CRM-Symposium: Corporate Publishing im Abseits?

31.12.2001 - CRM und Integrierte Kundenkommunikation standen auf der Tagesordnung, als das Forum Corporate Publishing Verbandsmitglieder und Gäste zum "CRM-Führungskräfte-Symposium" nach Hamburg einlud.

Auch die Kundenzeitschriften-Branche steht im Zeichen der Konsolidierung, wie die rege Diskussion der Teilnehmer zeigte. "500 bis 1.000 Kundenzeitschriften werden wieder eingestellt werden", glaubt Volker Zanetti von der PublisherŽs Factory in München. Dass derzeit die Marketingbudgets eingefroren werden, bekommen auch die Macher der Kundenzeitschriften zu spüren. Petra Tewes, Geschäftsführerin des FCP: "Die Auftragslage ist zwar noch stabil, aber es ist sehr schwer, neue Kunden zu gewinnen." Zwar genießen Kundenzeitungen ein hohes Ansehen, dennoch integrieren nur wenige Unternehmen ihre Kundenzeitungen in eine CRM-Strategie. "Die Kommunikationspolitik deutscher Unternehmen ist eine Welt von Insellösungen", moniert etwa Prof. Dr. Peter Winkelmann von der Fachhochschule Landshut. Glaubt man den Verbandsmitgliedern, wird sich das so bald nicht ändern. "Die meisten Unternehmen haben nicht mal Adressen", so Frank Trurnit vom Trurnit & Partner Verlag. "Man muss erst die Strukturen für eine Dialog-Orientierung schaffen!"

Überdies setzen die Unternehmen in Zeiten knapper Marketingbudgets oftmals lieber auf das günstigere Mailing, so der allgemeine Grundtenor. Dass es sich dennoch lohnt, Kommunikations- und Marketingmaßnahmen zu verknüpfen, zeigten Thomas Kramer und Hartmut Kozok, Chefs der Agentur Freihafen. Sie stellten eine VW-Kampagne vor, die in ein komplettes Kundenbindungsprogramm integriert ist und einen zehnprozentigen Response generiert haben soll. Es geht also doch. Aber davon gilt es erstmal die Unternehmen zu überzeugen. sam

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