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Studie: Woran der KI-Einsatz scheitert

28.10.2021 - Zwar sehen immer mehr Unternehmen in Künstlicher Intelligenz (KI) den Schlüssel zu ihrer zukünftigen Wettbewerbsfähigkeit. Doch der Einsatz in der Praxis stagniert, noch immer lässt der große Durchbruch auf sich warten.

von Frauke Schobelt

Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent) hält KI für einen entscheidenden Faktor für seine künftige Wettbewerbsfähigkeit - das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Doch nur jedes achte Unternehmen (13 Prozent) setzt die Technologie auch tatsächlich ein. Jeweils jedes sechste Unternehmen plant (16 Prozent) oder diskutiert (18 Prozent) den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Werte für den Einsatz, die Planung und die Diskussion von Künstlicher Intelligenz sind damit nahezu identisch mit denen vom Vorjahr. Das sind die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research   im Auftrag des IT-Dienstleisters Tata Consultancy Services (TCS)   unter 951 Unternehmen. Ein Fazit: "Die Pandemie hat der Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz einen kurzfristigen Dämpfer verpasst", sagt Dr. Kay Müller-Jones , Leiter Consulting und Services Integration bei TCS. "Mittel- bis langfristig ist das Potenzial aber weiterhin riesig."

Die größten Herausforderungen

  • Zwei Drittel der Unternehmen sehen in den hohen Investitionen eine entscheidende Hürde für die Einführung und Umsetzung von KI-Systemen (65 Prozent) - fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
  • Für über die Hälfte der Befragten (51 Prozent) stellen außerdem die hohen Anforderungen an den Datenschutz eine Herausforderung dar - eine Zunahme um sechs Prozentpunkte.
  • Ähnlich viele Unternehmen nennen den Mangel an Expertise sowie die Komplexität der Technologie als Hemmnis (jeweils 47 Prozent).
Unternehmen sollten auf Clouds setzen, rät TCS-Experte Müller-Jones: "Unternehmen können auf ein wachsendes Portfolio von KI-Anwendungen zugreifen, beispielsweise aus der Public Cloud. Damit lassen sich aufschlussreiche Erfahrungen in den Anwendungsmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz sammeln, ohne große Risiken einzugehen oder hohe initiale Investitionen zu tätigen."

Künstliche Intelligenz: Warten auf den Durchbruch (Bild: Bitkom/TCS)
Künstliche Intelligenz: Warten auf den Durchbruch


Eigenentwicklungen sind die Ausnahme

  • Mehr als jedes zweite Unternehmen (54 Prozent), das Künstliche Intelligenz bereits nutzt, plant oder diskutiert, setzt auf externe Lösungen. Das sind sieben Prozentpunkte mehr als im Vorjahr 2020.
  • Ein Drittel (33 Prozent) setzt auf Systeme, die im Rahmen strategischer Partnerschaften entwickelt und programmiert werden.
  • Die Entwicklung von KI-Lösungen im eigenen Haus ist bei Unternehmen in Deutschland mit einem Anteil von nur vier Prozent eher die Ausnahme.

Was sich Unternehmen durch den KI-Einsatz erhoffen

  • Am häufigsten genannt werden Kosteneinsparungen (58 Prozent). Bei Großunternehmen stehen diese besonders im Fokus: Das Interesse, mit dem Einsatz von KI, die eigenen Kosten zu senken, stieg sprunghaft um 15 Prozent auf 66 Prozent an.
  • Unternehmen mit bis zu 199 Mitarbeitern verfolgen dieses Jahr vor allem das Ziel, mit der Technologie ihren Effizienzgrad zu steigern (56 Prozent, plus 13 Prozentpunkte) und Ressourcen zu sparen (56 Prozent, plus neun Prozentpunkte).
  • Insgesamt Lediglich ein Viertel (27 Prozent) will die Kundenbindung verbessern,
  • ein Drittel (35 Prozent) der befragten Unternehmen will KI nutzen, um Mitarbeiter zu entlasten.
"Gerade Routine-Aufgaben lassen sich immer mehr intelligent automatisieren, so dass sich Mitarbeiter auf wertschöpfende Aufgaben konzentrieren können", sagt Müller-Jones. "Allein schon deswegen lohnt es sich, die Digitalisierung breit im eigenen Unternehmen voranzutreiben."

Weitere Ergebnisse der Trendstudie, etwa zum Stellenwert der Digitalisierung in den Unternehmen oder zum Einsatz von Schlüsseltechnologien, sowie Branchenergebnisse für die Informations- und Kommunikationstechnologie, den Maschinen- und Anlagenbau, Chemie und Pharma, Banken und Versicherungen, die Automobilindustrie sowie den Handel gibt es unter www.studie-digitalisierung.de   .

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