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Deutsche nutzen im Schnitt drei Abodienste

14.06.2022 - Die große Mehrheit der deutschen Verbraucher bezahlt bis zu 100 Euro pro Monat für Abonnements. 45 Prozent schätzen dabei den besonders den exklusiven Zugang zu Inhalten. 70 Prozent der Abonnenten kündigt jedoch, sobald der Abo-Nutzen nicht mehr erkenntlich ist.

von Frauke Schobelt

Laut einer Umfrage der Abonnement-Management-Plattform Recurly   haben 67 Prozent der Deutschen mindestens einen Abonnementdienst abgeschlossen. Im Durchschnitt nutzen die befragten VerbraucherInnen drei Abonnementdienste. Allerdings neigt eine große Mehrheit (70 Prozent) gleichzeitig dazu, Abos sofort zu kündigen, sobald deren Nutzen nicht mehr ersichtlich ist. Damit unterscheiden sich die Deutschen von VerbraucherInnen aus anderen Ländern wie etwa den USA. Dort ist der Preis das Top-Kündigungskriterium (Vergleich; Deutschland 63 Prozent). Zudem entscheiden sich 39 Prozent der Befragten in der Bundesrepublik für eine Abo-Kündigung, wenn ein Wettbewerber ein besseres Angebot vorlegt.

Weitere Ergebnisse:

  • Die größte Abonnentenbasis und das größte Wachstum in den letzten zwei Covid-Jahren wurden über contentstarke Video-Streaming- (49 Prozent), Audio-Streaming- (25 Prozent) und Gaming-Angebote (21 Prozent) erzielt. Auch heute noch repräsentieren diese Abo-Segmente jene Kategorien, die deutsche Verbraucher am häufigsten nutzen.
  • Sowohl für Millennials (49 Prozent), die Generation X (51 Prozent), aber auch für die Best Ager (41 Prozent) ­- und mit Einschränkungen auch die Senioren (35 Prozent) - ist der Zugang zu exklusiven und attraktiven Inhalten das entscheidende Kriterium für den Abschluss eines Abonnements. Klar ist dabei aber auch, dass in diesen drei Kategorien auch die meisten Kündigungen erfolgen.
  • Immerhin beachtliche 82 Prozent der deutschen Verbraucher bezahlen bis zu 100 Euro pro Monat für klassische Abonnementdienste wie Video-Streaming, Audio-Streaming oder Gaming. Das größte Wachstumspotenzial versprechen dabei die 18- bis 29-jährigen. Immerhin 20 Prozent dieser Zielgruppe gaben an, sogar 100 bis 200 Euro für Abos auszugeben.
  • Und dennoch: Die hohe Inflation trübt diesen positiven Eindruck. 84 Prozent der deutschen Verbraucher zeigen sich gerade im laufenden Jahr besorgt über die Auswirkungen der Inflation. 24 Prozent der Befragten gaben an, dass sie in diesem Jahr einige Abonnementdienste kündigen wollen. 41 Prozent der deutschen Verbraucher haben im letzten Jahr bereits ein Abonnement aufgrund von Preissteigerungen gekündigt.

"Die Bereitstellung von Exklusivität und das Angebot verbrauchsorientierter Preismodelle sind für Abo-Dienste wichtige Faktoren, um Kunden erfolgreich zu binden und zu wachsen", erklärt Oscar Wall , General Manager - EMEA bei Recurly. "Parallel sehen wir innovative Abo-Konzepte und -Modelle. Sie reichen von Trampolinparks über Autowaschanlagen bis hin zu Restaurants. Für diese Unternehmen erzielen Abonnements in den USA bereits regelmäßig wiederkehrende Umsätze und bieten in Deutschland ein großes Wachstumspotenzial."

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