Künstliche Intelligenz

KI und 5G: Zwischen Angst und Vorfreude

16.09.2019 - KI und 5G gehören zu den bekannteren digitalen Buzzwords. Dabei weckt der Begriff '5G' eher positive Emotionen. 'KI' und 'Künstliche Intelligenz' wird dagegen stark mit Zweifel und Angst verbunden.

von Frauke Schobelt

Dies ist ein Ergebnis des aktuellen 'Digital Radars' von Marktforscher Best Research   aus Bielefeld. Die Studie untersucht die Bekanntheit und emotionale Prägung verschiedener Buzzwords aus dem Digitalbereich. 575 Personen im Alter von 16 bis 59 Jahren mit einer gewissen Affinität für digitale Themen wurden dafür online befragt. Die Grundgesamtheit entspreche damit 38,8 Millionen Menschen in Deutschland.

Buzzwords sind vielen nicht bekannt

Digitale Buzzwords werden völlig selbstverständlich in den Medien, aber auch in der Unternehmenskommunikation eingesetzt. Dabei sind selbst vielen Menschen, die digitale Themen nicht grundsätzlich ablehnen, diese Begriffe nicht bekannt. Während '5G' mit 85 Prozent und 'KI' mit 98 Prozent in der Breite als Begriff zumindest schon einmal gehört wurden, ist die Bedeutung von Begriffen wie 'Augmented Reality', 'Blockchain' oder 'Internet of things' schon deutlich weniger präsent. Deren Bekanntheit liegt in der befragten Gruppe bei rund 50 Prozent. Blockchain erreicht sogar nur 36 Prozent. In der Gesamtbevölkerung dürften diese Begriffe mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmals deutlich weniger bekannt sein, so die Initiatoren der Untersuchung.

Hohe Erwartungen an 5G

Die Studie untersuchte außerdem, welche Emotionen die ausgewählten Buzzwords bei den Befragten auslösen. Die Ergebnisse:
  • "5G" weckt primär positive Emotionen. Es ist damit eine hohe Neugier verbunden. 5G ist auch spannend. Für die Industrie lässt sich daraus ableiten, dass hohe Erwartungen mit 5G verknüpft sind. Für die Mobilfunkanbieter, aber auch für die Politik, ist die Messlatte für die zukünftige Entwicklung der Mobilfunkinfrastruktur hoch angelegt.
  • "Künstliche Intelligenz" erzeugt demgegenüber stark polarisierende Emotionen: Neugier und Spannung stehen ausgeprägter Zweifel und auch echte Angst entgegen. Die Verheißungen einer neuen Welt stehen offenbar einer deutlich unsicheren Zukunft frontal gegenüber.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
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    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

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