Ranking Transformations-Agenturen

Das sind die größten Agenturen für Digitale Transformation in Deutschland

01.06.2026 - Die Umsetzung der Digitalen Transformation und die Formulierung einer umfassenden Digitalstrategie gehören zu den wichtigsten strategischen Aufgaben einer Digitalagentur. Dennoch sank der Umsatz der Top-Transformationen im vergangenen Jahr. Doch das ist eine gute Nachricht.

von Joachim Graf

Während der Gesamtumsatz der deutschen Digitalagenturen leicht wächst, schrumpft der Transformationsumsatz bei den Spezialagenturen - wenn auch nur leicht. Das geht aus der Analyse des Subrankings der umsatzstärksten Transformations-Agenturen 2026 hervor.

Doch warum ist diese Entwicklung für die Agenturbranche eine gute Nachricht? Man muss etwas tiefer in die Zahlen schauen. Aber der Reihe nach:

  1. Erstens: Insgesamt melden die im Internetagentur-Ranking 2026   gelisteten deutschen Full-Service-Digitalagenturen für das Geschäftsjahr 2025 einen kombinierten Honorarumsatz von 2,377 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem leichten Umsatzplus von 0,9 Prozent (siehe: Schere im Agenturmarkt geht weiter auseinander   ). Zugleich ist die Zahl der teilnehmenden Unternehmen gesunken: Im Vorjahr waren noch 137 Agenturen im Ranking vertreten, dieses Jahr sind es 129.

  2. Zweitens: Das Subranking 'Digitale Transformation und Strategie' listet die größten Agenturen für diesen Anwendungsbereich nach dem Umsatzanteil, den das Unternehmen in diesem Spezialgebiet erwirtschaftet. Für das Subranking ist qualifiziert, wer wenigstens 30 Prozent seines Umsatzes im Bereich "Digitale Transformation und Strategie" erzielt. Die hier gelisteten 20 größten Spezialisten für digitale Transformation erwirtschafteten in diesem Feld 461 Millionen, gegenüber 463 Millionen im Jahr zuvor. Das ist ein Rückgang von 0,5 Prozent:


  3. Drittens: Auf den ersten Blick könnte man nun zu der Schlussfolgerung kommen, dass der Gesamtumsatz der Digitalagenturen (leicht) wächst, während der Transformationsumsatz (leicht) schrumpft. Doch tatsächlich ist alles ganz anders.

Wenn man nämlich die einzelnen Transformationsumsätze sämtlicher Agenturen im jeweiligen Ranking addiert (und nicht nur im Subranking gelisteten Transformations-Spezialisten), dann ergibt sich ein anderes Bild. Alle Fullservice-Agenturen zusammengenommen haben im Jahr 2026 rund 753 Millionen Euro mit Digitaler Transformation und Strategie umgesetzt. Im Jahr davor erwirtschafteten alle Agenturen mit diesem Geschäftsfeld 675 Millionen Euro. Das ergibt ein Gesamt-Transformationswachstum von deutlich über zehn Prozent in diesem Jahr.

Gleichzeitig schrumpft der Anteil der Transformations-Spezialagenturen am gesamten Transformationsumsatz der Branche von knapp 69 Prozent auf rund 61 Prozent. All diejenigen Agenturen, für die digitale Transformation und Strategie kein bestimmendes Geschäftsfeld ist, legen überdurchschnittlich zu.

Das macht sich auch am Anteil der einzelnen Anwendungsfelder fest. Mit einem Anteil von 32 Prozent hat Digitale Transformation und Strategie den höchsten Anteil am Gesamt-Agenturumsatz seit dem Jahr 2020 erreicht. Zum zweiten Mal in Folge ist Digitale Transformation das für den Umsatz wichtigste Geschäftsfeld deutscher Fullservice-Digitalagenturen. Vor allem E-Commerce und Digitale Werbung verlieren im Gegensatz dazu bei den Fullservice-Agenturen an Honorarrelevanz.


Deutsche Transformationsagenturen teilen sich in fünf Umsatzklassen

Die größten Transformationsagenturen mit fast identischem Umsatzanteil oberhalb der 100 Millionen Transformations- und Beratungsumsatz sind Plan.net und Init. Während das 'House of Communication' vor allem von seiner Netzwerkausrichtung in Richtung Großindustrie und Brands akquiriert, ist die Berliner Init spezialisiert auf öffentliche Auftraggeber.

Ein Viertel kleiner sind das Reply-Netzwerk sowie Exxeta, während wiederum deutlich kleiner die Plätze fünf bis neun folgen - mit Transformationsumätzen zwischen 20 und 40 Millionen Euro. Inovex auf Platz 10 führt mit 15,3 Millionen die vierte Umsatzklasse an. Bis Platz 15 mit MSQ   ist der Transformationsumsatz zweistellig, die weiteren Transformations-Spezialagenturen schaffen einstellige Millionenumsätze.

Die zehn umsatzstärksten Digitalagenturen 2026 für Digitale Transformation und Strategie

RangAgenturTeil-Umsatz in
Millionen Euro
Anteil am
Rankingumsatz
1 Plan.Net Gruppe   108,742 Prozent
2 init   107,755 Prozent
3 Reply   75,331 Prozent
4 Exxeta   72,959 Prozent
5Valantic   38,732 Prozent
6Intive   32,466 Prozent
7 MGM Technology Partners   30,132 Prozent
8 Appsfactory   29,560 Prozent
9 Team Neusta   22,930 Prozent
10 Inovex   15,330 Prozent


TLDR: der Markt für Digitale Transformation in Deutschland

  • Während der Gesamtumsatz der deutschen Digitalagenturen wächst, schrumpft der Transformationsumsatz bei den Spezialagenturen.
  • Insgesamt melden die im Internetagentur-Ranking 2026 gelisteten 129 deutschen Full-Service-Digitalagenturen ein Umsatzplus von 0,9 Prozent.
  • Die 20 Spezialagenturen mit mehr als 30 Prozent Transformationsumsatz erwirtschafteten in diesem Feld 461 Mio. Euro.
  • Das ist ein Minus von 0,5 Prozent.
  • Die Transformationsumsätze sämtlicher Agenturen summieren sich 2025 auf rund 753 Mio. Euro.
  • Das ist ein Plus von 10,3 Prozent.
  • Der Anteil der Spezialagenturen am gesamten Transformationsumsatz schrumpft 2026 von von knapp 69 Prozent auf rund 61 Prozent.
  • Mit einem Anteil von 32 Prozent haben Digitale Transformation und Strategie den höchsten Anteil am Gesamt-Agenturumsatz seit dem Jahr 2020 erreicht.
  • Zum zweiten Mal in Folge ist Digitale Transformation das für den Umsatz wichtigsten Geschäftsfeld deutscher Fullservice-Digitalagenturen.

Was die Agenturvorstände sagen

"2025 war für die Branche kein einfaches Jahr. Umso mehr freut es uns, dass wir unseren Honorarumsatz noch einmal steigern konnten", sagt Christian Schmitz , CEO der Plan.Net Group. Als Gründe nennt er unter anderem standortübergreifende Zusammenarbeit, eine konsequente Kundenorientierung sowie gezielte Investitionen in KI-Technologien und entsprechende Kompetenzen.

Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2024 meldet die auf öffentliche Auftraggeber spezialisierte Agenturgruppe Init wieder ein Umsatzplus. "In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld ist es gelungen, unser Geschäft zu stabilisieren, neue Kernmärkte auszubauen und damit zu diversifizieren", freut sich CEO Harald Felling . Als strategisches Wachstumsfeld nennt er insbesondere den Einstieg in den Health-Sektor. Darüber hinaus investiere das Unternehmen weiter in KI, datensouveräne Cloud-Services und Information Security.

Auch bei Reply ging es dieses Jahr aufwärts: "Unser rein organisches Wachstum zeigt, dass Unternehmen gezielt auf Partner setzen, die technologische Innovation mit strategischer Relevanz verbinden", erklärt Thomas Hartmann , Vorstand von Reply. Der Erfolg der Agentur basiere "auf der Verbindung aus kreativer Exzellenz, tiefem Technologieverständnis und der Fähigkeit, KI wirkungsvoll in digitale Geschäfts- und Kundenerlebnisse zu integrieren." Besonders KI-Agenten und Multi-Agenten-Systeme würden derzeit die Steuerung und Personalisierung digitaler Customer Journeys verändern.

Andreas Ritter , Gründer und Vorstandsmitglied von Exxeta, gibt zu bedenken: "In der aktuell angespannten wirtschaftlichen Lage zu wachsen, ist kein einfacher Job." Als zentrale Wachstumstreiber nennt er Data- und KI-Projekte. "Gleichzeitig erschließen wir neue Branchen, bauen unsere internationale Delivery stetig aus und stellen unser Geschäftsmodell breiter, robuster und damit zukunftsfähig auf", so Ritter weiter.

Für Valantic verlief das Geschäftsjahr dagegen schwieriger, der Gesamtumsatz schrumpfte um 14 Prozent. "2025 war ein Jahr, das die gesamte Branche stark gefordert hat. Geopolitische Unsicherheiten und eine sehr verhaltene Investitionsbereitschaft in mehreren Schlüsselindustrien haben das Marktumfeld spürbar beeinflusst", erklärt Uwe Tüben , Partner und Managing Director bei valantic cx. Gleichzeitig habe das Unternehmen neue Kundinnen und Kunden gewonnen, Technologiepartnerschaften ausgebaut und verstärkt in den Bereich Agentic AI investiert. "Diese Investitionen in Kompetenz und Qualität zahlen sich aus und schaffen eine belastbare Grundlage für weiteres Wachstum. Wir sind überzeugt, dass wir in die richtigen Themen investiert haben und gestärkt aus dieser Phase hervorgehen werden", gibt sich Tüben optimistisch.

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