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Display Advertising wächst 2019 um zehn Prozent

27.02.2020 - 2019 setzte die Branche netto 3,613 Milliarden Euro mit digitaler Display-Werbung um. Das sind rund zehn Prozent mehr als im Vorjahr - 2018 betrug der Umsatz 3,276 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr 2019 prognostiziert der OVK eine Wachstumsrate von sieben Prozent - eine Steigerung der Netto-Werbeinvestitionen auf 3,866 Milliarden Euro.

von Frauke Schobelt

Dies geht aus Marktzahlen zur digitalen Werbewirtschaft hervor, die der Online-Vermarkterkreis (OVK)   im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)   am Mittwoch veröffentlicht hat. Die neuen OVK-Daten beleuchten den Display-Advertising-Markt in Deutschland. "Das starke Wachstum der digitalen Werbung beruht auf mehreren Faktoren", sagt Rasmus Giese (United Internet Media), Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises OVK. "Die stärksten Treiber sind Bewegtbild, Mobile und der intelligente Einsatz von Technologie". Der OVK hat das Modell 2019 gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Statista überarbeitet. Grundlage sind die Daten der OVK-Mitglieder, Unternehmenspublikationen und Interviews mit Branchenexperten.

Der OVK prognostiziert für 2020 ein Wachstum von 7 Prozent. (Grafik: OVK/Statista)

Wachstum in allen Quartalen. (Grafik: OVK/Statista)

Display-Werbung profitiere weiterhin von der steigenden Internetnutzung, einem veränderten Mediennutzungsverhalten und Innovationen. Die umsatzstärkste Werbeform ist Pre-Roll mit hohen Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr. "Der Branche gelingt die Monetarisierung der mobilen Reichweiten immer besser. Zwei der Top-5-Formate sind Small-Screen-Ads. So verzeichnet das mobile Pre-Roll ein Plus von 60 Prozent, das Mobile Medium Rectangle sogar von über 100 Prozent", sagt Giese.
Starker Wachstumsschub für Pre-Rolls. (Grafik: OVK/Statista)

Der Handel investierte 2019 mehr in Display-Werbung. (Grafik: OVK/Statista)

Cookie-lose Zukunft mehr Chance als Bedrohung

Intensiv widmet sich der OVK auch der Post-Cookie-Ära. "Cookies sind neben Mobile Advertising IDs derzeit der einzige offene und übergreifend etablierte Standard, um im Internet, zum Beispiel für zielgruppenbezogene Werbung, Frequency Capping und Re-Targeting, User pseudonym zu identifizieren", sagt Christopher Kaiser (Ströer Digital Media), stellvertretender Vorsitzender des OVK. "Doch ihre Entwicklung ist endlich. Gemeinsam mit unseren Marktpartnern evaluieren wir daher unterschiedliche Ansätze, um der Entwicklung zu begegnen und alternative und bessere Lösungen zu finden. Wir begreifen die Cookie-lose Zukunft mittlerweile weniger als eine Bedrohung, sondern vielmehr als eine echte Chance für einen neuen und besseren Industriestandard in Deutschland und Europa."
In seinem Ausblick für 2020 kündigte der Online-Vermarkterkreis zudem eine Fortsetzung der Fachkampagne 'Top-of-mind'   an, sowie ein Engagement beim Deutschen Digital Award   , der am 23. April in Berlin vergeben wird.

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