10.02.2026 - Die EU-Kommission greift in Metas KI-Strategie bei WhatsApp ein. Künftig soll der Messenger auch Chatbots anderer Anbieter zulassen. Für Marketer und Anbieter digitaler Services geht es um Reichweite, Plattformzugang und fairen Wettbewerb.
von Dominik Grollmann
Die EU-Kommission verpflichtet den US-Konzern Meta
dazu, in seinem Messenger WhatsApp
neben dem eigenen KI-Chatbot auch Lösungen konkurrierender Anbieter zuzulassen, teilt die Europäische Kommission
mit. Brüssel sieht sonst die Gefahr, dass kleinere KI-Anbieter vom Markt verdrängt werden.
WhatsApp wird längst nicht mehr nur für private Kommunikation genutzt. Unternehmen setzen den Messenger zunehmend für Kundenservice, Bestellprozesse und automatisierte Kommunikation ein. Dabei kommen häufig KI-gestützte Chatbots zum Einsatz, für die Meta nach eigenen Angaben Gebühren erhebt.
Nach Darstellung des Konzerns nutzten in der Vergangenheit jedoch auch reine KI-Anbieter WhatsApp als Ausspielkanal für ihre eigenen Chatbots. Diese profitierten von Reichweite und Infrastruktur der Plattform, ohne Teil des Geschäftsmodells von Meta zu sein. Deshalb änderte Meta im Oktober seine Geschäftsbedingungen und schloss alle Unternehmen von der WhatsApp-Unternehmens-Chat-Funktion aus, deren Hauptgeschäft Künstliche Intelligenz ist.
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