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Homeoffice-Neid: Wie sich die Deutschen die Zukunft der Arbeit vorstellen

22.01.2021 - Future of Work-Report: Die meisten deutschen Arbeitnehmer schätzen die Möglichkeit, im Homeoffice arbeiten zu können. Für die Zukunft wünschen sie sich hybride Arbeitsmodelle und flexible Arbeitszeiten.

von Frauke Schobelt

Die Vorgabe der Bundesregierung, in Coronazeiten mehr Homeoffice zu ermöglichen, stößt bei vielen Arbeitgebern auf Kritik. Doch wie sieht es bei den deutschen Arbeitnehmern aus? Wie ist die Situation in den deutschen Homeoffices? Wer darf, wer möchte und wer muss von zuhause arbeiten? Wie gut schlagen sich Arbeitgeber in der Bewältigung der Krise? Diesen Fragen geht die erste Appinio Insights-Studie 2001 'The Future of Work Report'   auf den Grund, die das Marktforschungsunternehmen Appinio   in Zusammenarbeit mit dem Jobportal Indeed   erstellt hat. 2000 Deutsche, die in Teil- oder Vollzeit arbeiten, wurden dafür im Dezember 2020 befragt. Die Studie untersucht außerdem, wie sich Arbeitnehmer die Zukunft der Arbeit vorstellen und wie stark der Einfluss der Pandemie auf die Digitalisierung und auf das Miteinander im Team ist.

Die Mehrheit der Befragten blickt demnach optimistisch in die Zukunft. Die wichtigsten Ergebnisse:
Homeoffice

  • Arbeiten von Zuhause: Jeder dritte Deutsche in einem Voll- oder Teilzeitjob arbeitete zum Zeitpunkt der Erhebung im Homeoffice (33 Prozent).
  • Ungleichheiten: Personen in Führungsrollen haben vor Corona deutlich öfter von Zuhause aus gearbeitet als Arbeitnehmer ohne Führungsverantwortung: Knapp die Hälfte (45 Prozent) aller Arbeitnehmer hatte vor der Pandemie nicht die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. In angestellten Führungspositionen sind es 28 Prozent und unter den Arbeitgebern sind es nur zwölf Prozent.
  • Zukunftsaussicht: Zwei Drittel (67 Prozent) aller Befragten, die die Möglichkeit haben, im Homeoffice zu arbeiten, wünschen sich in der Zukunft eine Hybrid-Lösung, sodass sie zeitweise von Zuhause und zeitweise im Büro arbeiten können.
  • Homeoffice Neid: Mehr als die Hälfte aller Befragten, die selbst kein Homeoffice machen können (54 Prozent), beneiden jeden, der im Home Office arbeitet. Ein Drittel können sich einen Jobwechsel (34 Prozent) oder sogar einen Quereinstieg in einen neuen Beruf vorstellen (35 Prozent).

Digitalisierung - Digitale Tools
  • Für mehr als die Hälfte aller Befragten (53 Prozent) hat sich der Arbeitsalltag seit Corona durch die Einführung digitaler Tools tendenziell verändert. 87 Prozent empfinden diese Veränderung als positiv.
  • Konsequenzen: In etwa jeder Dritte fühlt sich durch neue digitale Tools gestresst (37 Prozent), kontrolliert (33 Prozent) oder überfordert (32 Prozent). Dennoch sind 44 Prozent aller Befragten durch die eingeführten Tools und Lösungen zufriedener, jeweils 40 Prozent haben vielfältigere Aufgaben und sind motivierter als zuvor.
  • Videokonferenzen: Ob Videokonferenzen nerven oder nicht, wird von der einen Hälfte der Befragten (49 Prozent) mit (eher) ja und von der anderen Hälfte (51 Prozent) (eher) mit nein beantwortet.
  • Digitale Bewerbungsgespräche: Auf Grund der Pandemie haben viele Unternehmen auf einen digitalen Bewerbungsprozess umstellen müssen. 82 Prozent aller Teilnehmer bewerten dies als positiv.

Leadership
  • Verhältnis zum Vorgesetzten: Für jeden vierten Arbeitnehmer (23 Prozent) hat sich das Verhältnis zum Vorgesetzten durch Corona verändert. Die große Mehrheit gab an, dass diese Veränderung zum Positiven ist.
  • Wertschätzung der Arbeit: 29 Prozent aller Arbeitnehmer finden, dass ihre Arbeit seit Corona mehr wertgeschätzt wird als vorher. Vor allem junge Arbeitnehmer unter 35 empfinden dies überdurchschnittlich häufig so.

Zukunft
  • Sorgen: 42 Prozent der Befragten haben sich schon einmal Sorgen um ihren jetzigen Arbeitsplatz gemacht. Am meisten Sorgen hatten junge Menschen zwischen 25 und 34 Jahren.
  • Gründe: Als häufigster Grund zur Sorge wurde die gesamtwirtschaftliche Lage genannt (62 Prozent), gefolgt von Kurzarbeit (43 Prozent) und drohenden Entlassungen im eigenen Unternehmen (41 Prozent).
  • Wünsche: Am ehesten wünschen sich Arbeitnehmer in ihrem Job ein faires Gehalt (49 Prozent), Sicherheit im Job (36 Prozent) und flexible Arbeitszeiten (30 Prozent).

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