Bild: ChatGPT/Sebastian Halm
Die meisten PR-Profis sehen hochwertige Inhalte, Content von und mit echten Menschen sowie intensives Storytelling als effektivste Gegenmaßnahmen. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle PR-Trendmonitor von news aktuell
und der P.E.R. Agency
. An der Befragung nahmen 276 Kommunikationsfach- und Führungskräfte aus Deutschland und der Schweiz teil.
Qualität statt Quantität
54 Prozent der Befragten befürchten eine deutliche Zunahme KI-generierter Texte, Bilder und Videos. 31 Prozent erwarten keine wesentliche Veränderung, während 16 Prozent unentschlossen sind.
Unter jenen, die mit einem deutlichen Anstieg rechnen, sehen fast sieben von zehn Fachleuten (69 Prozent) Qualität statt Quantität als beste Strategie gegen Content-Überflutung.
- 69 Prozent setzen auf hochwertige Inhalte mit Mehrwert und Relevanz
- 51 Prozent halten Inhalte von und mit echten Menschen für besonders wirkungsvoll
- 49 Prozent sehen im intensiveren Storytelling - also im Erzählen emotionaler, authentischer Geschichten - einen zentralen Erfolgsfaktor
- 36 Prozent setzen auf kreative, nicht standardisierte Ansätze
- 34 Prozent plädieren für personalisierte Inhalte, die auf Zielgruppen zugeschnitten sind
Analoge Formate, Medienarbeit und SEO bleiben wichtig
Neben diesen qualitativen Strategien sehen etwa ein Viertel der Befragten Potenzial in klassischen Maßnahmen:
- 24 Prozent wollen analoge Formate wie Veranstaltungen, Messen oder Roadshows stärker ausbauen
- 24 Prozent setzen auf Earned Media, also klassische Medienarbeit
- 24 Prozent betrachten Suchmaschinenoptimierung (SEO) als zentrales Instrument für bessere Sichtbarkeit
- 22 Prozent fokussieren sich stärker auf Multimedia-Content
- 21 Prozent wollen die Veröffentlichungsfrequenz reduzieren und auf weniger, aber hochwertigere Inhalte setzen
- 18 Prozent favorisieren mehr organischen Content und weniger bezahlte Werbung
- 17 Prozent möchten schneller auf aktuelle Themen aufspringen, um Relevanz zu erzeugen
Strategien für PR-Agenturen: Sieben von zehn wollen auf hochwertige Inhalte setzen, um gegen die Schwemme von KI-Content zu bestehen
Grafik: PER / News aktuell
Ergänzende Strategien: Nischen, Influencer und Interaktivität
- 12 Prozent sehen Potenzial in Nischen- und Micro-Communities wie WhatsApp-Gruppen oder Instagram-Channels
- 11 Prozent glauben an mehr Sichtbarkeit durch intensivere Zusammenarbeit mit Influencern
- 9 Prozent setzen auf interaktive Formate wie Augmented Reality, Virtual Reality oder interaktive Grafiken
- Nur 1 Prozent meint, dass eine höhere Veröffentlichungsfrequenz die richtige Antwort auf die KI-bedingte Content-Flut sei
Agenturen müssen an der Wert-Schraube drehen
Erwarten Sie durch KI-generierte Inhalte zukünftig eine Content-Flut?
- Ja: 54 Prozent
- Nein: 31 Prozent
- Weiß nicht: 16 Prozent
Effektivste Maßnahmen gegen die Content-Flut (Mehrfachnennungen, Basis: 148 Befragte):
- Hochwertige Inhalte (Mehrwert, Relevanz, Qualität): 69 Prozent
- Echte Menschen im Fokus: 51 Prozent
- Storytelling intensivieren: 49 Prozent
- Kreative Experimente: 36 Prozent
- Personalisierte Inhalte: 34 Prozent
- Analoge Formate: 24 Prozent
- Earned Media: 24 Prozent
- SEO: 24 Prozent
- Multimedia-Content: 22 Prozent
- Frequenz reduzieren: 21 Prozent
- Mehr organischer Content: 18 Prozent
- Schnelle Reaktion auf aktuelle Themen: 17 Prozent
- Nischen-Communities: 12 Prozent
- Influencer-Kooperationen: 11 Prozent
- Interaktive Formate (AR/VR): 9 Prozent
- Frequenz erhöhen: 1 Prozent
- Weiß nicht: 1 Prozent
Quelle und Methodik: Der PR-Trendmonitor von news aktuell und P.E.R. Agency basiert auf einer Online-Befragung von 276 Kommunikationsprofis aus Deutschland und der Schweiz im Februar 2025.