Keine Robinson-Liste für Online-Werbung in USA

28.11.2007 - Verbraucher- und Datenschützer scheitern erneut vor der Handelsbehörde FTC

US-amerikanische Daten- und Verbraucherschützer sind zum zweitem Mal mit dem Versuch gescheitert, eine Robinson-Liste gegen Behavioral Targeting zu etablieren. Neun Verbände hatten eine entsprechende Petition bei der US-Handelsbehörde FTC eingereicht. Demnach sollten Online-Vermarkter und Ad-Server-Anbieter der FTC alle Server melden, die Tracking-Cookies zur Verfolgung des Surf-Verhaltens der User benutzen. Die FTC sollte daraus eine Liste erstellen und den Usern zum Download bereitstellen. Diese hätten dann die Möglichkeit, die Daten in ihren Browser zu laden, der mit Hilfe eines Plug-in die gelisteten Tracking- Cookies abblockt.

Die FTC lehnte diese Forderung erneut ab. Nach Ansicht der Behörde sind die Möglichkeiten der Selbstregulierung in der Behavioral-Targeting-Branche noch nicht ausgereizt. Erste Ansätze in dieser Richtung gibt es bereits. So stellen beispielsweise der Online-Verband NAI und der Portalbetreiber AOL den Nutzern Austragungslisten zur Verfügung, die den Datenschützern aber noch nicht weit genug gehen.

Nach Ansicht von Ulrich Hegge, Geschäftsführer des Behavioral-Targeting-Anbieters Wonderloop, besteht in Deutschland kein Bedarf für Opt-out-Optionen, da die hiesigen Anbieter im Gegensatz zu vielen US-Kollegen datenschutzrechtlich sauber arbeiteten und somit keine IP-Adressen verfolgten. Auch der DDV spricht sich gegen eine Do-not-track-Liste aus, begrüßte aber die Forderung der US-Verbände nach mehr Transparenz im Behavioral Targeting. brö

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Felix Hoffmann
    Felix Hoffmann
    (7learnings)

    Raus aus den Silos: Preis, Marketing und Bestand gemeinsam steuern

    Preis, Marketing und Bestand werden im Handel häufig getrennt gesteuert, obwohl sich Entscheidungen in diesen Bereichen unmittelbar gegenseitig beeinflussen. Wer Umsatz- und Gewinnziele erreichen will, muss diese Zusammenhänge stärker berücksichtigen.

    Wie sich diese Bereiche auf gemeinsame Umsatz- und Gewinnziele ausrichten und besser aufeinander abstimmen lassen, erläutert Felix Hoffmann anhand praxisnaher Beispiele.

    Vortrag im Rahmen der Transformation des Handels 26 am 20.10.26, 10:00 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de