Messen/Kongresse

Ifo-Institut: Deutsche Industrie will künftig weniger auf Messen ausstellen

10.09.2020 - Die Messegesellschaften müssen sich nach Corona auf ein schwierigeres Geschäft einstellen. 39 Prozent der deutschen Industriefirmen, die bislang auf Fachmessen ausgestellt haben, wollen ihre Teilnahme verringern.

von Christina Rose

Das geht aus der ifo-Konjunkturumfrage im August hervor. Nur 2 Prozent wollen künftig an mehr Messen teilnehmen, 59 Prozent wollen ihr Engagement nicht verändern. "Messen bleiben weiter wichtig für die Unternehmen, aber sie werden sich verändern müssen", sagt ifo-Messeexperte Horst Penzkofer .

Insbesondere größere Firmen wollen ihre Auftritte zurückfahren. Bei Unternehmen mit über 1000 Beschäftigten sind es 47 Prozent, zwischen 500 und 1000 sogar 49 Prozent. "In welchem Umfang das geschieht, wurde nicht abgefragt", erläutert Penzkofer.

Digitale Formate sind durch die Coronakrise offenbar beliebter geworden und stellen mittlerweile eine Alternative zu den traditionellen Messen dar. 65 Prozent der Aussteller wollen sie in Zukunft stärker nutzen. Auch hier sind die Großen vorn: 72 Prozent sind es bei Firmen über 1000 Beschäftigten und sogar 74 Prozent zwischen 500 und 1000. "Die Messegesellschaften sind schon dabei, digitale Instrumente in die Messen einzubauen oder führen digitale und hybride Veranstaltungen durch", ergänzt Penzkofer.

48 Prozent der ausstellenden Industriefirmen in der Umfrage gaben an, fehlende Messeteilnahmen hätten keine wirtschaftlichen Einbußen zur Folge gehabt. Bei 46 Prozent war dies "in geringem Umfang" der Fall, bei 6 Prozent allerdings "in hohem Umfang".

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