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Corona: Selbstorganisation startet Händler-Marktplatz

24.03.2020 - Ende dieser Woche soll dem Einzelhandel in Deutschland eine technische Plattform zur Verfügung gestellt werden, die die Umsatzeinbußen zumindest zum Teil kompensieren soll. Gebaut wird die Plattform von Mitglieder der Pro-Bono-Initiative "Händler-helfen-Händlern".

von Joachim Graf

"Wir arbeiten gerade mit aller Kraft an einer schnellen Unterstützung für regionale, stationäre Händler, die von der Ladenschließung extrem getroffen sind," so Mitinitiator Marcus Diekmann , CEO von Rose Bikes . Die Idee ist es, den stationären Händlern ein IT-Netzwerk zur Verfügung zu stellen, auf dem sie ihre Filialbestände hochladen und zum Beispiel durch Taxen, Lieferdienste, Getränkelieferanten und andere regionale Logistikdienstleister versenden können. Das Konzept entstand am Wochenende in Zusammenarbeit der beiden Händler Rose Bikes und Visunext Group sowie dem Shopsoftwarehersteller Shopware .

Eine erste Maßnahme dafür ist die Herstellung einer B2B-Sofortlösung in Kooperation mit Netresearch und IT-Systems. Das Modell ist ein Hilfsangebot an den Handel ohne eigene wirtschaftliche Interessen der Partner.

Damit sollen Händler innerhalb von 14 Tagen eine Verkaufsplattform aufbauen und einen zusätzlichen Verkaufskanal schaffen können, um Umsatzausfälle zu kompensieren. "In eine ähnliche Richtung geht die Marktplatz-Lösung für Städte und Gemeinden", hofft Stefan Hamann , CEO von Shopware und Partner der Initiative Händler helfen Händlern . Lokale Einzelhandelsgeschäfte sollen sich dort zusammenschließen können, Synergien eingehen und ihre Angebote schnell online verfügbar machen. Zur Entwicklung der Plattformen sollen in dieser Woche die Shopware-Entwickler im Rahmen eines mehrtägigen Hackathons verschiedene Ansätze entwickeln. Zur Teilnahme am Hackathon eingeladen ist überdies die gesamte Shopware-Community.

Die Anknüpfung der Plattform an Lieferdienste und Taxizentralen ist noch in der Konzeptionsphase.

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