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Schober Direct Media macht dicht

05.02.2020 - Der operative Geschäftsbetrieb der Schober Direct Media GmbH + Co. KG wird zum Ablauf des 31. März 2020 vollständig und endgültig eingestellt.

von Christina Rose

Mit Schober Direct Media   verlässt ein Urgestein die Dialogmarketing-Szene. Der Spezialist für Zielgruppenmarketing und -adressen ist 2001 aus einem Joint Venture der Schober Group und der Otto Group   hervor gegangen. Innerhalb der 1947 gegründeten Schober Group     war die in Stuttgart ansässige Schober Direct Media für das Consumer-Daten-Geschäft verantwortlich ("Consumer MarketBase").

Grundlage des Geschäftsmodell war die Zusammenführung von nach eigenen Angaben 32,7 Millionen Konsumentenadressen, Lifestyle-Informationen und über 19 Millionen Gebäudedaten sowie Konsum- und Strukturmerkmalen aus der Otto-Group. Angeboten wurden Zielgruppenadressen und Daten für Neukundengewinnung sowie Kundenanalysen. Umfassende Selektionsmöglichkeiten und hohe Data-Mining-Kompetenz hatten Schober Direct Media erlaubt, Zielgruppenadressen passgenau zum Angebot von werbetreibenden Unternehmen zu liefern. Für das DDV-Mitglied   war laut unseren Informationen dieses Geschäft in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden, weil auch dem legalen Adresshandel spätestens seit dem Inkrafttreten der DSGVO der Nimbus des Unlauteren anhaftete. Für die Verbraucher ist immer weniger nachvollziehbar geworden, woher Absender von Werbung ihre Adressen haben und ob es beim Versand mit rechten Dingen zugeht.

Geschäftsführer Marco Gaspar hatte zwar kurz nach Inkrafttreten der DSGVO gegenüber ONEtoONE erklärt   : "Wir haben als Adressanbieter bereits sehr früh und konsequent den Anpassungsbedarf ermittelt und abgearbeitet. Mit Kunden und Geschäftspartnern haben wir beispielsweise Informationspflichten, Umsetzung von Betroffenenrechten oder Verarbeitungsverträge angepasst." Doch auch der von ihm beobachtete Trend   , dass die "Kommunikation per Post plötzlich wieder sexy" ist, haben dem Unternehmen letztlich nicht geholfen.

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