Wie der neue Buchmarkt-Report von GfK Entertainment und Nielsen BookData zeigt, in dem 16 Länder analysiert wurden, reichten die Zugewinne von einstelligen Werten in den wirtschaftlich starken Absatzgebieten Frankreich (+1,3 Prozent) und Großbritannien (+1,8 Prozent) bis hin zu beträchtlichen Steigerungen in den aufstrebenden Buchmärkten Indien (+8,7 Prozent) und Mexiko (+10,0 Prozent). Lediglich vier Länder, darunter Australien (-1,9 Prozent) und Südafrika (-0,2 Prozent), landeten in den ersten acht Monaten des Jahres im Minus.
Rückläufige Absätze in drei Viertel der untersuchten Länder
Während die Durchschnittspreise für Bücher beispielsweise im belgischen Flandern (+8,7 Prozent), in Südafrika (+7,6 Prozent), Brasilien (+6,1 Prozent) und Großbritannien (+5,7 Prozent) zwischen Januar und August 2023 spürbar anzogen, war die verkaufte Menge in drei Viertel der untersuchten Regionen rückläufig. Auch hier bilden Länder wie Indien (+6,4 Prozent an Absatz) und Mexiko (+4,2 Prozent an Absatz) die Ausnahme. Eine weitere Erkenntnis der Studie: Fiktionale Titel performen größtenteils stärker als Sachbücher bzw. Ratgeber, sodass ihre Umsatzentwicklung in zehn von 16 Ländern besser ausfiel.
5,1 Prozent Umsatzplus in Deutschland
In Deutschland, das im Rahmen der Auswertung auf Basis der Halbjahresdaten von Consumer Panel Services GfK separat betrachtet wurde, kletterten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um +5,1 Prozent nach oben. Zu verdanken ist dies vor allem dem um +2,6 Prozent gestiegenen Durchschnittspreis, während die Absätze nur um +2,4 Prozent zulegen konnten.
Reisebücher boomen, Comic-Trend vorerst vorbei
Nachdem bereits im Nach-Corona-Jahr 2022 wieder verstärkt zu Reiseführern gegriffen wurde, setzt sich dieser Trend nun weiter fort. Das Reisebuchsegment boomt und gehört 2023 zu den am stärksten wachsenden Genres überhaupt. Die Hälfte aller 16 analysierten Buchmärkte vermeldete bei dieser Warengruppe sogar zweistellige Umsatzanstiege. Comics und insbesondere Mangas müssen nach einigen sehr starken Jahren hingegen kräftige Einbußen hinnehmen. Diese belaufen sich zum Beispiel in Spanien auf -10,9 Prozent, in Italien auf -9,1 Prozent.