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Digitale Dekade der Superlative: Internetwirtschaft wird bis 2025 um 75 Prozent wachsen

24.06.2020 - Trotz der Coronakrise, bei der einzelne große Segmente der Internetwirtschaft Einbrüche erlitten, ist bis 2025 mit einer Umsatzsteigerung um knapp 75 Prozent auf circa 253 Milliarden Euro zu rechnen. Gleichzeitig wird bis dahin knapp eine halbe Million Menschen in der Internetwirtschaft beschäftigt sein.

von Christina Rose

Heute hat die Internetwirtschaft einen Anteil von 4,2 Prozent und 2025 einen deutlich größeren Anteil von 7 Prozent am Bruttoinlandsprodukt. Gleichzeitig stellt die Branche immer mehr Arbeitsplätze: Im Jahr 2025 werden über eine halbe Million Menschen in der Internetwirtschaft beschäftigt sein. Die Internetbranche gewinnt also gesamtwirtschaftlich stetig an Bedeutung. Die Internetwirtschaft zählt in den kommenden Jahren zu den dynamischsten Industrien in Deutschland, wie eine neue gemeinsame Studie des eco Verbands   und der Unternehmensberatung Arthur D. Little   zeigt. In ihrer vierten Auflage stellt die Prognose Zahlen für die Internetwirtschaft von 2020 bis 2025 vor.

 (Grafik: eco/Arthur D. Little)

Trotz eines Umsatzrückgangs von 1,2 Prozent für die gesamte Branche wird die Internetwirtschaft 2020 demnach voraussichtlich rund 145 Milliarden Euro umsetzen. Am stärksten profitiert hier der Bereich E-Commerce (B2B und B2C) sowie Betreiber von beitragspflichtigen Portalen, Classified Marketplaces, Werbeträger, Online-Vermarktungsunternehmen und Anbieter von Transaktionsdiensten: Rund 40 Prozent des Umsatzvolumens - 57 Milliarden Euro - werden 2020 in diesem Bereich generiert. Im Zeitraum 2020 bis 2025 sei mit einem Wachstumspotenzial von durchschnittlich 10,3 Prozent pro Jahr zu rechnen. Ein weiteres Drittel des gesamten Umsatzvolumens werde 2020 durch digitale Geschäftsmodelle in Anwenderindustrien (Smart Industries) und durch die Vermarktung digitaler Inhalte (Paid Content) generiert.

Ebenso stellt die Prognose mögliche Szenarien zur digitalen Infrastruktur für die darauffolgende Dekade ab 2030 auf. Durch eine zunehmende Marktdurchdringung von Videokonferenzen, Augmented Reality, Cloud Gaming, 4KStreaming, videobasierter Onlinewerbung und weiteren datenintensiven Anwendungen, werden Anforderungen an Latenzzeit und Bandbreite exponentiell ansteigen. Um diese Datenmengen bewältigen zu können, fordert der Verband der Internetwirtschaft, den Ausbau digitaler Infrastrukturen massiv zu beschleunigen.
 (Grafik: eco/Arthur D. Little)

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