Online-Auffindbarkeit

Digitale Präsenz: KMU investieren oft am Verbraucherbedarf vorbei

05.11.2021 - Verbraucher und KMU sind gleichermaßen von der Bedeutung des Internet überzeugt - treffen dort aber selten aufeinander.

von Dominik Grollmann

Spätestens in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Gewerbetreibende mit ihren Dienstleistungen und ihrem Angebot auch in digitalen Umfeldern präsent sein müssen, um nicht den Anschluss zur Konkurrenz zu verlieren. Dies zeigt auch eine aktuelle Repräsentativbefragung von Das Örtliche   . Demnach ist es für über zwei Drittel der Endverbraucher wichtig, Handwerksbetriebe gut im Internet zu finden, bevor es zu einer Beauftragung kommt. Die Unzufriedenheit in Hinblick auf die Auffindbarkeit von Selbstständigen und kleinen Unternehmen ist jedoch groß - und auch die Gewerbetreibenden sehen Handlungsbedarf, diese ist allerdings mit der Angst vor teuren Fehlinvestitionen verbunden.



Internet als Neukundenquelle - doch eine Webseite allein reicht nicht aus

Wichtigster Treiber in der Neukundenakquise ist das Internet - 86 Prozent der befragten Gewerbetreibenden nutzen digitale Plattformen, um neue Kunden zu gewinnen. Das passt auch zur Sicht der Endverbraucher: 46 Prozent der Befragten gaben an, sich vorab online informiert zu haben. Bei den 16- bis 29-Jährigen recherchierten sogar 63 Prozent vorab im Netz. Entsprechend groß sehen die Gewerbetreibenden die Bedeutung der eigenen Webseite, die von 96 Prozent als wichtigste Anlaufstelle genannt wird. Genau hier sehen Endverbraucher großen Verbesserungsbedarf: Nur 52 Prozent halten die Webseiten von regional ansässigen KMU für nützlich. Noch gravierender: Nur 19 Prozent der Befragten gaben an, dass lokale Betriebe sehr leicht im Internet zu finden sind.

Dabei gibt es eine starke Diskrepanz zwischen Verbraucherwünschen und der digitalen Präsenz von Handwerksbetrieben. Ein Beispiel: 62 Prozent der Endverbraucher halten es für wichtig, dass Handwerksunternehmen bei Google und Co. gut sichtbar sind. Dem entgegen steht die Ist-Situation bei den Gewerbetreibenden: Nur 19 Prozent der befragten Entscheider aus kleinen und mittelständischen Unternehmen kümmern sich häufig oder regelmäßig um die Optimierung der eigenen Suchmaschinen-Sichtbarkeit.



Investitionsbereitschaft vorhanden - Beratungsbedarf ist allerdings groß

In Zeiten der Corona-bedingten Kontaktbeschränkungen war die Bereitschaft, "aus der Not" heraus zu investieren, besonders ausgeprägt. 38 Prozent der Unternehmen haben im Corona-Jahr trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit deutlich oder etwas mehr in die digitalen Auftritte ihrer Unternehmen investiert. Doch auch in der Zeit nach Corona wollen 49 Prozent künftig deutlich oder etwas mehr investieren, nur 15 Prozent weniger.

Gleichzeitig geben die befragten Gewerbetreibenden an, die Vielfalt der digitalen Möglichkeiten und Angebote nicht zu durchschauen (43 Prozent) und hohe Kosten zu scheuen (42 Prozent). Auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle. 22 Prozent der befragten KMU sagen, dass sie keine Zeit haben, sich mit den digitalen Möglichkeiten auseinander zu setzen. Entsprechend groß ist die Relevanz von Beratungsdienstleistern, die kleine und mittelständische Gewerbetreibende bei der Auswahl von geeigneten digitalen Angeboten und Tools unterstützen. Bei der Auswahl eines Beratungsdienstleisters legen KMU besonders viel Wert darauf, dass diese das jeweilige Unternehmen kennen (65 Prozent) und in der Lage sind, ein bedarfsgerechtes (61 Prozent) und finanziell passendes (60 Prozent) Angebot abzugeben.

Ihr Guide im New Marketing Management - ab 6,23 im Monat!

Hat Ihnen diese Beitrag weiter geholfen? Dann holen Sie sich die ONEtoONE-Premium-Mitgliedschaft. Sie unterstützen damit die Arbeit der ONEtoONE-Redaktion. Sie erhalten Zugang zu allen Premium-Leistungen von ONEtoONE, zum Archiv und sechs mal im Jahr schicken wir Ihnen die aktuelle Ausgabe.

Mehr zum Thema:
Diskussion:

Vorträge zum Thema:

  • Bild: Frank Sterzinsky
    Frank Sterzinsky
    (Löwenstark Online-Marketing)

    Wie KMUs 2026 KI im Marketing als Wettbewerbsvorteil nutzen

    Künstliche Intelligenz ist längst kein Buzzword mehr, sondern wird 2026 zum entscheidenden Faktor für den Geschäftserfolg. Besonders für kleine und mittelständische Unternehmen bietet der strategische Einsatz von KI im Marketing ungenutzte Potenziale, um sich von Wettbewerbern abzuheben und nachhaltiges Wachstum zu generieren.

    Der Vortrag liefert konkrete Handlungsanweisungen, um als KMU durch die Implementierung intelligenter KI-Marketingstrategien einen klaren Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Der Vortrag zeigt, wie Sie konkrete KI-Anwendungsfelder am besten priorisieren - von personalisierter Kundenansprache über automatisierte Kampagnenoptimierung und Contenterstellung bis hin zur präzisen Zielgruppenanalyse.

    Dabei wird der Fokus darauf liegen, wie die Zusammenarbeit mit einer spezialisierten KI-Marketingagentur KMU dabei unterstützt, diese Technologien effektiv zu integrieren, ohne eigene, kostspielige Infrastrukturen aufbauen zu müssen. Es werden praxisnahe Beispiele und Best Practices vorgestellt, die illustrieren, wie KI-gestützte Ansätze zu höherer Effizienz, optimierten Konversionsraten und einer stärkeren Kundenbindung führen. Der Vortrag richtet sich an Geschäftsführer, Marketingleiter und Entscheidungsträger von KMU, die ihr Marketing zukunftssicher gestalten und die Chancen der KI proaktiv nutzen möchten, um ihre Marktposition nachhaltig zu stärken und die Herausforderungen des digitalen Wandels erfolgreich zu meistern.

    Vortrag im Rahmen der Zukunftskonferenz 26. Trends in ECommerce, Marketing und digitalem Business am 02.12.25, 13:00 Uhr

Anzeige
www.hightext.de

HighText Verlag

Mischenrieder Weg 18
82234 Weßling

Tel.: +49 (0) 89-57 83 87-0
Fax: +49 (0) 89-57 83 87-99
E-Mail: info@onetoone.de
Web: www.hightext.de

Kooperationspartner des

Besuchen Sie auch:

www.press1.de

www.ibusiness.de

www.neuhandeln.de