Onlinemarketing

Wie deutsche Onlinehändler 69 Millionen Euro Umsatz mit Werbung machen

29.01.2025 - Eine Analyse zeigt, wie deutsche Marken 373 Millionen E-Mails, 700.000 SMS und 1 Million Push-Benachrichtigungen genutzt haben, um 69 Millionen Euro Umsatz aus 700.000 Verkäufen im Jahr 2024 zu erzielen.

von Susan Rönisch

Die Studie der ECommerce-Plattform Omnisend   unterstreicht die wachsende Bedeutung von SMS und Push-Benachrichtigungen als wichtige Instrumente für das ECommerce-Marketing. Mit einem Anstieg der Nutzung um 122 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erweisen sich diese Kommunikationskanäle als äußerst effektiv, um die Kundenbindung zu fördern.

"Es ist nicht überraschend, dass die SMS als Kommunikationskanal weiterhin wächst und Ergebnisse liefert. Als allgegenwärtiger Kanal, der sich über alle Generationen erstreckt und für viele der wichtigste ist, war die Nutzung für die Markenkommunikation unvermeidlich, da die Gewohnheit, zuerst zu schreiben, zur Norm wurde", sagt Greg Zakowicz, Senior Ecommerce-Experte bei Omnisend.

1 von 3 Personen, die auf eine automatische Nachricht klickt, tätigt auch einen Kauf

Automatisierte E-Mails trugen bei deutschen Marken zu 47 Prozent zum Umsatz bei, obwohl sie nur drei Prozent des E-Mail-Volumens ausmachten. Der gleiche Trend wurde bei SMS- und Push-Benachrichtigungskampagnen festgestellt, wo das Verhältnis 55 Prozent zu 18 Prozent bzw. 14 Prozent zu 3 Prozent betrug.

Die leistungsstärksten E-Mail-Automatisierungen im Jahr 2024 waren:
  • "Wieder auf Lager" - 67,84 Prozent Öffnungsrate ; 7,06 Prozent Konversionsrate
  • "Willkommen" - 51,44 Prozent Öffnungsrate ; 6,53 Prozent Konversionsrate
  • "Abgebrochener Warenkorb" - 45,34 Prozent Öffnungsrate ; 2,42 Prozent Konversionsrate

Reisebranche und Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie erfolgreichste Branchen für EMail-Marketing

Die Reisebranche führte 2024 mit der höchsten Konversionsrate von 0,47 Prozent, gefolgt von der Lebensmittel- und Getränkeindustrie mit 0,33 Prozent. Die Reisebranche bleibt das zweite Jahr in Folge die Branche mit der höchsten Konversionsrate.

Marken aus der Sportbranche führten die Liste bei den Öffnungsraten mit einem Durchschnitt von 31,45 Prozent an. Der Prozentsatz der Personen, die eine E-Mail öffneten und auf einen Link klickten, war jedoch einer der niedrigsten in allen Branchen.

Für Sportmarken liegt die Herausforderung darin, Aufmerksamkeit in Aktion zu verwandeln. Marken sollten sich die Zeit nehmen, ihre EMail-Templates zu optimieren, indem sie mehr Social Proof wie Kundenrezensionen einbinden und Produktbilder verbessern, um sie ansprechender zu gestalten.

So können Marken ihre Marketingstrategie verbessern


Um Ihr Marketingbudget zu erhöhen, empfiehlt Zakowicz folgende Maßnahmen:
  • Verwenden Sie verhaltensgesteuerte Nachrichten. Nutzen Sie Daten, um Verhaltensmuster von Kunden zu erkennen, und senden Sie in wichtigen Momenten maßgeschneiderte automatisierte Nachrichten, z. B. zur Nachbereitung von Käufen oder für Produktempfehlungen. Die Personalisierung auf der Grundlage von Echtzeit-Aktionen führt zu deutlich besseren Engagement- und Konversionsraten.
  • Abwechslung durch SMS und Push-Benachrichtigungen. Kombinieren Sie E-Mail-, SMS- und Push-Benachrichtigungen, um Customer Journeys mit mehreren Berührungspunkten zu erstellen. Verwenden Sie beispielsweise SMS für Sofortwarnungen wie Blitzverkäufe, E-Mail für detaillierte Produktvorstellungen und Push-Benachrichtigungen für Erinnerungen an den letzten Warenkorb.
  • Social Proof und Strategien der Verknappung nutzen: Integrieren Sie Elemente wie Kundenrezensionen, "Wieder auf Lager"-Warnungen und Hinweise auf niedrige Lagerbestände in Ihre Nachrichten. Diese Taktiken erzeugen FOMO und schaffen Vertrauen, was zu schnelleren Kaufentscheidungen führt.
  • Regelmäßig analysieren und verfeinern. Überwachen Sie Kennzahlen wie Öffnungsraten, Klickraten und Konversionsraten für jeden Kanal. Nutzen Sie diese Erkenntnisse, um Ihre Strategien zu verfeinern und sich darauf zu konzentrieren, was für Ihr spezifisches Publikum den größten Nutzen bringt.

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  • Bild: Leon Eichner
    Leon Eichner
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    Agentic Commerce verändert, wie Kaufentscheidungen im Internet vorbereitet und getroffen werden. Neben Menschen übernehmen zunehmend KI-Agenten die Produktsuche, den Vergleich von Angeboten und Teile des Kaufprozesses.Die aktuelle EHI-Studie zu Agentic Commerce zeigt, dass 86,1 Prozent der befragten Handelsunternehmen es für wahrscheinlich halten, dass KI-Agenten künftig Kaufentscheidungen ihrer Kundschaft beeinflussen. Gleichzeitig wird der Aufbau von Vertrauen und Akzeptanz als eine zentrale Herausforderung beschrieben.Der Vortrag zeigt, was diese Entwicklung für Online-Shops bedeutet: Welche Informationen müssen aktuell, konsistent und maschinenlesbar vorliegen? Welche Rolle spielen Transparenz, verlässliche Produkt- und Serviceinformationen, Bewertungen und weitere nachvollziehbare Vertrauenssignale?Am Beispiel des EHI-Siegels wird erläutert, wie Online-Shops Seriosität, geprüfte Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale sowie Kundenorientierung sichtbar machen können. Dabei geht es nicht nur um die menschliche Wahrnehmung: In einer zunehmend agentischen Customer Journey wird entscheidend, ob relevante Informationen über einen Shop eindeutig, verlässlich und nachvollziehbar vorliegen. So entsteht die Grundlage dafür, dass ein Angebot von KI-Agenten nicht nur gefunden, sondern auch als relevant und vertrauenswürdig eingeordnet werden kann.

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