Virtuelle Meetings: Effizienzsteigerung in Echtzeit?

26.06.2002 - Verändert E-Learning Lerngewohnheiten?

Während des Internet-Hype noch in aller Munde, erfreuen sich E-Learning und virtuelle Konferenzen im Zeitalter der Konsolidierung, heruntergeschraubten Budgets und Personal- kosten zurzeit geringer Aufmerksamkeit - sollte man glauben. Eric Kuhlenbeck, Territory Sales Manager von Centra Software Deutschland, Lösungsanbieter für E-Learning, sieht in virtuellen Meetings, Konferenzen und synchronem Lernen hingegen eine Chance zur Effizienzsteigerung. Manager könnten rund um den Globus in virtuellen Teams zusammenarbeiten, in Echtzeit lernen und dabei nicht nur Zeit sparen, sondern auch das Reisekostenbudget schonen.

Voraussetzung sei besonders beim E-Learning eine sinnvolle Kombination aus Präsenzveranstaltungen und virtuellen Aufgaben, einem so genannten "Blended Learning", so Kuhlenbeck. Zwar könne die Technologie keine persönliche Teamarbeit ersetzen, aber doch immerhin ergänzen, sagt Centra-Anwender und E-Learning-Manager Konrad Faßnacht von Siemens in München. "Face-to-Face-Meetings werden immer notwendig sein, aber derartige Tools eignen sich dazu, sich wesentlich häufiger und schneller zu treffen als bisher."

Bislang arbeiten die Siemens-Manager mit der E-Learning-Lösung sowohl an Fallaufgaben im Rahmen eines Lernprogramms als auch an echten Geschäftsprozessen. Einige Manager hätten bereits Interesse bekundet, "dieses Tool auch in ihrer normalen Arbeitsumgebung einzusetzen", so Faßnacht.

Die Technologie "bildet ab, was im Konferenzraum vor sich geht", sagt Kuhlenbeck. Dazu muss sich der mit PC, Modem und Head-Set ausgestattete Teilnehmer - theoretisch vom brasilianischen Hotelzimmer aus - lediglich per URL und Passwort in das elektronische Treffen einloggen und kann je nach Nutzungsrecht an Diskussionen, Gruppenarbeiten und Präsentationen teilnehmen oder auch eine elektronische Wissensbibliothek anzapfen.

Centra betreut neben Siemens unter anderen Sony, den Cornelsen Verlag und die GfK. Ob die "Webinars" im Zuge des prognostizierten Wirtschaftsaufschwungs bald auch in den Lernkonzepten des Mittelstands Einzug halten? ks

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Daniel Kalkowski
    Daniel Kalkowski
    (swoox GmbH / Lifestyle Webconsulting GmbH)

    Warum KI-Agenten im Prozess besser funktionieren als im Chat - 4 Muster aus der Praxis

    KI-Agenten scheitern selten am Modell. Sie scheitern daran, dass niemand sagen kann, was der Agent im Zweifel tun darf, wer eingreift, wenn er falsch liegt, und was hinterher nachweisbar ist.

    Der Vortrag zeigt vier Muster, mit denen Unternehmen KI nicht im Chatfenster, sondern im modellierten Geschäftsprozess produktiv machen: Datenänderung als Auslöser, Agent mit klar begrenztem Werkzeugkasten, definierte Freigabepunkte für Menschen, durchgängiges Protokoll jeder Entscheidung. Grundlage sind Projekte aus E-Commerce, Touristik und Industrie - inklusive der Fälle, in denen sich Automatisierung nicht gerechnet hat.

    Dazu eine nüchterne Einordnung was nach dem Digital Omnibus vom EU AI Act ab August 2026 tatsächlich schon gilt und was auf Ende 2027 verschoben wurde. Zum Abschluss eine Kurz-Demo wie ein solcher Prozess in BPMN 2.0 aussieht und wie ein Agent darin eingebettet wird.

    Für IT-, E-Commerce- und Prozessverantwortliche, die über den Piloten hinauskommen wollen.

    Vortrag im Rahmen der Daten & KI 26 am 08.09.26, 10:00 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de