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Marketer glauben langfristig nicht an Tiktok und Clubhouse

01.04.2021 - Social-Media-Plattformen wie Instagram, Facebook und Tiktok finden immer mehr ältere Nutzer und werden als Absatzkanal für den Handel immer wichtiger. Weniger optimistisch sehen Marketing- und Digitalexperten allerdings langfristig die Zukunft von Tiktok und Clubhouse.

von Christina Rose

Werden sich Clubhouse   und TikTok   auf Dauer als Marketing-Kanal durchsetzen? Welche Rolle spielen soziale Netzwerke in Zukunft für den Onlinehandel? Und wie werden strengere Privacy-Standards die Zukunft des Social-Media-Marketings beeinflussen? Die Frankfurter Social-Ads-Agentur Zwei Digital   hat unter anderem zu diesen Themen 200 Professionals aus der Digital- und Marketingbranche befragt. Das Ergebnis: Ein vielschichtiges Meinungsbild und teils unentschlossene Expert:innen.

Die sozialen Medien als digitales Umfeld für jedermann, egal wie alt? Dass insbesondere die Zahl älterer Menschen, die sich auf Facebook   , Instagram   und Co. tummeln, durch die Corona-Pandemie gestiegen ist, bestätigen mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer:innen (52 Prozent). Lediglich 20 Prozent stimmen der Aussage, dass entsprechende Kanäle von älteren Menschen durch Corona immer stärker genutzt werden, nicht oder überhaupt nicht zu. 18 Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage weder zu noch lehnen sie sie ab.

Ein sehr deutliches Bild ergibt sich aus der Einschätzung der Branchenexpert:innen bezüglich des Potenzials sozialer Netzwerke für den Handel: 65 Prozent der Teilnehmer:innen glauben, dass Plattformen wie Instagram, Facebook, Instagram und TikTok in naher Zukunft einen wichtigen Absatzkanal darstellen werden. Lediglich 19 Prozent stimmen dieser Aussage nicht zu, während der Rest sich nicht festlegen möchte. Ebenfalls 65 Prozent glauben sogar, dass soziale Netzwerke sich zunehmend auch zu Anbietern von Shopsystemen entwickeln.

Clubhouse und TikTok: Gekommen um zu bleiben?

Apropos TikTok: Dass sich der Newcomer unter den Social Networks langfristig als unverzichtbarer Kanal im Marketing-Mix etablieren wird, glauben lediglich 23 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen. Demgegenüber stehen 40 Prozent, die der Meinung sind, dass TikTok sich nicht zu einer nachhaltigen Alternative zu den etablierten Plattformen entwickeln wird. Der Anteil jener, die sich bei dieser Frage nicht festlegen möchten, ist mit einem Anteil 37 Prozent ebenso vergleichsweise groß.

Clubhouse wird den Hype überleben und sich als wichtige Kommunikationsplattform etablieren - eine weitere These, mit der die befragten Digital- und Marketing-Professionals konfrontiert wurden. Knapp 55 Prozent stimmen dieser Aussage nicht oder überhaupt nicht zu, während 38 Prozent weder zustimmen noch ablehnen. Der Anteil jener, die Clubhouse ein Leben nach dem Hype zutrauen, liegt bei mageren 7 Prozent.

Neue Privacy-Standards: Das Ende der Personalisierung?

Bliebe noch der Themenkomplex Tracking und Privacy, der im Zuge des anstehenden iOS-Updates 14 die Marketing-Welt in Atem hält. Die Ergebnisse der Befragung sprechen für sich: Nahezu jede/-r zweite (48 Prozent) Befragte glaubt, dass es aufgrund strengerer Datenschutzmaßnahmen immer schwieriger wird, Kund:innen mit personalisierter Werbung anzusprechen. Lediglich 27 Prozent stimmen in diesem Punkt nicht zu.

Eine noch viel größere Lücke zwischen Zustimmung und Ablehnung klafft bei der Frage, ob vor dem Hintergrund erschwerten Trackings und höherer Privacy-Standards digitale Marketing-Strategien grundlegend überdacht und angepasst werden müssen. Während 66 Prozent der Befragten diese These unterstreichen, sind gerade einmal 14 Prozent der Meinung, dass ein größerer Anpassungsbedarf nicht notwendig ist.

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