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Jeder vierte deutsche Marketer kennt keine Alternative zu Amazon

27.05.2020 - Der deutsche Handel verliert bei der Online-Werbung den Anschluss an Amazon - und das aus Unwissenheit.

von Susan Rönisch

So kennt ein Viertel der deutschen Werber gar keine Alternative zum US-Riesen und investiert 40 Prozent seiner Budgets für Werbung in Online-Shops nur bei einem einzigen Händler. Zu diesem Ergebnis kommt die Criteo-Studie "State of Retail Media: Potenziale und Hürden im deutschen Markt"   .

Dabei ist sich die Mehrheit aller Player über die hohe Relevanz von Retail Media, bei der Werbung auf den Seiten von Online-Händlern gebucht wird, einig. Allein in diesem Jahr planen 89 Prozent der deutschen Markenhersteller den Einsatz dieser Werbeform. Allerdings ist hierzulande die Auswahl der Ausspielfläche noch immer begrenzt.

Vier von zehn Marken werden ihre Budgets 2020 nur bei einem einzigen Shop ausgeben, 22 Prozent davon explizit bei Amazon. Fragt man nach dem Grund, nennen 97 Prozent dieser Marken fehlende attraktive Alternativen. Die Folge: Wertvolle Zusatzeinnahmen gehen an wenige Händler, statt den deutschen Handel zu stärken.

 Budgets der Marken für Werbekostenzuschüsse und Retail Media 2020 (Grafik: Criteo)


Deutscher Handel zögerlich bei Zusatzeinnahmen

Amazon   verzeichnete mit seinem Retail Media-Angebot 2019 Werbeumsätze in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar und auch große deutsche Händler wie Otto Retail Media   verdienen mit den Werbemöglichkeiten in ihren Online-Shops. Doch der Großteil des deutschen Handels geht diesen Trend zögerlich an. Dabei könnte sich gerade in Zeiten der Corona-Pandemie ein solches Retail Media-Angebot zur existenzsichernden Zusatzeinnahmequelle entwickeln. Denn während der Online-Handel durch Lieferverzögerungen, erhöhten Krankenstand, strenge Auflagen und teilweise rückläufige Verkaufserlöse belastet ist, verzeichnet er über nahezu alle Kategorien hinweg eine enorme Steigerung an Website-Besuchen.

Erhöhte Nachfrage für Werbung im Online-Handel

Jeder Dritte sieht für Retail Media in diesem Jahr sogar ein größeres Budget vor, wie die Criteo-Studie zeigt. Das klassische Geschäft mit Werbekostenzuschüssen, seit Jahrzehnten eine wichtige Einnahmequelle für den deutschen Handel, bleibt vom Aufwind in der digitalen Werbeform unberührt: In diesem Jahr planen Marken auch hier eine Budgetsteigerung von durchschnittlich 38 Prozent. Langfristig ist mehr als die Hälfte (52 Prozent) überzeugt: Die neue und alte Werbeform werden in Zukunft nebeneinander bestehen. Für den deutschen Handel ist das ein gutes Signal: Neben Verkaufserlösen kann er künftig mit zwei wachsenden Werbetöpfen rechnen - wenn er die entsprechenden Angebote schafft.

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