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Deutsche setzen auf smarte Technologien und Apps beim Energiesparen

28.04.2022 - In jedem zweiten deutschen Haushalt wird angesichts des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine Energie gespart - und oft benutzen die Deutschen dafür smarte und interaktive Technologien.

von Sebastian Halm

Fast die Hälfte (48 Prozent) der Menschen in Deutschland gibt in einer repräsentativen Befragung im Auftrag des Digitalverbands Bitkom   aus dem März 2022 an, bewusster mit Energie umzugehen - etwa indem sie weniger Strom verbrauchen, weniger heizen oder auf Ökostrom umgestiegen sind. Die Umfrage wurde im durchgeführt. Demnach hat sich bei 16 Prozent der Energieverbrauch stark verändert, 32 Prozent haben zumindest eine leichte Veränderung vorgenommen. Bei jüngeren Menschen zwischen 16 und 29 Jahren ist die Tendenz zum Energie sparen etwas ausgeprägter (52 Prozent) als bei anderen Altersgruppen (30-49 Jahre: 48 Prozent; 50-64 Jahre: 49 Prozent; ab 65 Jahren: 45 Prozent). Umgekehrt geben jedoch auch 47 Prozent an, seit Beginn des Krieges in der Ukraine in dieser Hinsicht alles beim Alten zu lassen.

Breite Anwendung von Apps und Smart Home bei Spar-Startegien

Bei denjenigen, die vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine bewusst Energie sparen, spielen smarte Geräte eine wichtige Rolle: 31 Prozent nutzen WLAN- oder Funksteckdosen, um Geräte komplett auszuschalten, wenn sie nicht genutzt werden oder intelligente Heizkörperthermostate (20 Prozent) sowie intelligente Zähler für Strom, Gas oder Wasser, um den eigenen Verbrauch etwa per Smartphone-App überwachen zu können (8 Prozent).

Auch der bewusste Umgang mit elektronischen und digitalen Geräten nimmt zu: 59 Prozent derjenigen, die vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine Energie sparen wollen, achten darauf, dass sie Stand-by vermeiden, ihre Geräte also stets komplett abschalten. 42 Prozent aktivieren vermehrt die Energiesparfunktion bei Geräten wie Laptops oder Monitoren. Ein Fünftel (22 Prozent) reduziert die Helligkeit von Bildschirmen, um Energie einzusparen. Auch auf traditionelle Verhaltensweisen, wie das Licht häufiger ausgeschaltet zu lassen, achten 46 Prozent vermehrt. 40 Prozent derjenigen, die ihren Energieverbrauch aktuell bewusst reduzieren, sparen Warmwasser, indem sie etwa duschen, statt zu baden. Und 38 Prozent nutzen häufiger mal den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad anstelle des Autos. 22 Prozent drehen die Heizung häufiger runter.

9 von 10 Deutschen (90 Prozent) sind generell der Meinung, Deutschland müsse so schnell wie möglich unabhängig von russischem Gas werden. Das Tempo der Energiewende bewerten 74 Prozent als zu langsam - das sind 3 Prozentpunkte mehr als Anfang 2022, als es noch 71 Prozent waren.

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