisch

Um herauszufinden, welche Digitalagenturen KI-Assistenten bei der Dienstleistersuche nennen, hat CrunchJunkie   zehn deutschsprachige Fragen wiederholt bei ChatGPT   , Perplexity   und Google AI Overviews   abgefragt. Zwei Fragen betreffen die besten beziehungsweise größten Agenturen Deutschlands. Die übrigen acht Fragen richten sich auf bestimmte Leistungen und Einsatzgebiete, etwa E-Commerce, App-Entwicklung oder Projekte für die öffentliche Verwaltung.

Insgesamt umfasst die Auswertung 1.395 KI-Antworten. Gezählt wurde, welche Digitalagenturen im Antworttext vorkommen. Eine Antwort kann mehrere Anbieter nennen. Systematisch erfasst wurden die 129 Teilnehmer des Internetagentur-Rankings 2026 (IAR)   sowie 13 weitere Anbieter. Die Untersuchung zeigt damit die Ergebnisse wiederholter Testabfragen, nicht das tatsächliche Suchverhalten potenzieller Auftraggeber.

Wie stark die Nennungshäufigkeit von der gestellten Frage abhängt, zeigt Plan.Net   . Die umsatzstärkste Digitalagentur im IAR erscheint bei der Frage nach den besten Internetagenturen Deutschlands in 140 von 141 untersuchten Antworten. Bei der Suche nach einem Dienstleister für den Website-Relaunch eines mittelständischen Unternehmens wird sie dagegen in 13 von 136 Antworten genannt. SNK - schoene neue kinder   hingegen, im IAR auf Platz 41, kommt bei dieser Aufgabe auf 33 Nennungen.

Für EntscheiderInnen in Agenturen macht das einen Unterschied: Wer in allgemeinen Marktübersichten häufig erscheint, muss bei einer Frage zu einer konkreten Leistung nicht ebenso präsent sein. Für die Akquise ist deshalb relevant, bei welchen Aufgaben der eigene Name fällt und ob diese zum angebotenen Leistungsspektrum passen. Ob aus einer solchen Nennung tatsächlich ein Kontakt oder Auftrag entsteht, wurde nicht untersucht.

Diese zehn Fragen wurden den KI-Assistenten gestellt

CrunchJunkie stellte ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews die folgenden deutschsprachigen Fragen. Die ersten beiden betreffen den allgemeinen Marktüberblick, die übrigen konkrete Leistungen und Einsatzgebiete.

  1. Welche sind die besten Internetagenturen in Deutschland?
  2. Welche sind die größten Digitalagenturen in Deutschland nach Umsatz?
  3. Welche Full-Service-Digitalagenturen in Deutschland decken Strategie, Design und Technologie aus einer Hand ab?
  4. Welche Agenturen unterstützen deutsche Unternehmen bei der digitalen Transformation?
  5. Welche Agenturen in Deutschland sind auf große E-Commerce- und Online-Shop-Projekte spezialisiert?
  6. Welche Digitalagentur in Deutschland ist für den Website-Relaunch eines mittelständischen Unternehmens empfehlenswert?
  7. Welche Digitalagentur in Deutschland ist stark in Performance-Marketing und Online-Werbung?
  8. Welche Agenturen in Deutschland sind führend bei Content-Marketing und Social Media?
  9. Welche Agenturen entwickeln in Deutschland mobile Apps für Unternehmen?
  10. Welche Digitalagenturen arbeiten in Deutschland für Behörden und die öffentliche Verwaltung?

Quelle: CrunchJunkie


Die ersten beiden Fragen an die KI liefern den Ausgangspunkt für den Vergleich: Welche Dienstleister nennen die KI-Assistenten, wenn die Suche noch keine bestimmte Leistung vorgibt?

Wer die KI nach den Besten fragt, bekommt die Größten genannt

Bei der Frage nach den besten Internetagenturen Deutschlands entsprechen die zehn am häufigsten genannten Agenturen den zehn umsatzstärksten Teilnehmern des Internetagentur-Rankings. Lediglich ihre Reihenfolge unterscheidet sich. Auch bei der Frage nach den größten Digitalagenturen nach Umsatz bilden diese zehn Anbieter die Spitzengruppe.

Welche Informationsgrundlage dabei eine Rolle spielt, zeigen die Quellenverweise: ChatGPT und Perplexity zitieren bei der Frage nach den besten Internetagenturen in sämtlichen ihrer jeweils 56 Antworten die Website des BVDW   , der Mitherausgeber des Internetagentur-Rankings ist. Das belegt allerdings nicht, wie jede einzelne Agenturnennung zustande kommt. Es zeigt aber, dass beide Dienste bei dieser Frage durchgehend auf den Herausgeber einer Umsatzrangliste verweisen.

Für die Suche nach den größten Digitalgenturen ist eine Rangliste wie das IAR eine passende Grundlage. Die Frage nach den besten Agenturen lässt sich damit allein jedoch nicht beantworten. Der Honorarumsatz sagt weder aus, wie gut eine Agentur arbeitet, noch, ob sie für ein bestimmtes Projekt geeignet ist. Dass bei beiden Fragen dieselben zehn Namen vorne liegen, ist deshalb vor allem ein Befund zur Sichtbarkeit der umsatzstärksten Anbieter.

Diese sind auch dann stark vertreten, wenn man die Antworten auf alle zehn Fragen zusammen betrachtet. Plan.Net, valantic     , init   und Reply   werden insgesamt am häufigsten genannt. Jede dieser Agenturen erscheint in 27,0 bis 33,1 Prozent der 1.395 ausgewerteten Antworten. Unter den zehn am häufigsten genannten IAR-Agenturen gehören neun zugleich zu den zehn umsatzstärksten Rankingteilnehmern. Nur dotSource   rückt von Umsatzrang 18 in diese Gruppe auf.

Welche IAR-Agenturen in mindestens jeder zehnten KI-Antwort erscheinen

Grundlage sind 1.395 Antworten auf alle zehn Testfragen. Messzeitraum: 12. September bis 21. Oktober 2026.

AgenturIAR-PlatzGenannt von 1.395Anteil in Prozent95-Prozent-Spanne in ProzentChatGPT von 558Perplexity von 558AI Overviews von 279
Spitzengruppe
Plan.Net146233,130,7-35,6166161135
Reply237627,024,7-29,316515061
]init[340328,926,6-31,318216556
valantic544632,029,6-34,520919344
Zweite Gruppe: weitere Agenturen mit mindestens zehn Prozent Nennungsanteil
Exxeta427719,917,8-22,011612932
Conclusion620714,813,1-16,8901116
mgm technology partners719714,112,4-16,0949310
Valtech829321,018,9-23,213713125
team neusta925518,316,3-20,411412516
inovex1021315,313,5-17,31001085
Appsfactory1117412,510,8-14,3955623
fischerAppelt1317312,410,8-14,21143920
dotSource1824017,215,3-19,310310433
SUNZINET2819914,312,5-16,22715220

Lesart: Gezählt werden Antworten, in denen die Agentur im Text genannt wird. Mehrere Agenturen je Antwort sind möglich. Der Anteil bezieht sich auf alle 1.395 Antworten. Die Nennungen je Dienst sind absolute Zahlen bei unterschiedlich großer Antwortbasis.

Sortierung: Die Gruppierung folgt CrunchJunkie. Innerhalb der Gruppen sind die Agenturen nach ihrem Platz im Internetagentur-Ranking 2026 geordnet, der sich nach dem Honorarumsatz richtet. Die Reihenfolge innerhalb einer Gruppe ist statistisch nicht gesichert.

Spanne: 95-Prozent-Wilson-Intervall des Nennungsanteils. Die Berechnung setzt unabhängige Beobachtungen voraus; wiederholte Abfragen können voneinander abhängen.

Daten: CrunchJunkie, Tabellenblatt "Ranking", Stand 25. Oktober 2026. Identische Google-Wiederholungen wurden gemäß Studienmethodik einmal gezählt.


Die Gesamtzahlen lassen allerdings offen, bei welchen Fragen die Agenturen ihre Nennungen sammeln. Ein Anbieter kann vor allem deshalb weit vorne liegen, weil er regelmäßig in den Antworten zu den besten und größten Agenturen auftaucht. Um seine Sichtbarkeit bei konkreten Leistungen zu beurteilen, müssen diese beiden allgemeinen Fragen getrennt von den übrigen acht betrachtet werden.

Viele KI-Nennungen bedeuten keinesweg Sichtbarkeit bei jeder Leistung

Auf die beiden allgemeinen Fragen entfallen 279 ausgewertete KI-Antworten, auf die acht Leistungsfragen 1.116. Wie unterschiedlich sich die KI-Nennungen verteilen, zeigt Conclusion   . Die Agenturgruppe erscheint insgesamt in 207 Antworten. Davon entfallen 191 auf die beiden allgemeinen Fragen. Über alle acht Leistungsfragen hinweg bleiben aber "nur" 16 Nennungen. Ähnlich sieht es bei Exxeta   aus: Von insgesamt 277 Nennungen stammen 245 aus den allgemeinen Fragen und 32 aus den Leistungsfragen. Beide Anbieter sind damit vor allem in den Antworten zur allgemeinen Agentursuche präsent.

Bei valantic und Plan.Net verteilt sich die Sichtbarkeit anders. valantic erreicht 446 Nennungen insgesamt, davon 201 bei Leistungsfragen. Bei Plan.Net entfallen 185 der insgesamt 462 Nennungen auf diese Fragegruppe. Auch init mit 153 und Reply mit 114 Nennungen erscheinen bei Leistungsfragen deutlich häufiger als Conclusion und Exxeta.

Die Grafik zeigt diese Verteilung für die zehn umsatzstärksten IAR-Agenturen. Sortiert sind sie nach der Zahl ihrer Nennungen bei den acht Leistungsfragen. Dadurch steht valantic vor Plan.Net, obwohl Plan.Net über alle zehn Fragen hinweg häufiger genannt wird.



Bei der Interpretation ist die unterschiedliche Zahl der Antworten wichtig. Die acht Leistungsfragen bieten zusammen mehr Gelegenheiten für eine Nennung als die beiden allgemeinen Fragen. Aus den absoluten Zahlen lässt sich deshalb nicht unmittelbar ablesen, in welcher Fragegruppe eine Agentur mit höherer Wahrscheinlichkeit erscheint. Innerhalb derselben Fragegruppe lassen sich die Nennungshäufigkeiten der Anbieter dagegen vergleichen.

Für die Bewertung der eigenen Sichtbarkeit reicht aber auch die Summe über alle acht Leistungsfragen an die KI noch nicht aus. Sie bündelt so unterschiedliche Aufgaben wie App-Entwicklung, Performance-Marketing und Projekte für Behörden. Ob eine Agentur bei den für ihr Geschäft passenden Aufgaben auftaucht, wird erst beim Blick auf die einzelnen Fragen deutlich.

Bei konkreten Leistungen werden auch kleinere Agenturen sichtbar

Sobald die Frage eine bestimmte Leistung vorgibt, gehören auch Agenturen aus hinteren Umsatzrängen zu den häufig genannten Anbietern. Bei großen ECommerce- und Onlineshop-Projekten bleibt valantic mit 98 Nennungen in 139 Antworten stark vertreten. Das entspricht 70,5 Prozent. Dahinter folgen dotSource mit 70 und Latori   mit 44 Nennungen. Latori steht im IAR auf Platz 76, erscheint bei dieser Frage aber in 31,7 Prozent der Antworten. Ein niedrigerer Umsatzrang schließt eine häufige Nennung bei einer bestimmten Leistung also nicht aus.

Auch der in der Einleitung beschriebene Website-Relaunch für den Mittelstand verändert die Auswahl. SNK erreicht hier einen Nennungsanteil von 24,3 Prozent, Friendventure   kommt auf 11,8 Prozent und Plan.Net auf 9,6 Prozent. Für eine Agentur, die solche Projekte gewinnen möchte, beschreibt diese Auswertung ihre Sichtbarkeit bei einer passenden Suchaufgabe genauer als die Frage nach den besten Internetagenturen Deutschlands.

Wie stark sich Sichtbarkeit auf ein einzelnes Thema konzentrieren kann, zeigt Hybrid Heroes   auf IAR-Platz 87. Die Agentur wird bei der Frage nach mobiler App-Entwicklung in 33 von 141 Antworten genannt. Alle ihre Nennungen im Datensatz entfallen auf diese eine Frage. Ein Gesamtwert über sämtliche Fragen würde diese Konzentration nicht erkennen lassen. Bei DREIKON   auf Umsatzrang 86 liegt ebenfalls ein deutlicher Schwerpunkt vor: 44 der insgesamt 55 Nennungen stammen aus Antworten zu Content-Marketing und Social Media.

Dabei muss die Suche nicht auf eine einzelne Disziplin beschränkt sein. Schon die Frage nach Full-Service-Agenturen, die Strategie, Design und Technologie abdecken, ergibt eine andere Spitzengruppe als die allgemeine Besten-Frage. denkwerk   , dotSource und SUNZINET   erscheinen jeweils in 49 von 138 Antworten. TEAM23   auf Umsatzrang 59 wird 36-mal genannt.



Die Beispiele zeigen, dass die Umsatzrangliste (IAR) nur einen Teil der KI-Sichtbarkeit beschreibt. Bei einzelnen Leistungen treten andere Anbieter hervor. Warum die Assistenten sie auswählen und welchen Einfluss etwa Referenzen, Website-Inhalte oder Optimierungsmaßnahmen haben, lässt sich aus den Nennungszahlen allein nicht ableiten.

Für den Wettbewerbsvergleich ergibt sich daraus eine weitere Frage: Welche Anbieter erscheinen bei derselben Aufgabe neben der eigenen Agentur? Die Antworten reichen dabei über den Teilnehmerkreis des Internetagentur-Rankings hinaus.

KI nennt auch Wettbewerber außerhalb des Internetagentur-Rankings

Das Internetagentur-Ranking bildet den Ausgangspunkt der Untersuchung. Die KI-Assistenten beschränken ihre Antworten jedoch nicht auf dessen Teilnehmer. Bei einigen Leistungsfragen gehören Anbieter außerhalb des Rankings zu den am häufigsten erfassten Namen. Wer seine Sichtbarkeit nur mit anderen IAR-Agenturen vergleicht, übersieht damit einen Teil der Anbieter, die bei derselben Suchaufgabe auftauchen.

Besonders deutlich wird das beim Performance-Marketing: Smarketer   erscheint in 92 von 143 Antworten, Mediaplus   in 47. Bei der App-Entwicklung werden apploft   in 51 und TJ Labs   in 45 von 141 Antworten genannt. Alle vier Anbieter stehen nicht im IAR 2026.

Bei anderen Aufgaben treten Rankingteilnehmer und weitere Dienstleister gemeinsam hervor. Zur digitalen Transformation nennen die Assistenten Reply und valantic jeweils in 72 von 141 Antworten, Accenture   in 63. Bei Projekten für Behörden und die öffentliche Verwaltung erscheint init in 85 von 138 Antworten, SUNZINET in 62 und IBM iX   in 49. Accenture und IBM iX gehören ebenfalls nicht zum Teilnehmerkreis des IAR.

Die folgende Tabelle zeigt für jede der zehn Testfragen die drei am häufigsten erfassten Anbieter und ihren Anteil an den untersuchten Antworten.

Dabei ist die Erfassung außerhalb des Rankings zu beachten. Zusätzlich zu den IAR-Teilnehmern wurden 13 Anbieter systematisch untersucht. Weitere Namen außerhalb des Rankings wurden nur teilweise erfasst. Ihre Nennungszahlen sind deshalb Untergrenzen. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse des vorliegenden Datensatzes, keine vollständige Rangliste aller Anbieter für die jeweilige Leistung.

Welche Agentur die KI für welche Aufgabe nennt

Die drei je Suchaufgabe am häufigsten genannten Agenturen im erfassten Datensatz. Grundlage sind die untersuchten Antworten von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews.

Suchaufgabe Häufig genannte Agenturen und Nennungsanteil Ausgewertete KI-Antworten
Beste Internetagenturen Plan.Net: 99,3 Prozent
Reply: 89,4 Prozent
Valtech: 84,4 Prozent
141
Größte Digitalagenturen nach Umsatz Plan.Net: 99,3 Prozent
Reply: 98,6 Prozent
]init[: 95,7 Prozent
138
Full Service denkwerk: 35,5 Prozent
dotSource: 35,5 Prozent
SUNZINET: 35,5 Prozent
138
Digitale Transformation Reply: 51,1 Prozent
valantic: 51,1 Prozent
Accenture*: 44,7 Prozent
141
Große E-Commerce-Projekte valantic: 70,5 Prozent
dotSource: 50,4 Prozent
Latori: 31,7 Prozent
139
Website-Relaunch im Mittelstand SNK: 24,3 Prozent
Friendventure: 11,8 Prozent
Plan.Net: 9,6 Prozent
136
Performance-Marketing und Onlinewerbung Smarketer*: 64,3 Prozent
Mediaplus*: 32,9 Prozent
MAI: 12,6 Prozent
143
Content-Marketing und Social Media TERRITORY*: 59,3 Prozent
fischerAppelt: 56,4 Prozent
C3*: 49,3 Prozent
140
Mobile Apps apploft*: 36,2 Prozent
TJ Labs*: 31,9 Prozent
Hybrid Heroes: 23,4 Prozent
141
Öffentliche Verwaltung ]init[: 61,6 Prozent
SUNZINET: 44,9 Prozent
IBM iX*: 35,5 Prozent
138

* Nicht im Internetagentur-Ranking 2026 vertreten. Anbieter außerhalb des Rankings wurden teilweise nicht systematisch erfasst; deren Werte können Untergrenzen sein.

Der Nennungsanteil bezeichnet den Anteil der Antworten zur jeweiligen Frage, die eine Agentur im Text nennen. Mehrere Agenturen je Antwort sind möglich. Die Reihenfolge beschreibt Nennungshäufigkeiten, keine Qualitätsbewertung oder statistisch gesicherte Rangfolge. Die Suchaufgaben sind verkürzt formuliert.

Datenquelle: CrunchJunkie, Stand 25. Oktober 2026. Messzeitraum: 12. September bis 21. Oktober 2026. Identische Google-Wiederholungen wurden gemäß Studienmethodik einmal gezählt.


Die Tabelle fasst die Antworten von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews zusammen. Damit zeigt sie Unterschiede zwischen den Suchaufgaben, verdeckt aber mögliche Unterschiede zwischen den Diensten. Ob eine Agentur bei allen drei ähnlich häufig vorkommt oder ihre Nennungen überwiegend von einem Assistenten stammen, lässt sich erst durch eine getrennte Auswertung erkennen.

Wie sichtbar eine Agentur ist, hängt auch vom KI-Assistenten ab

SUNZINET zeigt, wie unterschiedlich die Dienste dieselbe Agentur berücksichtigen. Über alle zehn Fragen hinweg erscheint SUNZINET in 152 von 558 Perplexity-Antworten, entsprechend 27,2 Prozent. ChatGPT nennt den Dienstleister in 27 von ebenfalls 558 Antworten, also in 4,8 Prozent. Bei Google AI Overviews sind es 20 von 279 Antworten beziehungsweise 7,2 Prozent. Die KI-Sichtbarkeit von SUNZINET im gesamten Datensatz wird damit vor allem von Perplexity getragen.

Noch stärker konzentrieren sich die Nennungen bei 711media   : 63 der insgesamt 65 stammen von Perplexity. ChatGPT und Google AI Overviews nennen die Agentur jeweils einmal. TEAM23 zeigt ein anderes Muster. Die Agentur erscheint 34-mal bei ChatGPT, sechsmal bei Perplexity und in keiner der untersuchten Google-AI-Overviews-Antworten. Wer nur einen Dienst prüft, kann deshalb zu einem ganz anderen Bild der eigenen Sichtbarkeit kommen.

Für den Vergleich eignen sich Prozentwerte besser als absolute Nennungszahlen. ChatGPT und Perplexity sind mit jeweils 558 Antworten vertreten, Google AI Overviews mit 279. Der Nennungsanteil gibt an, in welchem Anteil der Antworten eines Dienstes die jeweilige Agentur vorkommt, und berücksichtigt damit die unterschiedlich große Antwortbasis.

Auch bei den insgesamt häufig genannten Agenturen werden dadurch Unterschiede deutlich. Plan.Net erscheint in 48,4 Prozent der Google-AI-Overviews-Antworten, bei ChatGPT sind es 29,7 und bei Perplexity 28,9 Prozent. valantic erreicht dagegen bei ChatGPT 37,5 Prozent und bei Perplexity 34,6 Prozent. Bei Google AI Overviews liegt der Anteil bei 15,8 Prozent.



Für die Sichtbarkeitskontrolle ergeben sich damit zwei notwendige Unterscheidungen: Bei welcher Leistung wird eine Agentur genannt, und welcher KI-Dienst nennt sie? Ein Gesamtwert über sämtliche Fragen und Dienste kann verdecken, dass ein Anbieter nur bei bestimmten Aufgaben oder vor allem in einem Assistenten präsent ist. Welche dieser Kombinationen für die Akquise besonders relevant ist, hängt auch davon ab, welche Dienste potenzielle Auftraggeber nutzen. Das wurde in dieser Untersuchung nicht erhoben.

Die Unterschiede werfen zugleich die Frage auf, auf welche Informationen sich die Assistenten bei ihren Antworten stützen. Dafür wurden neben den Agenturnennungen auch die zitierten Quellen ausgewertet. Sie zeigen, welche Websites die Dienste heranziehen, erklären aber nicht allein, weshalb eine bestimmte Agentur genannt wird.

Welche Quellen die KI-Assistenten für die Agentursuche heranziehen

Die drei betrachteten KI-Assistenten greifen bei der Dienstleistersuche auf unterschiedliche Arten von Websites zurück: Verbände, Fachmedien und Verzeichnisse sind ebenso vertreten wie die Agenturen selbst. Innerhalb der erfassten Quellenauswahl wird die BVDW-Website über alle drei Dienste hinweg am häufigsten zitiert. Sie erscheint in 566 von 1.657 ausgewerteten Abrufen. Sortlist   folgt mit 415, iBusiness   mit 337.

Die Zahl der Abrufe ist hier höher als bei der Auswertung der Agenturnennungen. Für die Quellenanalyse wurden wiederholte Google-Antworten mitgezählt, die bei den Agenturnennungen herausgerechnet wurden. Die Grundlage bilden deshalb jeweils 558 Antworten von ChatGPT und Perplexity sowie 541 Abrufe von Google AI Overviews. Quellenhäufigkeiten und Agenturnennungen lassen sich somit nicht unmittelbar miteinander vergleichen.

Auch bei den Quellen setzen die Dienste unterschiedliche Schwerpunkte. Perplexity zitiert Sortlist in 278 von 558 Antworten, die SUNZINET-Website in 195 und iBusiness in 189. ChatGPT verweist in 166 seiner 558 Antworten auf den BVDW, aber nur in neun auf iBusiness. Google AI Overviews nennt den BVDW in 263 von 541 Abrufen als Quelle und iBusiness in 139. Eine Website kann damit für einen Assistenten häufig als Beleg dienen und bei einem anderen nur selten vorkommen.



Dabei ist ein Quellenverweis etwas anderes als eine Agenturnennung. Ein KI-Assistent kann eine Agenturwebsite zitieren, ohne die Agentur selbst als Dienstleister im Antworttext zu nennen. Umgekehrt kann er einen Anbieter nennen und sich dabei auf ein Verzeichnis oder einen Fachbeitrag stützen. Ein häufiger Verweis auf die eigene Website bedeutet deshalb nicht automatisch, dass die Agentur häufig in der Anbieterauswahl erscheint.

Auch die Art der zitierten Seite ist relevant. Die dokumentierten Quellen umfassen Leistungsbeschreibungen, Referenzen, Rankings und Agenturvergleiche. Einige dieser Vergleiche stammen von Agenturen selbst. Dass eine Seite als Quelle genannt wird, macht sie noch nicht zu einer unabhängigen Bewertung.

Für Agenturen folgt daraus ein konkreter Prüfauftrag: Neben der eigenen Website lohnt sich der Blick auf die Drittquellen, die in den Antworten auftauchen. Welche Leistungen schreiben sie der Agentur zu? Welche Referenzen nennen sie? Passen diese Angaben zum heutigen Angebot? Die Auswertung zeigt, wo solche Informationen in die Antworten einfließen können. Sie belegt jedoch nicht, dass ein zusätzlicher Verzeichniseintrag oder Fachbeitrag die Zahl der Agenturnennungen erhöht.

Zur Prüfung gehört außerdem das Alter der Informationen. Eine heute erzeugte KI-Antwort muss nicht auf aktuellen Unternehmensangaben oder der jüngsten Ausgabe eines Rankings beruhen. Die dokumentierten Quellen zeigen auch solche Rückgriffe auf ältere Informationen.

Aktuelle KI-Antworten können auf alten Informationen beruhen

Obwohl die Untersuchung im Herbst 2026 stattfand, griffen die Assistenten wiederholt auf das Internetagentur-Ranking des Vorjahres zurück. Perplexity zitiert die BVDW-Seite zur Ausgabe 2025 in 104 Antworten, die Ausgabe 2026 in 84. Bei ChatGPT ist der Rückgriff bereits in den Suchanfragen dokumentiert: In 109 von 558 Fällen sucht der Dienst nach dem Ranking 2025, obwohl die Ausgabe 2026 seit dem 19. Mai vorliegt. Eine aktuelle Abfrage führt also nicht zwangsläufig zur neuesten verfügbaren Rangliste.

Neben dem Erscheinungsjahr unterscheidet sich auch die Art des Rankings. Google AI Overviews zitiert bei der Frage nach den besten Internetagenturen in 40 von 53 Abrufen das BVDW-Kreativranking. Dieses bewertet einen anderen Bereich als das nach Honorarumsatz geordnete Internetagentur-Ranking. Wer eine KI-Antwort beurteilt, sollte deshalb prüfen, was die angeführte Rangliste überhaupt misst. Eine Platzierung lässt sich nicht ohne Weiteres als Beleg für die Eignung bei einer konkreten Aufgabe verstehen.

Auch Veränderungen bei Agenturmarken und Unternehmensgruppen erschweren die Einordnung. Die Untersuchung zählt für Conclusion sowohl Nennungen von "Conclusion" als auch von "diva-e Conclusion". Weitere 13 Antworten enthalten ausschließlich den Namen "diva-e" und wurden dieser Summe nicht zugerechnet. Das Beispiel zeigt, dass ein Sichtbarkeitswert auch davon abhängt, welche Namensvarianten zusammengezählt werden. Die Verwendung eines früheren Namens allein belegt allerdings noch nicht, dass sämtliche Angaben in der Antwort veraltet sind.

Für Agenturen ergeben sich daraus drei Prüfpunkte: der Informationsstand, die Bewertungsgrundlage und die Zuordnung des Unternehmens.

KI-Antworten prüfen: Drei mögliche Fehlerquellen

PrüfpunktWorauf Agenturen achten sollten
Sind die Informationen aktuell?Stimmen Leistungen, Referenzen und Unternehmensangaben noch? Aus welchem Jahr stammen die zitierten Quellen?
Passt die Bewertungsgrundlage zur Frage?Belegt die Quelle die gesuchte Leistung? Eine Umsatzrangliste misst Größe, ein Kreativranking andere Kriterien. Beides allein belegt keine Eignung für ein konkretes Projekt.
Wird das Unternehmen richtig zugeordnet?Unterscheidet die Antwort zwischen Agentur, Unternehmensgruppe und einzelnen Marken? Werden frühere Namen berücksichtigt? Bei eigenen Messungen muss klar sein, welche Bezeichnungen zusammengezählt werden.

Solche Zuordnungsregeln sind besonders wichtig, wenn Agenturen ihre Sichtbarkeit über längere Zeit vergleichen. Doch selbst bei unveränderten Fragen und Namensregeln können sich die Ergebnisse verschieben, etwa wenn ein KI-Dienst das verwendete Modell wechselt.

Modellwechsel können die gemessene KI-Sichtbarkeit verändern

Während der Untersuchung wurde am 26. September ein Modellwechsel bei Perplexity dokumentiert. Vor diesem Wechsel erschien Appsfactory   in 44 von 270 Antworten, danach in zwölf von 288. Obwohl der zweite Zeitraum mehr Antworten umfasst, wird die Agentur darin deutlich seltener genannt.

Die Veränderung fällt zeitlich mit dem Modellwechsel zusammen. Das allein beweist jedoch nicht, dass dieser den Rückgang verursacht hat. Ebenso wenig lässt sich daraus auf eine Verbesserung oder Verschlechterung der Außendarstellung der Agentur schließen. Für die Bewertung ist deshalb wichtig, neben den Nennungen auch den Messzeitraum und bekannte Änderungen am KI-Dienst festzuhalten.

Eine einzelne Testabfrage kann solche Unterschiede nicht erfassen. Wer die eigene Sichtbarkeit beurteilen möchte, braucht wiederholte Abfragen mit denselben Fragen und getrennte Ergebnisse je Dienst. Erst dann lässt sich erkennen, ob ein Anbieter regelmäßig erscheint oder nur gelegentlich genannt wird.

Diese Begrenzung gilt auch für die 36 IAR-Agenturen, die in der Untersuchung kein einziges Mal vorkommen. Sie bleiben innerhalb der zehn Testfragen und des untersuchten Zeitraums unsichtbar. Daraus folgt weder, dass KI-Assistenten sie grundsätzlich nicht finden, noch, dass sie für die abgefragten Leistungen ungeeignet wären. Andere Fragen oder ein anderer Messzeitraum könnten ein anderes Bild ergeben.

Sichtbarkeitskontrolle: Was Agenturen für ihre Akquise prüfen sollten

Für Agenturen beginnt eine aussagekräftige Sichtbarkeitskontrolle mit der Auswahl der Suchaufgaben. Wer vor allem Onlineshops entwickelt, benötigt andere Testfragen als ein Dienstleister für Behörden oder App-Projekte. Die zehn Fragen der Untersuchung bieten dafür einen Ausgangspunkt. Für die eigene Auswertung sollten Agenturen festlegen, welche Leistungen, Projekttypen und Kundengruppen ihr gewünschtes Neugeschäft bestimmen.

Anschließend lässt sich für jede dieser Aufgaben prüfen, ob und wie die Agentur in den Antworten vorkommt. Dabei sind drei Befunde zu unterscheiden: Sie wird gar nicht genannt; sie wird genannt, aber unzutreffend beschrieben; oder sie erscheint mit einem passenden Leistungsprofil. Diese Unterscheidung ist für die weitere Arbeit hilfreicher als eine Gesamtzahl, die sämtliche Nennungen zusammenfasst.

Fehlt der Name, zeigt die Auswertung zunächst eine Lücke bei der untersuchten Suchaufgabe. Sie erklärt noch nicht deren Ursache. Wird die Agentur falsch beschrieben, lassen sich die angeführten Quellen auf veraltete oder unzutreffende Angaben prüfen. Erscheint sie mit einem passenden Profil, bleibt zu beobachten, ob sich dieses Ergebnis bei wiederholten Abfragen und in mehreren KI-Diensten bestätigt. Auch die anderen genannten Anbieter gehören in diese Prüfung, unabhängig davon, ob sie am Internetagentur-Ranking teilnehmen.

Die Untersuchung zeigt, welche Websites die Assistenten zitieren. Sie misst nicht, ob zusätzliche Inhalte, Verzeichniseinträge oder bestimmte Optimierungsmaßnahmen die Sichtbarkeit erhöhen. Wer solche Maßnahmen erprobt, sollte ihre Wirkung deshalb überprüfen und mögliche Änderungen der KI-Dienste mit berücksichtigen.

Für die Akquise bleibt schließlich eine zweite Messung erforderlich: Entstehen aus der Auffindbarkeit tatsächlich Kontakte und Aufträge? Dazu liefert die Studie keine Daten. Agenturen müssten bei neuen Anfragen nachvollziehen, ob ein KI-Assistent an der Dienstleistersuche beteiligt war und welche Leistung den Anlass gab.

Der entscheidende Befund der Untersuchung liegt damit in der Verteilung der Sichtbarkeit. Eine Agentur kann bei allgemeinen Fragen häufig genannt werden und bei ihren eigenen Leistungen kaum vorkommen. Sie kann bei Perplexity präsent sein und bei ChatGPT fast fehlen. Eine belastbare Bewertung muss deshalb benennen, bei welcher Aufgabe, in welchem Dienst und über welchen Zeitraum die Agentur erscheint. Erst dann lässt sich beurteilen, ob sie dort gefunden wird, wo sie neue Kunden gewinnen möchte.


Über die Daten: Gemessen wurde mit CrunchJunkie   , einer Software, die erfasst, welche Marken KI-Assistenten nennen und welche Quellen sie zitieren. Philipp Enders entwickelt CrunchJunkie und ist außerdem Geschäftsführer der Tiki-Taka Media GmbH   , einer Agentur für SEO, GEO und Google Ads. Die einzelnen Antworten können auf Anfrage nachgeprüft werden.

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