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Mediaqualität

Datenschutz: Mediabranche fürchtet um digitale Werbeerfolge

23.08.2022 - Rund ein Drittel der Mediaschaffenden hat noch keine Strategie zur Umsetzung der bevorstehenden Änderungen im Datenschutz. Über zwei Drittel der KonsumentInnen fühlt sich bei der Weitergabe ihrer Daten zu Werbezwecken unwohl.

von Frauke Schobelt

Die Media-Branche zeigt sich besorgt über die möglichen Auswirkungen der bevorstehenden Änderungen bei den Datenschutzrichtlinien. Auch KonsumentInnen haben Bedenken, was den künftigen Umgang mit ihren persönlichen Daten im Internet angeht. Dies ist das Ergebnis des 'Future of Privacy-First Advertising Report 2022'   von Integral Ad Science   in Zusammenarbeit mit YouGov. Ein Marktforschungsunternehmen hat im Rahmen der Studie 1.131 KonsumentInnen und 346 Digital-MediaexpertInnen aus den USA zu ihren Ansichten über die veränderten Datenschutzrichtlinien, die Zukunft des Ad-Targetings und die mögliche Unterstützung durch Mediaqualitätslösungen bei der Umsetzung der neuen Vorgaben befragt.

Was demnach den Datenschutzansatz der Advertiser in absehbarer Zukunft bestimmen wird:

  • Online-Datenschutz ist den KonsumentInnen wichtig, aber ihr Vertrauen in die Sicherheit ihrer persönlichen Daten schwindet: Obwohl die KonsumentInnen zustimmen, dass Datenschutz Priorität haben sollte, hat nur die Hälfte (50 Prozent) Vertrauen in die Sicherheit ihrer Online-Daten beim Surfen im Internet. Darüber hinaus geben mehr als zwei Drittel (67 Prozent) an, dass sie in Bezug auf ihre Online-Daten und ihre Privatsphäre wachsamer sind als je zuvor.
  • KonsumentInnen sind sich der verschiedenen Targeting-Strategien bewusst: Neun von zehn KonsumentInnen (90 Prozent) wissen, dass Websites und Apps ihre Daten zu Werbezwecken sammeln und weitergeben. Die große Mehrheit von ihnen (68 Prozent) fühlt sich damit trotz der gewünschten Personalisierung unwohl.
  • Trotz ihrer Besorgnis sind viele MediaexpertInnen nicht ausreichend über die Veränderungen in den Datenschutzrichtlinien informiert und die Mehrheit hat auch noch keine klare Strategie für deren Handhabung: Fast zwei Drittel (62 Prozent) der Befragten sind sich einig, dass das Verständnis des Datenschutzes in diesem Jahr Priorität hat. Die Mehrheit (89 Prozent) ist sogar der Meinung, dass der Datenschutz in Bezug auf personenbezogene Daten (PII) für Marken an erster Stelle steht. Allerdings ist nur etwa die Hälfte der Digital-MediaexpertInnen mit datenschutzrelevanten Themen wie Browsern (53 Prozent), Vorschriften (51 Prozent) oder mobilen Identifikatoren (45 Prozent) vertraut. Darüber hinaus gibt fast ein Drittel (29 Prozent) an, dass ihr Unternehmen noch nichts unternommen hat, um die bevorstehenden Änderungen in den Richtlinien umzusetzen. Nur 36 Prozent sagen, dass sie bereits ein Team für die Integration der neuen Datenschutzrichtlinien gebildet haben.
  • Integral Ad Science empfiehlt Marken daher, ihre Werbung auf kontextrelevante Inhalte auszurichten, die bei den KonsumentInnen auch in Sachen Datenschutz besser ankommen: Zwei Drittel (66 Prozent) der KonsumentInnen würden wahrscheinlich die Website einer Marke oder eines Produkts besuchen, wenn ihnen relevante Werbung angezeigt wird. In der Praxis setzen jedoch erst 29 Prozent Contextual Targeting um.
  • Rund die Hälfte der MediaexpertInnen (51 Prozent) meint, dass Lösungen für die Mediaqualität immer wichtiger werden. Dies stelle sicher, dass die richtigen Zielgruppen erreicht werden und Ad Buyer und Seller bei allen bevorstehenden Änderungen im Datenschutz aktiv zusammenarbeiten.

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