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TikTok setzt 2021 virale Food Trends

Kaufland punktet mit dem Spot "König von Kaufland" in den sozialen Kanälen. (Bild: Kaufland)
Kaufland punktet mit dem Spot "König von Kaufland" in den sozialen Kanälen.

16.11.2021 - Eine Social-Media-Analyse liefert Erkenntnisse über Ernährungstrends 2021. So liegen Lieferservices und Kochboxen weiterhin hoch im Kurs. Beim Lebensmitteleinkauf nimmt die Bedeutung von Nachhaltigkeit wieder zu. Und Aldi hat die stärkste Online-Präsenz.

von Frauke Schobelt

Ob "Baked Feta Pasta", "Baked Oatmeal" oder "Quetschkartoffeln", diese und weitere Food Trends gingen auf dem sozialen Netzwerk TikTok   in diesem Jahr viral. Via TikTok haben sich diese Trends auch auf anderen sozialen Netzwerken verbreitet und den Buzz rund um neue und wiederentdeckte Rezepte angeheizt. Der "Baked Feta Pasta"-Trend hat etwa in den USA dazu geführt, dass Feta in den Supermärkten knapp wurde.

Wie online über das Thema Ernährung gesprochen wird und welche Rolle Social Media dabei spielt, hat die Analytics-Plattform Brandwatch   für den Report 'Food Trends 2021' untersucht. Dafür wurden über 3 Millionen öffentlich zugängliche Online-Erwähnungen in deutscher Sprache ausgewertet, zudem liefert der Report Vergleiche zum Pandemie-Jahr 2020. Die Erwähnungen (Mentions) stammen von Twitter, Facebook, Instagram, Blogs und Foren sowie von Reddit und Review-Seiten aus dem Zeitraum 1. Januar bis 31. Oktober 2021.

Demnach haben die sozialen Netzwerke durchaus Einfluss auf Ernährungsgewohnheiten oder spiegeln diese wider, wie die TikTok-Trends zeigen. So erhielt ein Artikel der Rezepteplattform Feel Good Foodie   über 'Baked Feta Pasta' laut BuzzSumo seit Ende Januar über 190.000 Engagements.

Mehr Social Buzz über vegane Produkte

Auch in Deutschland steigt der Umsatz mit veganen Produkten deutlich - entsprechend auch der Buzz in Social Media und Foren, zu Pflanzenmilch um 5 Prozent, zu Hafermilch um 12 Prozent. Alpro   ist die häufigste erwähnte Marke aus der Produktkategorie. Oatly   und Rewe   mit der Eigenmarke "Rewe Bio" folgen auf dem zweiten und dritten Platz. Als beliebteste Fleischersatzvariante zählt bei deutschen Verbrauchern Tofu. Seitan und Tempeh liegen weit abgeschlagen auf dem zweiten und dritten Platz. Produkt-Newcomer sind Erbsenprotein sowie Grünkern. Die Gespräche zu diesen Fleischersatzvarianten nahmen im Vergleich zu 2020 um 29 Prozent bzw. 25 Prozent zu.

Die Marke Like Meat   hat sich im Fleischersatzproduktmarken-Ranking den ersten Platz vor Veganz   und Rügenwalder Mühle   gesichert. Kräftig zugelegt haben im Vergleich zum vergangenen Jahr die Erwähnungen rund um The Vegetarian Butcher   (+47 Prozent) und Vantastic Foods   (+22 Prozent).

Der Trend zu Lieferdiensten hält weiter an

Im Pandemiejahr 2020 konnten Lieferdienste bei den Verbrauchern punkten, und laut Brandwatch hält der Trend weiter an. So zeigt die Untersuchung, dass sich die Anzahl der Erwänungen auf einem ähnlich hohen Niveau wie 2020 befinden. Der Aufwärtstrend konnte zwar nicht fortgeführt werden, das Gesprächsvolumen ist aber weiterhin hoch. Die häufigste erwähnte Marke ist Lieferando   , mit großem Abstand folgen die Lieferdienste Wolt   und Gorillas   . Zu den wichtigsten Themen zählen Zuverlässigkeit der Anbieter (+18 Prozent) sowie eine schnelle Lieferung (+14 Prozent). Ein Blick auf das Sentiment zeigt jedoch, dass sich die Tonalität geändert hat: Positive Gespräche nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent ab, negative Mentions verzeichneten einen Anstieg um 14 Prozent.

Kochboxen liegen hoch im Kurs

Zu den Trends, die sich in diesem Jahr fortsetzen, zählen die Nutzung von Kochboxen. Im Jahr 2020 stiegen die Online-Gespräche um fast 120 Prozent an, in diesem Jahr immerhin noch um 45 Prozent. Der häufigste erwähnte Anbieter ist HelloFresh   , gefolgt von Marley Spoon   und Kochhaus   . Und auch die Zufriedenheit mit Kochboxen nimmt zu, so die Analysten von Brandwatch. Die positiven Erwähnungen zeigen ein Plus von 24 Prozent; Mentions, die glückliche oder frohe Emotionen ausdrücken, legten sogar um 38 Prozent zu.

Nachhaltigkeit beim Lebensmitteleinkauf wieder wichtiger

Im Corona-Jahr nahm das Gesprächsvolumen zu Nachhaltigkeitsthemen im Lebensmittelbereich ab, 2021 zeigt sich wieder eine steigende Tendenz (+10 Prozent). Ein Grund sehen die Forscher darin, dass sich in diesem Jahr mehr Menschen zu Nachhaltigkeitsthemen äußern, die an veganer Ernährung, Bioprodukte und Umweltthemen interessiert sind. Kritik wird von VerbraucherInnen zu Plastikverpackungen geäußert, allerdings gehen in diesem Jahr die KonsumentInnen vor allem positiv an das Thema heran: Über die Hälfte der Erwähnungen, denen ein Sentiment zugeordnet werden konnte, sind positiv (56 Prozent), im Vergleich zu nur einem Drittel negativer Erwähnungen (30 Prozent).

Aldi hat die stärkste Online-Präsenz

In den untersuchten Mentions wird Aldi   am häufigsten erwähnt, gefolgt von Rewe und Lidl   . Positiv erwähnt werden unter anderem vegane Produkte und der Geschmack bestimmter Produkte. Negative Gespräche beschäftigen sich mit zu wenig geöffneter Kassen und das Verhalten von MitarbeiterInnen und anderen KundInnen. Diskussionen zu Covid-Maßnahmen im Einzelhandel nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent ab.

Kaufland punktet mit Werbespot

Der Werbespot von Kaufland   "König von Kaufland"   hat die Herzen der Community bewegt. Das Video mit Entertainer Jens Knossalla wurde auf YouTube seit Veröffentlichung über 14 Millionen Mal angesehen. Edeka   landet mit seinem Spot   zusammen mit Musiker Marc Rebillet auf Platz zwei (4,29 Millionen Aufrufe), Aldi überzeugte mit E-Sport Gamer Frederik Hinteregger   und konnte sich den dritten Platz sichern (3,24 Millionen Aufrufe).

Der deutschsprachige Bericht enthält darüber hinaus viele weitere Erkenntnisse zu den aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Deutschland, zum Verbraucherverhalten im Lebensmitteleinkauf und zu Marken. So stellen die Analysten fest, dass im Jahr 2021 vor allem Gespräche rund um proteinreiche Ernährung zugenommen haben. Unterschiede bei der Verteilung der Gespräche nach Seiten sind z.B. bei den Themen Clean Eating und salzarme Ernährung zu beobachten. Clean Eating findet fast ausschließlich nur auf Instagram statt (98 Prozent der Gespräche), salzarme Ernährung findet vor allem auf News-Seiten statt (65 Prozent).

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