Prognose

E-Commerce-Anteil am Einzelhandelsumsatz steigt deutlich

09.01.2019 - Die Forscher von Ibi Research an der Universität Regensburg prognostizieren, dass der Anteil der Online-Umsätze am Einzelhandel bis zum Jahr 2024 auf 17 Prozent ansteigen werden.

von Christina Rose

Diese Zahl basiert auf dem sogenannten "progressiven Szenario" der Untersuchung. Im Jahr 2017 lag der Anteil noch bei 9,6 Prozent. Im "Basisszenario" - also dem wahrscheinlicheren Fall - wird der E-Commerce-Anteil etwas moderater steigen und 2024 bei 15,0 Prozent liegen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Anstieg von 6,6 Prozent. Im Vergleich zu den Prognosen der Vorjahre rechnen die Regensburger Experten also mit einem etwas langsameren Wachstum der E-Commerce-Umsätze.

Weiterhin hohes, aber etwas langsameres E-Commerce-Wachstum

Die Dynamik im E-Commerce ist demnach unverändert hoch. Die Umsätze im Online-Handel wuchsen zwischen 2010 und 2017 jährlich um durchschnittlich 18,1 Prozent- und das, obwohl die Umsätze des gesamten Einzelhandels, also inklusive des stationären Handels, im selben Zeitraum nur um 2,7 Prozent pro Jahr (preisbereinigt gar nur um 1,4 Prozent p. a.) zulegten. Diese relativ magere Entwicklung des (stationären) Handels geht vor allem zulasten der mittelständischen Fachhändler. Deren Marktanteil hat sich von 2000 bis 2017 nahezu halbiert.

Online-Marktanteil am Einzelhandel im Jahr 2024 könnte über 15 Prozent betragen

Der Anteil des E-Commerce an den Einzelhandelsumsätzen betrug 2017 noch 9,6 Prozent. Bis zum Jahr 2024 soll er bis auf 15,0 Prozent ansteigen (Basisszenario), wobei im progressiven Szenario sogar ein Anstieg bis auf 17,0 Prozent erwartet wird. "Berücksichtigt man, dass im Lebensmitteleinzelhandel der Online-Verkauf in der Breite noch kaum eine Rolle spielt, ergibt sich für den restlichen Einzelhandel (ohne Lebensmittel) bereits heute ein Online-Anteil am Umsatz von rund 15 Prozent", sagt Holger Seidenschwarz, Handelsexperte bei Ibi Research und für die Studie verantwortlich.

Im Vergleich zu den Prognosen der Vorjahre wird aber ein langsamerer Anstieg erwartet. Im letzten Jahr etwa hatten die Forscher bereits für 2023 einen Anteil von 15,5 Prozent im Basisszenario erwartet. Dieser Wert wird nun voraussichtlich erst einige Zeit später erreicht. "Dennoch ist aus unserer Sicht noch kein Ende des Online-Booms absehbar", so Seidenschwarz.

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