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Deutsche wollen CO2-Fußabdruck beim Onlineshopping ausgleichen

21.07.2020 - Nachhaltigkeit ist in aller Munde und Konsumenten verlangen zunehmend umweltfreundliche Produkte, um ihren CO2-Fußabdruck möglichst gering zu halten.

von Susan Rönisch

Laut einer aktuellen Appinio-Umfrage im Auftrag des Onlineshops Galaxus   sind zwei Drittel (68 Prozent) der Deutschen überzeugt, dass sie auch als Einzelperson etwas für das Klima tun können. Bei Frauen ist die Zustimmung besonders hoch - 73 Prozent teilen diese Meinung. Bei den Männern sind es 63 Prozent.

Rund 80 Prozent der Generation Z wollen ihren CO2-Fußabdruck kompensieren

Das Interesse für nachhaltigeren Konsum ist auch beim Onlineshopping angekommen: Knapp 60 Prozent der Befragten begrüßen es, wenn sie ihre Online-Einkäufe kompensieren könnten. Bei den Online-Shoppern unter 25 Jahre ist dieser Wunsch besonders stark ausgeprägt - knapp 80 Prozent hätten Interesse an einer solchen Möglichkeit.

Über zwei Drittel (68 Prozent) der Konsumenten sind bereit, ein bis fünf Prozent des Kaufpreises von Produkten zusätzlich für die Kompensation des CO2-Fußabdrucks zu bezahlen. Diese Bereitschaft ist über alle Altersgruppen hinweg ausgewogen. Einen höheren prozentualen Anteil des Kaufpreises für den Klimaschutz zu bezahlen, trifft dagegen auf wenig Zustimmung (5-10 Prozent des Preises: 9 Prozent, 10-20 Prozent des Preises: 2 Prozent, mehr als 20 Preis des Preises: 1 Prozent).

Konsumenten fordern Klimatransparenz

Obwohl mehr als die Hälfte der Deutschen (57 Prozent) Wert darauflegen, dass Händler und Hersteller Nachhaltigkeit in ihren Geschäftsprozessen (z.B. Rohstoffe, Produktion, Lieferung) berücksichtigen, fühlt sich über die Hälfte (59 Prozent) der Konsumenten nicht ausreichend von ihnen informiert. Über 65 Prozent der Befragten wissen zudem nicht, wo sie Informationen über den CO2-Fußabdruck von Produkten und Dienstleistungen finden. In der Altersgruppe über 55 Jahre sind es sogar noch mehr: Über 72 Prozent sind im Unklaren darüber, wo sie diese Informationen nachsehen können.

Energieeffizienz, Recycling und Verpackungen weit vorn im Nachhaltigkeits-Bewusstsein

Seit über 20 Jahren sind Hersteller dazu verpflichtet, die Energieeffizienz ihrer Geräte mit den Klassen G bis A+++ zu kennzeichnen. Wie die Studie zeigt, achten über 62 Prozent der Deutschen auf die Energieeffizienz von Geräten. Ebenso achtet über die Hälfte der Befragten auf den Anteil von recycelten Materialien (59 Prozent) sowie nachhaltige Verpackungen (53 Prozent). In Letzteren sehen mehr als die Hälfte der Deutschen (59 Prozent) auch die größte Chance, ihr Verhalten in Zukunft noch nachhaltiger zu gestalten.

Bei den Baby Boomern und 45- bis 54-Jährigen ist das Bewusstsein für Energieeffizienz, Recycling-Anteil und Verpackung besonders stark ausgeprägt - mehr als die Hälfte achtet hier auf Nachhaltigkeit (Energieeffizienz 45-54 Jahre: 72 Prozent, 55-72 Jahre: 66 Prozent; Recycling-Anteil: 45-55 Jahre: 57 Prozent, 55-72 Jahre: 70 Prozent; Verpackung 45-55 Jahre: 56 Prozent, 55-72 Jahre: 62 Prozent).

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